Montag | 28. Mai 2012 | 19:01 Uhr
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  • FILM REVIEW | From Paris With Love
  • From Paris With Love

    Thriller, Action | Frankreich 2009
  • | INHALTSANGABE

  • James Reese arbeitet als Assistent des amerikanischen Botschafters in Paris. Heimlich aber nimmt er kleine Aufträge vom CIA an, wo er gerne Agent werden möchte. Dann wird ihm ein erfahrener Agentenkollege zugewiesen, der Amerikaner Charlie Wax. Kaum in Paris angekommen, beginnt dieser einen tödlichen Feldzug gegen asiatische Kokainhändler. Reese schaut schockiert zu, kommt aber auch in gefährliche Situationen, in denen er seine Skrupel verliert. Dann weiht Wax seinen jungen Kollegen in das wahre Ziel ihrer Mission ein: Sie suchen islamische Terroristen, die ein Selbstmordattentat planen.
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      • | FILMKRITIK

      • Nach dem harten Actionthriller „96 Hours“ legen der französische Regisseur Pierre Morel sowie Drehbuchautor und Produzent Luc Besson noch einmal im gleichen Stil nach: Im englischsprachigen „From Paris With Love“ ballert sich erneut ein Amerikaner den Weg frei durch die Stadt an der Seine, die von kriminellen Ausländern heimgesucht wird. Diesmal jedoch hat der Mann keine Tochter, die er befreien muss, sondern einen Agentenauftrag, einen ängstlichen Partner und die Zielvorgabe, enthemmte Brutalität mit Komik zu verbinden.

        Folgt man der Stadtführung von Morel und Besson, so ist Paris ein von Immigranten geschaffener Sündenpfuhl: Dunkelhaarige Kinder lauern mit Schießwaffen in Treppenhäusern voller Graffiti, asiatische Gastronomen bunkern Kokain über der Holzdecke wie Bauern das Heu in der Scheune, Araber basteln in Hinterzimmern Sprengstoffgürtel und rekrutieren einheimische Frauen, die sich damit in die Luft sprengen sollen. Dieses gesetzlose Chaos wartet auf einen schwerbewaffneten Amerikaner, der wie im Krieg um sich schießt, der fern der Heimat keine Hemmungen mehr kennt. John Travolta als kahlköpfiger, bärtiger Lederjackentyp Charlie Wax spielt diese Rolle perfekt.

        Sein gegensätzlicher Partner James Reese ist ein Anzug- und Krawattentyp, den Jonathan Rhys Meyers von Anfang an als zwielichtigen Karrieremenschen darstellt. Dass er heimlich Agentendienste annimmt und sogar seine Freundin Caroline darüber im Unklaren lässt, zeigt eine gewisse opportunistische Abgebrühtheit, die Rhys Meyers schon in „Match Point“ beherrschte. Doch Caroline verankert Reese in der guten Welt, sie steht für seinen Glauben an die Menschheit, während Wax auf die Frage nach der Frau in seinem Leben auf seine Schusswaffe deutet. Zunächst hat Reese an der Seite von Wax die Aufgabe, eine mit Kokain gefüllte Vase herumzutragen, während der supercoole Schütze seine Opfer nicht anspricht, bevor er abdrückt. Reese wundert sich, woher Wax weiß, dass die Erschossenen ebenfalls töten wollten. Die Verweigerung einer schlüssigen Antwort wird als Rausch der Gewalt gefeiert.

        Islamische Terroristen, die westliche Politiker und nichtsahnende Bürger in die Luft sprengen wollen, scheinen sich besonders gut als Feindfiguren für einen solchen Actionfilm zu eignen. Wenn Wax einen Sprengstoffgürtel zündet und aus dem Fenster auf seine Bastler wirft, hat die Szene einen gewissen sprichwörtlichen Witz über Gruben, in die man hineinfällt. Aber in diesem Film ist es die Summe derartig abgebrühter Hinrichtungen, die übel aufstößt, muss man beim Auftritt eines nichteuropäisch aussehenden Menschen bereits erwarten, dass er gleich erschossen wird.
      • | FAZIT

      • Regisseur Pierre Morel lässt John Travolta auf böse Ausländer schießen, die Paris mit Drogen, Graffiti und islamischem Terrorismus überziehen.

      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

      Wertung: 7.7/10 (7 votes)

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