Chrish| Charmant, humorvoll, aber teilweise derbe Ausdrucksweise
Jennifer Aniston und Kevin Costner gemeinsam in einem Film. Das kann doch nur gut sein, oder?
Meine Freundin und ich gingen jedenfalls mit hohen Erwartungen ins Kino und wären um ein Haar schon nach 10 Minuten wieder aufgestanden, um den Saal zu verlassen. Grund dafür war die derbe Ausdrucksweise von Oma Catherine (Shirley McLaine), die jenseits des guten Geschmacks liegt. Als wir dem Film jedoch noch eine allerletze Chance gaben, präsentierte sich die Komödie plötzlich von ihrer charmanten und äußerst humorvollen Seite. Gegen Ende kamen zwar wieder ein paar Sprüche von Oma Catherine, die sich aber diesmal in Grenzen hielten.
Fazit: Eine charmante Komödie mit viel Humor, wunderschönen Bildern, einigen (teil vorhersehbaren) Wendungen und einem tollen Ensemble. Den Stern-Abzug gibt es lediglich für die geschmacklosen Sprüche zu Beginn des Films.
Irgendwie scheint der Film nicht so richtig zu funktionieren. Zwar ist die Idee, den Streifen an der berühmten „Reifeprüfung“ orientieren zu lassen originell, aber diese Idee wurde nicht gut umgesetzt. Jennifer Aniston wirkt in dem Film teilweise wie versteinert und emotionslos. Es hat sogar fast den Anschein, dass man ihr die Trennungsprobleme von Brad Pitt regelrecht anmerkt. Auch Kevin Costner kommt nicht so richtig in Fahrt und lässt in seiner Rolle als eleganter Gentleman den notwendigen Esprit vermissen. So richtig überzeugen kann hingegen nur die großartige Shirley MacLaine, die in ihrer Rolle als schrullige und kauzige Ex-Verführerin von Kevin Costner sehr zu gefallen weiß. Auch die Handlung bietet keine großen Höhepunkte und auch der für eine Komödie notwendige Witz ist leider viel zu selten.
Leider ist aus „Wo die Liebe hinfällt“ nur schwache Durchschnittskost geworden. Bei dem Film mangelt es einfach an zu vielen Punkten. Nur Fans „Der Reifeprüfung“ und von Shirley MacLaine kann der Film empfohlen werden.