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  • Hardcore: Ein Vater sieht rot

    Thriller | USA 1979
  • Originaltitel:
    Hardcore
    Genre:
    Thriller
    Deutschlandstart:
    ..
    USA Kinostart:
    ..
    Produktionsland:
    USA 1979
    Länge:
    103 Minuten
    FSK:
    ab 16 Jahren

WERBUNG
    • | KURZINHALT

    • Jake van Dorn (George C. Scott) ist ein tiefreligiöser Amerikaner, dessen Tochter Kirsten bei einem Ausflug nach Los Angeles verschwindet. Der Detektiv, der Kirsten finden soll, erfährt, dass sie die Hauptrolle in einem Sexfilm spielt. Um seine Tochter im Pornosumpf wiederzufinden, gibt Jake sich als schwerreicher Produzent aus. Mit der Hilfe der Prostituierten Niki spürt er seine Tochter auf. Aber ist es schon zu spät, um sie wieder nach Hause zu holen?
    •  
    • | CAST & CREW

    Regie:   Paul Schrader
    Buch:   Paul Schrader  
    Musik:   Jack Nitzsche
    Kamera:   Michael Chapman
    Produzent:   Buzz Feitshans  
    Darsteller:   Peter Boyle  
      Dick Sargent als Wes De Jong  
      Marc Alaimo als Taran  
      Season Hubley  
      Leonard Gaines als Ramada  
      George C. Scott  
      Ilah Davis als Kristen VanDorn  
    • | USERKOMMENTARE

    • Jack Torrance| Oh, my God... that's my daughter.
    • In Paul Schraders Thriller aus dem Jahre 1979 spielt George C. Scott den strenggläubigen Calvinisten Jake VanDorn, dessen Tochter eines Tages aus einem Freizeitlager verschwindet. Er beauftragt einen Detektiv mit der Suche, der ihm schließlich in einer von Scott hervorragend gespielten Szene einen Pornofilm vorführt, in dem seine Tochter die Hauptdarstellerin gibt. VanDorn macht sich auf nach LA, um seine Tochter zu suchen. Dort dringt er immer tiefer in das Milieu ein, bis es beinahe zur Tragödie kommt.

      Wo Joel Schumachers "8MM" einen Snuff-Film als McGuffin benötigte, genügte Schrader noch ein "einfacher" Sexfilm, um dem Zuschauer Eintritt in die dunkle Welt des devianten Sex' zu verschaffen. Schrader schafft es jedoch im Vergleich zu Schumacher meistens, die Klippen des exploitativen Plakatismus' zu umschiffen und ein nüchternes Bild der Sexindustrie in den USA der späten Siebziger zu zeichnen.

      Dabei nutzt der Film eine Zeit, als Hardcore-Filme gerade für legal erklärt worden waren und dennoch keiner wußte oder wissen wollte, wer die boomende Branche mit Nachschub versorgte. An jeder Ecke schossen Sex-Shops und Bordelle, in denen "nackter Körperkontakt" angeboten wurde, aus dem Boden.

      Um seine Tochter aufzuspüren, gibt sich VanDorn nach anfänglichen fruchtlosen, an seiner Abscheu scheiternden Versuchen, in besagten Etablissements Auskunft zu bekommen, als Produzent von Sexfilmen aus. Tatsächlich gelingt es ihm schließlich, mit der Hilfe einer Prostituierten, seine Tochter aufzuspüren, dort wo Lust an Gewalt, Sadismus und Tod die Geschäfte bestimmen.

      Der Reiz und letztlich auch die Klasse des Films macht die Gegenüberstellung des strenggläubigen Vaters mit der scheinbar unmoralischen, verdorbenen Welt der Pornoindustrie aus. Hierbei ist es auch Scotts fantastischer Schauspielleistung zu verdanken, das diese Gegenüberstellung bloße Schwarz-Weiß-Malerei vermeidet und eine durchaus differenzierte Betrachtungsweise an den Tag legt.

      Wenn VanDorn auf seiner Suche mit Personen aus dem Milieu zusammentrifft, muß er erkennen, daß manche Ansichten auf beiden Seiten vorhanden sind, sich aber lediglich das Motiv unterscheidet. Immer häufiger wird VanDorn vor die Frage gestellt, inwieweit er sich auf seinen Glauben verlassen und seine Aktionen mit diesem vereinbaren kann.

      "Hardcore" ist ein sehenswerter Thriller mit hervorragenden Darstellern und einem bemerkenswerten Score von Jack Nitzsche.
    • 31.03.2005 Bewertung:
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