Montag | 28. Mai 2012 | 08:49 Uhr
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  • FILM REVIEW | Niko - Ein Rentier hebt ab
  • Niko - Ein Rentier hebt ab

    Abenteuer, Familie, Animation | Deutschland / Dänemark / Finnland / Irland 2007
  • | INHALTSANGABE

  • Fest davon überzeugt, sein unbekannter Vater gehöre zu den magischen Rentieren des Weihnachtsmannes, unternimmt der kleine Niko regelmäßig Flugversuche. Doch da der Erfolg ausbleibt, wird er von den anderen Tieren stets verspottet. Erst recht in Ungnade fällt der aufgeweckte Vierbeiner, als er versehentlich ein Rudel hungriger Wölfe in das Tal der Herde führt. Obwohl alle Rentiere entkommen können, verlässt Niko niedergeschlagen sein angestammtes Terrain. Gemeinsam mit dem tollpatschigen Flughörnchen Julius will er seinen Vater im Reich des Weihnachtsmannes aufspüren. Doch die gefräßigen Raubtiere heften sich erneut an seine Fersen, da sie es nun auf die fliegenden Begleiter von Santa Claus abgesehen haben. Im verschneiten Wald treffen die Wölfe eine verirrte rosafarbene Pudeldame, die sie kurzerhand als Geisel nehmen. Auch Niko und Julius machen mit der schrägen Wieselfrau Wilma eine ungewöhnliche Bekanntschaft. Nachdem Niko vom bösartigen Plan der Verfolger erfährt, setzt er alles daran, seinen vermeintlichen Vater und dessen Kumpane zu warnen.
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      • | FILMKRITIK

      • Für finnische Verhältnisse stellt der computeranimierte Familienfilm „Niko“ eine Großproduktion dar, die nur durch internationale Finanzierung zu stemmen war. Um den Etat von rund sechs Millionen Euro aufzubringen, suchte man Geldgeber und Mitarbeiter in anderen europäischen Ländern, so dass die winterliche Tierfabel als finnisch-dänisch-irisch-deutsches Projekt entstand. Neben Kari Juusonen war Michael Hegner beteiligt, der schon als Co-Regisseur von „Hilfe! Ich bin ein Fisch“ Erfahrung bei multinationalen Werken sammeln konnte. Obwohl Parallelen zu „Ice Age“ gelegentlich ins Auge springen, besitzt das Ergebnis durchaus seine eigene Handschrift. Besonders an den runden Figuren mit großen Köpfen und Augenpartien erkennt man Juusonens Erfahrung mit Puppenanimation. An die Perfektion von Pixar und Disney kommt „Niko“ trotz aller Finessen zwar nicht heran, aber das Ergebnis ist durchaus ansprechend.

        Längst kennt man die Botschaft aus zahlreichen weiteren abendfüllenden Trickfilmen: Erst muss das kleine Rentier an sich selbst glauben, Zivilcourage beweisen und konsequent den eigenen Weg einschlagen, um seine gegebenen Fähigkeiten nutzen zu können sowie den Spott der Anderen Lügen zu strafen. Ohne manchen albernen Gag und überflüssige Musikeinlagen, wofür man Barbara Schöneberger für den Synchronpart der singenden Wieseldame gewann, kommt die Geschichte zwar nicht aus. Doch immerhin sorgen die schrägen Nebenfiguren wie das tapsige Flughörnchen oder die sich reichlich ungebührlich verhaltenden, fliegenden Rentiere für einigen Witz. Diese Charaktere platzierte das Team in stimmungsvoll bis schaurige verschneite Sets, in denen sie manche gefahrenvolle Situation zu bestehen haben.

        Bei den drastischen Verfolgungsjagden durch die vereisten Schneelandschaften von Lappland und über brüchige Abhänge hinweg liegt zwar eine der Stärken der märchenhaften Story. Trotz des Kindchenschemas bei den Figuren gibt es doch manche drastische Situation zu überstehen, was den Computertrick für die Jüngsten eher ungeeignet erscheinen lässt. Die Macher versuchten die Gefahrensituationen abzuschwächen, indem die hungrigen Wölfe, angeführt von einem bösen schwarzen Rudelführer, sich häufig wie rechte Trottel verhalten. Für eine Freigabe ab 0 Jahren ließ der Verleih einige Szenen „entschärfen“. Egal, was hier geschnitten wurde – die rasanten Actioneinlagen fallen immer noch düster genug aus, um die Kleinsten reichlich zu verschrecken.
      • | FAZIT

      • Temporeiches, skurriles Weihnachtsmärchen mit Anleihen beim finnischen Sagenfundus, das Vorschulkindern einige Albträume bescheren mag.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Gregor Ries

      • | Userwertung

      Wertung: 1.0/10 (3 votes)

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              • 1 User hat den Film gesehen
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