Der Eishockeyspieler Derek Thompson genießt seinen Spitznamen „die Zahnfee“: Mit Inbrunst foult er seine Gegner, die bei solchen Kontakten meistens einen Zahn verlieren. Der sechsjährigen Tochter seiner Freundin will er den Glauben an die echte, gute Zahnfee ausreden, die in der Nacht ausgefallene Milchzähne unter dem Kopfkissen hervorholt und gegen einen Dollarschein austauscht. Nicht nur die Freundin ist empört, auch die Märchenwelt reagiert: Im Schlaf wird der harte Kerl mit Flügeln und Ballettkleid ausgestattet und ins Feenreich entführt.
Dort erfährt Derek, dass er zwei Wochen Strafarbeit ableisten muss, weil er einem Kind mutwillig die Träume rauben wollte. Ein Sozialarbeiter aus dem Feenreich klingelt ihn fortan per Handy mitten aus seinem Alltag. Dann verwandelt sich Derek zwangsweise in das geflügelte Wesen mit den hellblauen Strümpfen und muss lautlos zu schlafenden Kindern schleichen, die einen Milchzahn unter ihrem Kissen deponiert haben. Weil der zynische Derek seine Arbeit nicht mit dem nötigen Ernst verrichtet, gibt es Komplikationen.
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| FILMKRITIK
Die Komödie „Tooth Fairy – Zahnfee auf Bewährung“ mit Dwayne Johnson in der Titelrolle klingt verdächtig nach Blödsinn. Doch die Idee, einen brutalen Eishockeyspieler stundenweise in eine geflügelte Zahnfee zu verwandeln, erweist sich wider Erwarten als fruchtbar für ein witziges Spiel der Gegensätze. Statt dümmlicher Niveaulosigkeit werden spaßige Einfälle serviert und die Sprache des Eishockeyspielers bleibt auch unter den Märchengestalten bodenständig.
Die Drehbuchautoren, zu denen auch Lowell Ganz und Babaloo Mandel gehören, beweisen Mut mit dieser absurden Geschichte. Unter der Regie von Michael Lembeck bleibt der muskulöse Modeltyp Dwayne Johnson nicht der einzige skurrile Charakter, wenn er in seiner Feenverkleidung brave Leute in ihrem Heim erschreckt. Derek wird in der Feenzentrale als Bewährungshelfer ein blasser, dünner Mann zugewiesen, der mit seinem trockenen Humor einen guten komödiantischen Buddy für den Sportler abgibt. Der britische Comedian Stephen Merchant verleiht diesem Tracy eine schräge Note. Und im Ausstattungslager trifft Derek einen weißhaarigen Flügelträger, der ihn mit intelligentem Spott aufs Glatteis führt. Billy Crystal spielt den weisen Schnelldenker Jerry, der Derek mit Hilfsmitteln wie Vergessenspulver, Schrumpfpaste und Unsichtbarkeitsspray ausstattet.
Eine Komikebene entsteht, wenn Derek abrupt die Freundin oder die Eishockeymannschaft verlassen muss, weil das Handy einen Auftrag meldet. Denn ob er will oder nicht: Binnen Sekunden sprießen ihm Flügel. Die andere Spaß-Plattform bietet sich bei seinen Einsätzen in fremden Häusern: Mal stößt er als unsichtbarer Eindringling Möbel um, mal hängt sich ein Hund an seinen Flügel oder er weckt ein Kind auf, das beim Anblick des Mannes im Feenkostüm wie am Spieß schreit.
Julie Andrews tritt als Feenchefin auf, die die Einsätze Dereks auf einem Monitor überwacht. Über ihre Argumente, den Kindern die Träume zu lassen, lacht Derek nur. Seit Jahren traut er sich ein foulfreies Spiel aufs Eishockeytor nicht mehr zu. Kindern, die ihn um Autogramme bitten, nimmt er ebenfalls gern die Hoffnung auf die große Sportlerkarriere. Die Komödie bekommt ernste Züge, als der frustrierte Derek den Teenager-Sohn seiner Freundin vor den Kopf stößt. Anstatt wie versprochen mit ihm für einen Musikwettbewerb zu üben, sagt er ihm plötzlich, er werde es ja doch nie zur Rocklegende bringen.
Derek muss sich in seinem Läuterungsprozess gar nicht ins vollständige Gegenteil verwandeln. Seine kleinen Fortschritte belohnt die Feenwelt mit Zugeständnissen, wie dass er zu seinen Flügeln auch die Eishockeymontur anbehalten darf. Der Spaß, den Dwayne Johnson und die anderen an dieser Komödie haben, zeigt wie ernst sie ihr Potenzial zu nehmen wussten.
| FAZIT
Harter Eishockey-Profi wird stundenweise in eine Zahnfee verwandelt: Dwayne Johnson schafft den Spagat in dieser inspirierten Komödie.
| BEWERTUNG
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