Sam Bell (Sam Rockwell) hat einen Drei Jahres Vertrag für Lunar Industries. Für diese Dauer beaufsichtigt er als einziger Arbeiter den helium-3 Abbau auf dem Mond. Er ist hauptsächlich für die Wartung der Technik zuständig, da die großen Pflugmaschinen ihre Arbeit weitestgehend selbstständig durchführen. Das helium-3 wird zurück auf die Erde transportiert, wo es als Treibstoff genutzt wird. Sams einzige Gesellschaft ist der Computer GERTY (im Original gesprochen von Kevin Spacey), dessen emotionale Spannweite von einem lachenden bis zu einem weinenden Emoticon reicht.
Sam hat eine Frau und eine Tochter, die sich regelmäßig mit Videonachrichten von der Erde melden. Da der Kommunikator kaputt ist, ist eine Live Unterhaltung allerdings nicht möglich.
Sam bleiben noch genau zwei Wochen auf dem Mond. Er ist bereits psychisch und physisch am Ende, hat Halluzinationen und will eigentlich nur noch nach Hause. Doch dann kommt es während der externen Wartung einer der großen Mähmaschinen zu einem Unfall.
Sam ist schwerverletzt und wacht erst Tage später im Regenerationsraum der Basis auf. GERTY kann ihm keine klaren Angaben machen, wie es zu dem Unfall kam und was danach passiert ist, das macht Sam misstrauisch. Zudem erfährt er, dass es ihm verboten ist die Basis zu verlassen bis das Rettungsteam Eliza von der Erde eingetroffen ist. Doch er kann GERTY dazu überreden ihn rauszulassen, und zurück am Unfallort macht er unerwartete Entdeckung, die ihn das gesamte System hinterfragen lässt.
WERBUNG
| FILMKRITIK
Das Science-Fiction Kino wurde bereits mehrere Mal für tot erklärt. Doch es sind Filme wie Moon, die uns eines Besseren belehren und dem Genre neues Leben einhauchen.
Eindeutig an Filme wie 2001: Odyssee im Weltraum angelehnt, leistet Moon mehr, als nur eine bloße Referenz seiner Vorgänger zu sein. Sam Rockwell, der schon in Filmen wie Per Anhalter durch die Galaxis oder Galaxy Quest ins Weltraum flog, findet sich dieses Mal in einem Psychodrama wieder, bei dem er weit über das hinaus wächst, was er bisher gezeigt hat. Der Film, der sich an Filmen wie Lost in Space, Mission to Mars, Solaris oder eben 2001 orientiert, vermag es trotz seiner zahlreichen Zitate, eine komplett neue Geschichte zu erzählen, deren Tiefgründigkeit durch Mark und Bein geht.
Schon bald stellt sich nicht mehr die Frage warum Raumstationen klinisch weiß sein müssen, oder ob GERTY das Nachfolgemodell von HAL ist. Natürlich unterstellt man dem Roboter teuflische Absichten, dazu sind wir durch unsere Sehgewohnheiten zu genormt. Doch Moon gelingt der Drahtseilakt Gebrauch von diesen Erwartungshaltungen zu machen und sich ebenso schnell wieder von ihnen zu distanzieren.
Und ehe man sich versieht, ist man in der spannenden Geschichte gefangen, deren Bandbreite von der Frage nach der Einzigartigkeit des Individuums bis zum Sinn des Lebens reicht.
Die Tiefgründigkeit der Antworten, die der Film gibt, sei einmal dahingestellt. Doch am Ende bleibt vor allem die Einsicht, dass aus einem vermeintlichen Kammerspiel großes Kino werden kann.
Regisseur Duncan Jones, dessen Vater David Bowie ist, legt hiermit ein beachtliches Filmdebüt ab.
| FAZIT
Bewegendes Psychodrama, das die richtigen Fragen zur richtigen Zeit stellt.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung