Es ist nicht so lange her, dass die Vorstadtkrokodile im Kampf gegen eine Einbrecherbande ihr Hauptquartier in einer Lagerhalle räumen mussten. Damals triumphierten sie gegen die Kriminellen, doch der Standard für ihr neues Lager ist nun sehr viel höher gesetzt als zuvor. Und wie Hannes (Nick Romeo Reimann) richtig feststellt, ohne Hauptquartier sind sie gar keine richtige Bande.
Als sie in einem entlegenen Bergwerk eine Halle finden, die ihren Ansprüchen genügt, ist die Freude groß. Da stört es auch nicht, dass Jorgo (Javidan Imani) gleich mal fast den ganzen Berg mit Dynamit wegsprengt.
Die Krokodile sind älter geworden und sehr viel dichter zusammen gewachsen. Die Querelen zwischen Kai (Fabian Halbig) und Anführer Olli (Manuel Steitz) sind längst beiseite gelegt, zumal Kai in seinem Rollstuhl meist eh viel schneller als der Rest der Bande unterwegs ist. Hannes und Ollis Schwester Maria (Leonie Tepe) können noch immer nicht die Augen voneinander lassen und der Rest der Krokodile, bestehend aus Jorgo, Frank (David Hürten und Peter (Robin Walter) sind schwer beeindruckt von Kais Cousine Jenny (Ella-Maria Gollmer), die den Sommer über auf Kai „aufpassen“ soll.
Doch dann reihen sich in der Firma von Ollis und Marias Eltern (Dietmar Bär und Esther Schweins) die Unfälle aneinander und bald funktionieren seltsamerweise die komplett neuen Maschinen gar nicht mehr. Wenn nicht bald eine Lösung gefunden wird, muss die Firma dicht machen. Und Olli und Maria müssen zu ihrer Großmutter ziehen. Das darf aber nicht sein - denn ohne Olli und Maria gibt es auch die Krokodile nicht mehr! Die Bande fängt an zu ermitteln.
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| FILMKRITIK
Der zweite Teil des Kinderbuchklassikers kommt sehr viel actionreicher daher als Teil Eins vor knapp einem Jahr. Schon während der ersten zehn Minuten müssen sich die Krokodile über Abgründe hangeln und explodierenden Dynamitstangen ausweichen. Dabei bleibt der Spaß aber keinesfalls auf der Strecke. Jorgo und Frank sorgen durch ihre Kommentare für Unterhaltung, während Hannes die Bande immer wieder zu Höchstleistungen antreibt.
Positiv fällt vor allem auf, dass dieses Mal auch die Erwachsenenriege mit den „Kleinen“ mithalten kann. Nora Tschirner, die im ersten Teil noch völlig fehl am Platze wirkte, hat sich mit ihrer Mutterrolle arrangiert und verhilft dem Film zu einigen seiner lustigsten Szenen. Esther Schweins und Dietmar Bär kauft man den Pott-Charme sofort ab und Maria Schader und Smudos kleiner Auftritt fällt zumindest nicht peinlich auf.
Lichtblick ist jedoch Ella-Maria Gollmer, die als zunächst zickige Cousine Jenny, eine bemerkenswerte Wandlung macht. So bleiben sich die Filmemacher auch hier ihrem Thema getreu - es geht um Akzeptanz und Freundschaft. Jenny denkt am Anfang sie hätte Freunde, doch nachdem sie einige Zeit mit den Krokodilen verbracht hat, wird ihr klar, dass in ihrer Scheinwelt gar kein Platz für echte Freundschaften ist. Wieder was gelernt, darf man an dieser Stelle sagen, und das kam noch nicht mal mit dem überhöhten Zeigefinger daher.
Auch ansonsten fällt der Film positiv durch seine gute Inszenierung und dramaturgisch kompakte Erzählweise auf. Es scheint, als hätte Christian Ditter, Regisseur und Drehbuchautor (zusammen mit Neil Ennever), seinen Groove gefunden.
Und gleichzeitig wird auch noch, ganz am Rande, einer der lustigsten Parkservices in der Filmwelt etabliert. Die Angestellten des Nobel Restaurants Luxor sind tatsächlich Heilige - ohne zu murren wird nicht nur das Fahrrad von Hannes Mutter weggebracht, sondern dabei auch noch lässig Hannes‘ Skateboard unter den Arm geklemmt - das ist ganz großes Kino!
| FAZIT
Kommt leichtfüssiger als der erste Teil daher, mit noch mehr Spaß und Action.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung