Verschmelzung von Noir-Krimi und Action als kongeniale Umsetzung von Frank Millers Comics. Absurd, ultrabrutal & wunderschön!
18.11.2009
Bewertung:
moviemomo| Farbenfröhlichkeit in mitten der Dunkelheit
Die Optik ist genial. Ähnliches wird man nicht so schnell noch einmal sehen. Erzählperspektive(n), Figuren, Sound, Optik, schwarzer Humor, Gewalt... Alles bis auf das höchste Maß überspitzt. Ich würde dieses Werk eigentlich gerne mit anderen Filmen vergleichen, doch ich vermag nichts zu sagen, als: "Watchmen x2"
dieser film ist einer der coolsten filme die ich gesehen habe.jede minute ist ein genuss.
28.11.2007
Bewertung:
Daemonkiller| In meinen Augen die bislang beste Comicverfilmung.
Ich hab es erst sehr spät geschaft (um genau zu sein erst mit der deutschen DVD Veröffentlichnung) mir diesen Film zu Gemüte zu führen - und ehrlich gesagt bereue ich es heute ein bisschen. Zu gerne hätte ich diese wie ich finde gradiose Comicadadaption auf grosser Leinwand bewundert, doch leider bleibt mir dieses wohl nun für immer verwehrt - aber ein zweiter Teil ist ja Gott sei dank schon in Vorbereitung. Zum Film selber, actionreich, brutal, comichaft und irgendwie verdammt anders! Es ist schwer in Worte zu fassen aber dieser Film zieht einen in seinen Bann, die Story selber ist relativ dünn aber das ist nicht wichtig - trotzdem ist die Sache in meinen Augen verdammt genial in Szene gesetzt. Jeden der auch nur im entferntesten etwas mit Comicverfilmungen anfangen kann empfehle ich diesen im Abseits, von "bunten" Verfilmungen wie Spiderman und Hulk, agierenden Film und denke das er nicht enttäuscht sein wird.
Leider konnte ich den Film nicht im Kino schauen, aber dafür habe ich mir die RC1 DVD für relativ viel Geld (für eine Vanilla Disc) schnellstens besorgt. Und ich muß sagen, ich wurde nicht enttäuscht!
Dieser neue Stil gefällt. Der Film komplett in schwarz/weiß jedoch mit einigen farbigen Elementen, die hervorstechen und dadurch eine besondere Betonung auf das jeweilige Element legen. Der Film an sich wirkt dadurch wie ein lebendig gewordener Comic. Die Gewalt ist herausragend. Selten solch einen brutalen Film gesehen, in dem die Darsteller so cool sprechen, handeln, agieren.
Vor allem Mickey Rourke als Marv spielt alle anderen gnadenlos an die Wand und darf dauernd die Mäntel wechseln. :-D
Ich freue mich schon auf die weiteren 2 Teile und die fetten SEs, die als DVDs erhältlich sein werden (aber vermutlich nicht in Good ol' Germany)...
08.11.2005
Bewertung:
metallercrew| Der Film haut ganz schön auf die Kacke
Der beste Film seit Jahren und die beste comicverfilmung seit eh und je. ich kann nur sagen: hut ab vor rodriguez und miller. brutal, gewalt, blut, frauen. endlich mal ein film der seine fsk18 wert ist.
Für mich einer der besten Filme der letzten zehn Jahre. Vor allem deshalb weil er so ist wie kein anderer Film. Hatte in der Zeitung gelesen das der Film sehr brutal sein soll. Doch diese Brutalität steht nicht im Vordergrund. Vor allem deshalb nicht, weil der Film in schwarz/weiss ist und man so kein Blut sieht. Rodriguez und Tarantino haben mal einen Kultfilm entwickelt.
24.08.2005
Bewertung:
-Commander-| Einen Comic kann man nicht 1 zu 1 übernehmen
Robert Rodriguez hat es geschafft einige von Hollywoods Topstars für seinen und Frank Millers Film "Sin City" zu buchen. Das gab natürlich auch eine Menge Publicity. So langsam dachte jeder, dass der Film einfach was besonderes sein muss. Er bricht mit alten Traditionen und sollte etwas Neues bieten. Das tut er auch. Aber muss das immer gut sein? Falls man es noch nicht wissen sollte: Der Film basiert auf 3 verschiedenen Ausgaben der Sin City Comics von Frank Miller, und Rodriguez tat sich mit Frank Miller zusammen um diese Comicvorlagen 1 zu 1 zu verfilmen. Die Bilder der Comics wurden quasi identisch übernommen um den Comic authentisch zu verfilmen. Doch leider haben die beiden dabei eine ganz wichtige Sache übersehen. Sin City ist ein Comic. Ein Comic ist im Prinzip eine recht statische Sache. Die Dramaturgie entwickelt sich auf dem Papier anders als auf der Leinwand. Und genau da liegt der Haken bei Sin City. Der Film will einfach keine Dynamik entwickeln. Die durchaus sehr stylisch übernommenen Bilder sehen wirklich gut aus. Keine Frage. Auch wenn man sich erstmal an den eigensinnigen Stil gewöhnen muß (was mir ehrlich gesagt auch den ganzen Film über schwer gefallen ist). Doch es sind eben nur Aufnahmen. Im Comic hat das einen Sinn. Aber sobald man versucht einen Comic wirklich 1 zu 1 zu übernehmen mangelt es an Dramatik, Dynamik und, im Falle von Sin City, einer guten Inszenierung. Die schwarz/weiß Bilder wirkten einfach sehr leblos, trotz der sehr rabiaten Gewaltdarstellungen. Man möge jetzt vielleicht mit dem Argument kommen, dass auch der Film Noir im Prinzip sehr leblos wirkt, aber der hat den Vorteil, dass er eine Dramaturgie entwickeln kann und sich nicht an ein Comic halten muss. Zudem soll ein Film Noir ja eben trostlos wirken. Ok, das mag Sin City vielleicht auch versuchen zu vermitteln, aber das gelingt einfach nicht. Man muss hier einfach trennen zwischen visueller Umsetzung, die teilweise wirklich gut war, und der Intention was diese Umsetzung versucht zu vermitteln. Bei Sin City ist es einfach nur ein toller Gag alles in schwarz/weiss zu tauchen, ein paar Sachen besonders hervorzuheben und ab und zu auch mal ein wenig Farbe einzustreuen. Hat sicherlich alles seinen Sinn, aber leider bewirkt das einfach nichts. An die comicartige Überzeichnung der Actionszenen kann und muss man sich natürlich gewöhnen, ist ja immerhin eine Comicverfilmung. Doch der Film hat natürlich nicht nur seine visuelle Seite. Der moderne Film soll ja auch akustisch etwas bieten. Und auch hier versagt Sin City bis auf einige Momente kläglich. Nichts bleibt im Ohr hängen und dort wo man wenigstens die Möglichkeit hatte die trostlose Optik durch depressive Klänge zu unterstützen wurde nichts getan. Sehr schade. Auch die Idee gleich 3 Storys in einen Film zu packen hat Sin City mehr geschadet als genutzt. Eine Story über eine Laufzeit von 90 Minuten hätte wohl mehr gewirkt. So erhält man drei eigentlich total zusammenhangslose Storys die vor allem unter den stinklangweiligen Monologen aus dem Off leiden. Auch hier gilt: Im Comic eine tolle Art der Erzählung. Für das Medium Film in dieser Art allerdings absolut nicht brauchbar. Die Dialoge im Film sind eher ein zweischneidiges Schwert. Manche haben echt das Potenzial zum Kult zu werden, aber die Masse ist leider total daneben und hirnlos. Das wirkte nicht cool, sondern einfach nur peinlich. Doch natürlich hat der Film auch seine positiven Seiten. Allen voran natürlich die Garde der Schauspieler und vor allem die Charaktere im Film. Besonders schön war, dass keiner der Charaktere wirklich ein guter Mensch war. Alle haben ihre böse Seite. DAS war dann doch mal eine recht trostlose und negative Charakterzeichnung. Die Jungs und Mädels im Film sind böse und die, die wenigstens noch ein Stück Gutes in sich haben wollen sich an den Bösen rächen, wo wir mal wieder bei der Selbstjustiz sind, also auch wieder Böse. Böse gegen Böse. Interessant. An und für sich sollte man auch positiv bewerten, dass Rodriguez mit Sin City wenigstens den Versuch gemacht hat das Kino neu zu erfinden. Die Optik die dieser Film hat, sollte man versuchen auszubauen. Auch wenn sie mir nicht gefällt so verdient er jedoch den Respekt dafür, die Ästhetik eines Comics visuell eingefangen zu haben. Rodriguez sollte versuchen nochmals einen Film in diesem Stil zu machen, allerdings losgelöst von einer Comicvorlage. Denn das hat dem Film absolut geschadet. Was hat mir der Film gebracht? Ich saß fast 2 Stunden im Kino, habe mich ehrlich gesagt gelangweilt aufgrund der viel zu statischen Bilder. Er hat mich einfach nicht richtig unterhalten. Für Freunde visueller Experimente sicherlich auf jeden Fall einen Versuch wert, für mich als Freund der guten alten guten Erzählkunst eines Leone, Coppola, DePalma allerdings absolut langweilig. Leider wieder ein Film von Rodriguez der im Vorfeld sehr stark gehypt wurde und der mich enttäuscht hat. Dabei bin ich mit halbwegs niedrigen Erwartungen in den Film reingegangen und wurde trotzdem noch enttäuscht.
Ich hatte echt hohe Erwartungen, als ich mich ins Kino gesetzt habe. Als ich draußen war, waren diese bei weitem übertroffen!
OK, die Story bzw. die 3 Storyelemente sind jetzt nicht wirklich anspruchsvoll, aber der Film lebt von seiner bis dato nicht dagewesenen genialen Optik, die einen echt fasziniert!
Wäre der Film nicht in dieser Optik abgedreht, sondern wie ein ganz normaler Film gedreht worden, würde die FSK wohl noch mehr die Hände über den Kopf zusammen schlagen.
Der Film ist echt sehr brutal, dagegen wirkt Kill Bill wie nen Film für den Kindergarten.
Meiner Meinung nach spielt vorallem Mickey Rouke, in der Rolle des Killers Marv, alle anderen an die Wand. Selbst der sonst so coole Bruce Willis kommt hier nicht an Rourke ran.
Fazit: Ein Meisterwerk und die bislang beste Comic Verfilmung!
PS: Die Alba ist einfach zum anbeißen und Frodo kriegt endlich das, was er verdient hat ;-)
Komme gerade von der Vorstellung und bin hin und weg! Ein Hammerfilm! Teilweise ist man echt sprachlos. Nach dem Film, kann mir jeder lahmarschige Tarantino gestohlen bleiben. Rodriguez macht hier alles 10 x besser! Dass der Film ungemein Style hat, muss ich wohl nicht mehr erwähnen. Das sollte langsam jeder selbst gemerkt haben. Mal abgesehen vom Look bietet der Film aber noch viel mehr. Erzählt werden 3 Storys. Bruce Willis, Mickey Rourke und Clive Owen in den Hauptrollen. Zwar haben die 3 Storys nichts gemeinsam, man entdeckt aber immer wieder Charaktere, die in einer Story verprügelt werden und in der anderen wieder auftauchen etc. . Alle Schauspieler liefern eine tadellose Leistung ab. Auch die kürzesten Nebenrollen sind prominent besetzt. Allen Elijah Wood-Hasser empfehl ich den Film gleich doppelt. Wie der hingerichtet wird...So übertrieben, dass ich einfach loslachen musste. Zudem sagt er kein Wort während des ganzen Filmes. Meine Güte hat der Style! Einfach genial besetzt als Psychokiller!! Was den Film eben so genial macht, ist die Brutalität von der er lebt. Wäre das alles in Farbe, würde es wohl kaum einer mehr als eine halbe Stunde aushalten und es wär auch nicht so genial wie jetzt. In meinen Augen ein Meisterwerk. Darf einfach keiner verpassen!
Ich habe diesen Film in den USA im Kino gesehen und kann jedem nur davon abraten. Der Stil des Films ist sehr gewöhnungsbedürftig. Was bei "Sky Captain and the World of tomorrow" noch funktioniert, sieht bei "Sin City" ziemlich schlimm aus.
Die Story ist mehr als konfus und dürfte nur wirkliche Liebhaber des Comics ansprechen. Obwohl ich selbst Filme wie "Godzilla" von Emmerich gerne mag und auch sonst nicht unbedingt höchste Ansprüche an einen Film stelle, ist "Sin City" garnicht mein Fall.
Da ich das Comic nicht gelesen habe, verstehe ich die Charactere und die Hintergründe nicht. Die Welt von "Sin City" bleibt mir unverständlich und Hintergründe werden nicht erklärt.
Als der Film zuende war, konnte ich nur kopfschütelnd den Saal verlassen und mich über die vergeudete Zeit ärgern.