Der Regisseur Terrence Malick wurde unter Insidern ja nach seinem eindrucksvollen Kriegsfilm als Geheimtipp gehandelt. Er liefert auch hier wieder gute Kampfszenen und eindrucksvolle Landschaftsbilder ab. Auch gewisse ungewöhnliche Einstellungen tragen seine Handschrift. Aber dann so ein Plot: Pocahontas-Aufguss für Unentschlossene. Und wenn sich die ersten Siedler so dämlich und faul angestellt hätten, wäre der Kontinent nie von Europäern besiedelt worden. Colin Farrell schreitet oft wortlos umher und blickt düster-skeptisch drein – die Stirn in Runzeln. Dazu begleitet ein Musik-Gulasch die Handlung bis zur Schmerzgrenze des Erträglichen. Und dann noch der Schluss! Zurück in “The Old World“ bekennt sich die süße Maus zu dem Mann, der doch eigentlich zweite Wahl war. Da lob’ ich mir doch die Fassung mit Gérard Depardieu, in der dieser 1492 das Paradies erobert hat.
16.12.2008
Bewertung:
Flapman| Von der westlichen Art zu leben und von der großen Liebe
Ein hypnotischer und unterm Strich sehr ruhiger und langsamer Film mit unglaublichen Bildern und einer ganz eigenen Erzählweise. Wenn man sich darauf einläßt, zieht einen der Film in seinen Bann und die fast drei Stunden Spielzeit vergehen wie in Trance - wem dies nicht gelingt, der wird zwischenzeitlich sicherlich immer wieder nervös auf den Arschbacken herumrutschend auf die Uhr sehen. (Diese Kritik bezieht sich auf den Extended Cut.)
Wer - Der mit dem Wolf tanzt - mochte, wird vieleicht auch dieses Werk mögen. Wer ihn aber schon gesehen hat, also d.m.dem Wolf tanzt, kennt bereits die gesamte Handlung dieses Films. Schöne Naturbilder kann man sich als Diashow ansehen, mehr bekommt man nicht geboten.
Dieser Film ist zu langatmig und langweilig.
21.10.2006
Bewertung:
Saarbrigger| Tolle Bilder - Keine Handlung - Langweilig
Also ich bin total entäuscht. Das Beste vorweg: Die Aufnahmen und die Kameraführung sind meisterlich. Das bringt dem Film auch die 2 Sterne ein. Aber das reicht nicht für einen guten Film. In 80 Minuten hätte man diese Story genauso gut erzählen.Die Handlung hätte man bequem in einem 5 minütigen Vorspann erzählen können. Bleibt die Frage: Wozu quält man die Zuschauer 135 Minuten lang?
Fazit: Den Besuch kann man sich eigentlich sparen, der Bilder wegen sollte man das Risiko einer vorprogrammierten Extrem Langeweile besser nicht eingehen.