FILM REVIEW | Arthur und die Minimoys - Die Rückkehr des Bösen M
Arthur und die Minimoys - Die Rückkehr des Bösen M
Abenteuer,
Fantasy,
Animation
| Frankreich 2009
| INHALTSANGABE
Arthur verbringt die Sommerferien im Haus seiner Großeltern in Connecticut. Die afrikanischen Krieger vom Stamm der Bogo-Matassalai unterziehen den 13-Jährigen einem Aufnahmeritus mit drei Prüfungen, in denen er sich in der Natur bewähren muss. Arthur besteht die Prüfungen mit Bravour und sein Großvater ist mächtig stolz auf ihn. Seine Eltern hingegen kämpfen gegen Bienen und wollen schließlich vorzeitig abreisen. Umsonst versucht Arthur, seiner Mutter zu erklären, dass das nicht geht: Denn an diesem Abend ist der zehnte Vollmond, und er will endlich wieder die Minimoys besuchen, vor allem Prinzessin Selenia.
Da bekommt Arthur einen Hilferuf, geschrieben auf einem Reiskorn. Die Minimoys sind in Gefahr, glaubt er, und rennt seinen Eltern weg, in den Garten, und selbst ein Schatten über dem Mond um Mitternacht kann ihn nicht davon abhalten, schließlich als transformierter Winzling mit silberner Haarmähne in die Bar von Max zu plumpsen. Zunächst muss er den entführten Prinzen Beta befreien. Bei den Minimoys erfährt Arthur, dass der Hilferuf nicht von ihnen kam, sondern eine Falle war: von Maltazard, dem vertriebenen Herrscher von Nekropolis, der Prinzessin Selenia in seine Gewalt gebracht hat.
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| FILMKRITIK
Das quirlige Fantasyabenteuer von Regisseur und Drehbuchautor Luc Besson geht in die zweite Runde, und das Wiedersehen mit all den Realpersonen und Animationsfiguren macht Freude. Wer den ersten Film noch verwirrend fand mit seiner überquellenden Fülle von Ideen und Szenarien, kann diesmal bereits als Insider die verschiedenen Welten genießen, die Arthur besucht. Die Geschichte enthält erneut Umwelt- und Naturschutzthemen, flippige Vergnügungswelten aus dem jugendlichen Kosmos und turbulente Abenteuer mit Insekten, die unter anderem als Fahrzeuge dienen.
Die ungefähr zwei Millimeter großen Minimoys im Garten von Arthurs Großeltern haben am Anfang des Films sehr viel zu tun: Es werden Beeren gesammelt und Wassertropfen transportiert und ein italienischer Koch zetert, weil er für das königliche Vollmonddinner nur die frischesten Zutaten möchte. Dieses für Normalsterbliche unsichtbare Treiben im Gras gibt wieder einen pädagogischen Hinweis auf die Geheimnisse der Natur. In diesem Sinn geht es auch auf einer anderen Ebene weiter, mit den afrikanischen Kriegern, die ihr Zelt in Opas Garten aufgeschlagen haben. Sie bemalen Arthur, erneut gespielt von Freddie Highmore, für den feierlichen Aufnahmeritus. Er hat die drei schweren Prüfungen bestanden, die ihn sozusagen als Sohn der Wildnis, als Bruder von Pflanze und Tier ausweisen. Immer wieder beschwören die Krieger den Einklang mit der Natur.
Arthurs Eltern bekämpfen derweil mit Gift Bienen, die sich in die Nähe des Hauses wagen. Die von Mia Farrow gespielte jugendliche Oma hat diesmal eher eine Nebenrolle in der komplett anwesenden Familie. Das komplizierte Vollmondritual im Garten lässt den Jungen dann erneut zum animierten Wuschelkopf schrumpfen mit den spitzen Minimoy-Ohren. Als erstes trifft er auf den Barbesitzer Max, der aussieht wie ein Rastafari und wieder sein grün rauchendes Getränk serviert, bevor der Ausflug in die neonglitzernde nächtliche Paradise Alley beginnt.
Es ist diese eigenwillige Mischung von Umweltthematik, Kinderabenteuer und jugendlich-urbanem Partyspaß, die Bessons Fantasiewelten auszeichnet. Der animierte Arthur ist zwar kleiner als in seiner Menschengestalt, doch sieht er älter aus, mehr wie sein deutscher Synchronsprecher Bill Kaulitz als wie Freddie Highmore. Und Selenia ist die drahtige, sexy in enges Leder gekleidete Schönheit, die sich unbändig auf Arthur gefreut hat. Man sieht sie in Rückblenden Fitness treiben und Gesangsunterricht nehmen.
Der einzige Wermutstropfen der flippigen Geschichte ist ihr relativ abruptes Ende: Maltazards List ist aufgegangen und er steht in voller Größe auf der Erde, um die Tiere des Waldes sofort zu erschrecken. Das verheißt nichts Gutes, und wie es weitergeht, wird erst der dritte Film der Reihe verraten. Diese Lösung, die beiden gleichzeitig gedrehten Filme 2 und 3 irgendwo in der zeitlichen Mitte zu teilen, ist jedoch allemal besser, als den Zuschauern eine große Überlänge zuzumuten.
| FAZIT
Die reiche Fantasiewelt rund um den Jungen Arthur und die winzigen animierten Gartenbewohner umgarnt erneut mit ihrem eigenwilligen Charme.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung