Sonntag | 27. Mai 2012 | 23:09 Uhr
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  • USERKOMMENTARE | Jarhead - Willkommen im Dreck
  • 8martin | Das innere Elend des Krieges
  • Nur wer einen spannenden Kriegsfilm erwartet hat, wird enttäuscht. Es ist eher eine dokumentarische Darstellung der Befindlichkeiten der US Soldaten im Golfkrieg, wobei die Anleihen bei Kubrick, Cinimo und Coppola nicht zu übersehen sind. Am Ende kommen beeindruckende Bilder von brennenden Ölquellen. Einen Großteil der Story kennt man aus den Medien, die damals ausführlich darüber berichteten. Mit viel Wohlwollen kann man den Streifen vielleicht als Anti-Kriegsfilm bezeichnen, denn es wird eigentlich nicht gekämpft, nur die stumpfsinnige Eintönigkeit des Alltags in der Wüste gezeigt. Und dabei mutieren die GIs zu infantilen Bubies, die, wenn sie denn gesund heimkommen, Nobodys sind und bleiben.
  • 24.07.2009 Bewertung: stern stern stern stern stern
    • goldischerZwerg | Jarhead (2005) - mag den nochmal im Kino sehen!
    • Hier wird eine Gruppe Scharfschützen im Irakkrieg porträtiert - und das mal auf einer etwas anderen Art.

      Dieses Filmchen ist bildgewaltig und der moderne Soundtrack/Score ist absolut genial.

      Leider kommt der Film auf meinem Pups-Fernseher mal gar nicht zur Geltung. Mag den nochmal im Kino schaun! :)
    • 17.09.2008 Bewertung: stern stern stern stern stern
      • Fox Mulder | Beeindruckende Bilder
      • Ein sehr interessanter Film. Man bekommt wirklich sehr gut zu sehen, wie es damals im Golfkrieg war und vor allen Dingen womit die amerikanischen Marines zu kämpfen hatten. Jarhead bietet einem grandiose Bilder. Teilweise wirklich sehr beeindruckend wie Sam Mendes da die Wüstenatmosphäre in tolle Bilder ummünzt. Das gelingt ihm einfach auf ganzer Länge. Beispielsweise die beeindruckenden Ölfelder die angezündet wurden oder aber auch ganz einfach die weite nicht enden wollende Wüste. Die Szene in der die Marines auf ein paar Kuwaitaner mit Kamelen treffen finde ich atmosphärisch wie visuell erstklassig. Wer auf bildgewaltige Filme steht, der wird mit dem Film auf jedenfall seine helle Freude haben. Storytechnisch könnte man jedoch ein wenig enttäuscht werden. Der Film hat nämlich keine nennenswerte Handlung. Schlussendlich weiss man ja eh wie der Krieg geendet hat, zumindest vorläufig, und somit konzentrierte sich Mendes auf ganz andere Aspekte. Nämlich die eben schon genannte Atmosphäre und vor allem die Charaktere. Amerikaverfechter werden blitzartig verstehen, was der Film sagen möchte. Krieg zerstört Leben. Egal ob man ihn überlebt oder nicht. Von den Schauspielern gefällt mir Jake Gyllenhaal am besten. Seine Darbietung ist einfach durchgehend überzeugend. Er kann die ganze Palette der Gefühle zeigen und darf in diesem Film eindeutig sein grosses Schauspielkönnen einmal mehr unter Beweis stellen. Gut fand ich ebenfalls Peter Sarsgaard, auch wenn ich ihn sonst nicht so gerne sehe. Jamie Foxx jedoch finde ich ein wenig fehlbesetzt. Ihm nehm ich eher den coolen Typen ab, aber einen strengen Marinekommandant sicher nicht. Da hätte man durchaus einen besser geeigneten Schauspieler finden können. Nur weil er einen Oscar gewann ihn auch gleich für einen Film unbedingt zu verpflichten find ich immer ein wenig daneben. Aber na ja, ganz so katastrophal ist es aber dann auch wieder nicht. Auf jedenfall schade dass Chris Cooper so kurz kommt

        Für alle die bei einem Antikriegsfilm keine Action brauchen, sind bei diesem Film auf alle Fälle bestens aufgehoben. Der Film hat alles Abseits der Action und ist für jeden einen Blick wert. Ich persönlich würde mir nach diesem Film eine Bewerbung als Marine auf jedenfall zwei Mal überlegen.
      • 18.06.2006 Bewertung: stern stern stern stern stern
        • Darius | Realistisches Bild eines Soldaten im Irak
        • Der Film "Jarhead" erzählt die Geschichte eine US-Soldaten, der neu bei den Marines aufgenommen wird. Nach seiner Ausbildung wird er an die Grenze des Iraks versetzt und wartet dort auf den Ausbruch des Krieges. Als der Irak-Krieg beginnt, ist seine Einheit als eine der ersten im Feindesland und der Krieg schneller gewonnen als angenommen. Einige Soldaten kommen nicht einmal dazu, einen Feind zu töten. Die Enttäuschung sitzt tief, doch zurück in der Heimat ist kaum noch etwas wie früher.

          Der Regisseur hätte schon fast eine Dokumentation aus diesem Film machen können, so realistisch erscheint das Bild, welches von den US-Soldaten vor dem Ausbruch des Irak-Krieges gezeichnet wird. Der Zuschauer wird nicht mit Aussagen wie "Ich gehe in den Irak um mein Land zu verteidigen" gelangweilt, sondern es wird gezeigt, wie elend es sein kann, mehrere Monaten Mitten in der Wüste auf seinen Einsatz zu warten.

          Wer einen Actionfilm erwartet, der wird enttäuscht werden. Zwar wird die Ausbildung der Marines in Teilen gezeigt, zu echten Kampfhandlungen kommt es aber nicht. Wer aber einen anspruchsvollen und interessanten Anti-Kriegsfilm sucht, der sollte Jarhead eine Chance geben.
        • 02.06.2006 Bewertung: stern stern stern stern stern
          • DaMikstar | Welcome to the suck!
          • Ich war echt begeistert! Ich denke jetzt aber nicht, daß er unbedingt ein Anti-Kriegsfilm sein möchte. Es sind zwar einige Momente vorhanden, wo man die Sinnlosigkeit und Grausamkeit des Krieges sieht (verbrannte Leichen; brennende Ölquellen, die bewacht werden müssen etc), aber andererseits kann ich an der Ausbildung und dem Einsatz jetzt nichts Schlimmes finden, außer daß die Jungs hart trainieren und letztendlich keinen Feindkontakt haben, was wohl nach der Ausbildung sehr deprimierend sein muß. Vor allem als Swoff und sein "Begleiter" 2 wichtige Leute ausschalten sollen und der Lt.Col. ihnen den Schuss untersagt, weil ein Luftangriff geplant ist. Die einzigen Schüsse, die im Kriegsgebiet letztendlich abgefeuert werden, sind die Freudenschüsse auf der letzten Party, als der Krieg vorbei ist. So kommen die Jungs wenigstens mal dazu, etwas rumzuballern und den Frust abzubauen. Finde ich nicht negativ. Das sollten mal dt. Soldaten machen. Was das später an Papierkrieg zu bewältigen gäbe...

            Am Ende erkenne ich bei Jarhead noch ein Wenig Kritik am Verhalten der Menschen gegenüber den Vietnam-Veteranen. Die Golfkrieg-Rückkehrer, die die Ölquellen beschützt haben, wurden gefeiert; nach dem Vietnamkrieg, in dem die Soldaten der Bevölkerung halfen, wurden die Heimkehrer verteufelt und bespuckt, so daß ein Vietnam-Veteran in den Bus der Heimkehrer eingestiegen ist und mitfahren wollte, da ihm dieser Jubel "nach seinem Krieg" nicht zuteil wurde.

            Fazit: Eine reale Darstellung wahrer Ereignisse, die das Leben echter Soldaten in ihrer teilweise sehr langweiligen Situation zeigen. Hervorragendes Kino!
          • 09.02.2006 Bewertung: stern stern stern stern stern
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