Der größte Teil des Films dreht sich ums Zocken und ist wohl auch nur für Insider interessant. Es wird zwar versucht mit dem passenden Ambiente und allen nötigen Fachausdrücken die Dramaturgie des Glückspiels einzufangen, doch für Außenstehende bleibt diese Welt ein Buch mit mehr als sieben Siegeln. Der zweite Teil des titelgebenden Sprichwortes lautet ja wohl „Pech in der Liebe“. Doch das trifft hier keineswegs zu. Man ahnt das Happy End. Also sollte es der Vollständigkeit halber im Untertitel wohl heißen „Und auch Glück in der Liebe“. Allein das Verhältnis zwischen Vater (Robert Duval) und Sohn (Eric Bana) rechtfertigt vielleicht das Anschauen. Beide verbindet das Pokerspiel. Aber es ergeben sich auch oberflächliche Probleme. Und dazwischen steht Drew Barrymore als schmückendes Beiwerk, das verhindert, dass es ein reiner Männerfilm wird. Und am Ende fragt man sich, ob die Lovestory oder das Zocken hier wichtiger sind? Oder das eine nur als Transportmittel für das andere dienen soll. Egal! Beides nicht so wichtig. Da gibt es bessere Filme über Glückspiele.
Ich muss gestehen ich mag solche Sportfilme einfach sehr gerne. Sicher bedienen sie sich den meisten Klischees und bieten immer irgendwie ein ähnliches Ende. Stört mich aber nicht so gross, wenn die Schauspieler so gut aufgelegt sind wie hier und die Pokerszenen wirklich toll in Szene gesetzt sind. Und ein weiterer Pluspunkt des Films ist die atmosphärische Darstellung des Glücksspielmetropole Las Vegas. Zum Teil kann man die Atmosphäre reglerecht spüren. Aber wie gesagt, auch Lucky You folgt ganz klar den Pfaden des Genres und bietet den gleichen Aufbau wie zig andere Filme vor ihm auch schon. Aber er macht Spass, mir auf jeden Fall. Liegt vielleicht auch daran, dass ich dem Pokern nicht ganz abgeneigt bin.