Science Fiction,
Komödie,
Animation
| Spanien / USA 2009
| INHALTSANGABE
Auf dem Planeten 51 herrscht Aufregung: Ein Ufo mit einem Alien ist in einem Garten gelandet. Das Militär umzingelt sofort das Raumschiff, doch der Außerirdische entkommt. Im Planetarium trifft der Jugendliche Lem, der wie alle Einwohner ein grünes menschenähnliches Wesen mit kleinen Antennen auf dem Kopf ist, den Astronauten. Der Mann von der Erde heißt Chuck Baker und er fleht Lem an, ihm zu helfen. Denn er muss bald zu seinem Raumschiff zurück, sonst verpasst er die Heimreise.
Lem schafft es nicht, den Mann an den Soldaten vorbei zu seinem Raumschiff zu bringen und versteckt ihn in seinem Zimmer. Gemeinsam mit seinem Freund Skiff, dem kleinen Bruder Eckle und Chucks Erkundungsroboter Rover, schmiedet Lem einen Hilfeplan, damit General Grawl und seine Soldaten den Alien nicht schnappen.
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| FILMKRITIK
„Planet 51“ ist der erste Film der neuen spanischen Ilion Animation Studios. Regisseur Jorge Blanco inszenierte die flotte Sci-Fi-Komödie für die ganze Familie nach dem Drehbuch von „Shrek“-Autor Joe Stillman. Wie in Filmen mit Außeriridischen üblich, haben auch hier friedliche Einwohner Angst vor einer Alien-Invasion, bevor sie dann erfolgt. Nur wird hier der Spieß umgedreht und der Alien ist ein amerikanischer Astronaut, der die grünen Männchen auf ihrem Heimatplaneten in Angst und Schrecken versetzt. Diese Leute leben so ähnlich wie die Amerikaner in den 50er Jahren, und ihre Autos und Häuser sehen alle aus wie fliegende Untertassen.
Die witzige Grundidee wird visuell sehr überzeugend umgesetzt, mit einer ausgefeilten Stadtarchitektur, die dem kurvigen Design der 50er Jahre huldigt und gleichzeitig den Einfall durchdekliniert, dass alle Objekte auf dem Planeten wie abgestellte Ufos aussehen: rund, mit kuppelförmigen Dächern und ausgefahrenen Stützbeinen. Die Bevölkerung des Planeten 51 fährt, vielmehr schwebt in Bodennähe auf den Straßen in runden Cadillacs und veranstaltet im Garten Grillpartys.
Auf Astronaut Chuck warten turbulente Abenteuer, denn er glaubt sich auf einem unbewohnten Planeten, als er die amerikanische Flagge nach der Landung theatralisch in den Garten rammt. Dann aber ist der Schrecken auf beiden Seiten immens und eine wilde Flucht beginnt, an der auch ein wirklich alienhaftes Hündchen mit klebriger Zunge beteiligt ist. Während Chuck den Jugendlichen Lem kennen lernt, macht sich der mitgebrachte Erkundungsroboter Rover selbständig. Rover sieht aus wie ein ferngesteuertes kleines weißes Fahrzeug mit einem beweglichen Kopf. Zunächst sammelt Rover Steine, die auf der Erde untersucht werden sollen. Doch dann entwickelt sich das muntere Kerlchen immer mehr zum Hund, der Spuren aufnimmt, Zeitungen bringt und den Lems Freund Skiff ins Herz schließt.
Zu der flotten Handlung gehören unzählige komische Einlagen, wie die mit dem Skorpion, den Rover aus dem Weg schafft oder den kleinen, aber feinen Unterschieden in den Bräuchen des Menschen Chuck und der Planet-51-Bewohner. Lem schwärmt für die hübsche Nachbarstochter Neera, für die sich aber auch ein Gitarre spielender Friedensdemonstrant im Hippielook interessiert.
Chuck erfreut und gruselt seine jungen Freunde einmal, indem er sich zum Spaß so bedrohlich gibt, wie man das von einem wie ihm erwartet: „Hasta la vista, Baby, du bist terminiert“. Und so kommt er, heimlich gefilmt, in die Fernsehnachrichten. Die witzigen Dialoge und das gelungene Timing beinhalten Spaßiges für alle Altersgruppen. Die innovative Frische des Films sorgt bis zum Schluss für Vergnügen.
| FAZIT
Ein Mensch landet auf dem Planeten 51 und versetzt dessen grüne Bewohner in Angst und Schrecken: Einfallsreiche und witzige Familienunterhaltung, die auch optisch ein Vergnügen ist.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung