was für ein grottenschlechter film!leider habe ich mir das angetan und den film bis zum bitteren ende angeschaut.mein fazit:eine langweilige story,jede scene vorhersehbar,unterdurchschnittliche schauspieler u.s.w.,aber eine gute sache hat der film - man kann während des films sehr schnell einschlafen.
Ein neues Passagierschief, natürlich das größte und beste auf allen Meeren, befindet sich zu Sylvester auf See. Pünktlich um Mitternacht wird das Schiff von eine riesigen Welle erfasst, kippt und dreht sich um. Der Überlebenskampf beginnt...
Ohne Zweifel, diesem Film ist das hohe Budget anzusehen. Die Special Effekts, die bekannten Schauspieler, die tollen Bilder... alles vom feinsten. Leider wurde mehr Arbeit in die Hochglanz-Präsentation gesteckt, als in das Drehbuch. Denn die Geschichte ist vorhersehbar und birgt kaum neues. Offenbar hatte jemand Titanic gesehen und kam auf die Idee, eine Abwandlung darüber zu verfilmen.
Dabei verzichtet "Poseidon" auch gleich auf die Liebesgeschichte und konzentriert sich vollständig auf die Action. So toll das auch im Kino oder daheim aussehen und in DTS/Dolby Digital klingen mag, am Ende stellt der Zuschauer fest, es fehlte etwas. Ähnliche Kritik wurde auch dem Film "Godzilla" zuteil, beide lassen sich gut vergleichen.
Wem die Handlung von "Godzilla" (2005) ausreichte, der wird sich über die Story von "Poseidon" nicht beschweren.
Der deutsche Hollywoodregisseur Wolfgang Petersen hat sich mit „Poseidon“ an ein Remake des Katastrophenfilms „Poseidon Inferno“ herangewagt. Das ist aber immer auch ein wenig gefährlich, denn das originale Urgestein aus dem Jahr 1972 genießt unter vielen Fans mittlerweile Kultstatus. So ist es auch kaum verwunderlich das Petersens „Poseidon“ dem Klassiker nicht das Wasser reichen kann. Dies liegt hauptsächlich an der quasi nicht vorhandenen Story und der fehlenden Ausarbeitung der Charaktere. Zu kurz werden zu Beginn des Films die Charaktere vorgestellt und anschließend wechseln sich die sehr gelungenen Special Effects von Problemort zu Problemort in einem zu schnellen Tempo ab, so dass der Zuschauer keine Zeit hat um mal wenigstens kurz zu verschnaufen.
Durch die ununterbrochenen Action- und Entscheidungssequenzen gewinnt der Streifen ein hohes Maß an Detailspannung, die aber auf Kosten der Gesamtspannung und der ruhigen bzw. informativen Szenen gehen. Dadurch werden die Charaktere austauschbar und die Handlung verkommt zu einem pompösen B-Actionfilm.
Wer Nervenkitzel und Action fast ohne Unterbrechung sucht, dem dürfte „Poseidon“ gut gefallen. Jedoch nagen die dadurch minimierte Handlung und die fremdwirkenden Charaktere an der Qualität des Films.
Nicht jeder Film muss auch zwingend eine inhaltsschwere Charakterdarstellung sein. Wer einen solchen Film zu sehen wünscht, ist mit POSEIDON sicherlich nicht gut beraten. Insofern finde ich die Filmkritik auf der Hauptseite aber nicht besonders glücklich.
Man sollte einen Film wie POSEIDON maßgeblich anhand der Optik, Spannung und Action bewerten. Hat man eine homogene Mischung aus diesen Zutaten, so sieht man einen ordentlichen Popcornmovie. Dieses Rezept geht im jüngsten Werk von Herrn Petersen gut auf. Die Special-Effects sind durchweg ordentlich, der Spannungsbogen bleibt eigentlich über die Spieldauer des ganzen Films bestehen und die Actionsequenzen sind sinnvoll gestreut und vor allem gut in Szene gesetzt. Die Einführung der Personen und auch die Interaktionen untereinander sind dabei solide dargestellt. Wie bereits oben angedeutet sollte man allerdings weder Tiefgang erwarten, noch wird man einen solchen finden. Ich fand den Film jedenfalls so spannend, dass er mich selbst nach einem harten und langen Tag in der Spätvorstellung noch fesseln konnte.