Montag | 28. Mai 2012 | 14:55 Uhr
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  • FILM REVIEW | Nine
  • Nine

    Drama, Musical | USA 2009
  • | INHALTSANGABE

  • Der italienische Meisterregisseur Guido Conti steht kurz vor dem Drehstart seines neuesten Werkes. Sein Problem dabei: Er hat noch immer keine Ahnung, wovon der Film eigentlich handelt. Ein Drehbuch existiert ebenso wenig wie eine zündende Idee. Und dabei erwarten alle die ihn umgeben Großes von ihm. Ganz besonders die Presse, vor der er vergeblich zu fliehen versucht.

    Doch nicht nur von den Reportern fühlt er sich belagert, auch von zahlreichen Frauen. Seine Geliebte fordert, ihn häufiger sehen zu dürfen, während sich seine Ehefrau erst recht vernachlässigt fühlt. Auch seine bereits verstorbene Mutter taucht in regelmäßigen Abständen in seinen Gedanken auf ohne ihm wirklich weiterhelfen zu können. Zusätzlich macht ihm eine aufgeweckte Reporterin den Hof und als wäre das nicht schon genug, droht ihn seine Muse und liebste Hauptdarstellerin zu verlassen.

    Fest in den Fängen der Midlifecrisis hängend steigert sich Guido Conti in seine Lüge vom großen Meisterwerk hinein, bis es kein Zurück mehr gibt und die gesamte Fassade über ihm zusammenbricht. Doch damit ist das Ende noch nicht erreicht.
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      • | FILMKRITIK

      • Bereits der Cast von "Nine" liest sich wie die Nominierungsliste für die Academy Awards. Neben Daniel Day-Lewis finden sich Penelope Cruz, Nicole Kidman, Sophia Loren, Judy Dench, Kate Hudson und Marion Cotillard auf Rob Marshalls Musicalbühne wieder. Es scheint so, als rissen sich die Stars regelrecht darum für den ehemaligen Broadway-Choreografen das Tanzbein zu schwingen. Auch wenn dieser mit seinem neuesten Film nicht gerade ins Schwarze trifft.

        Denn ob sich die Zuschauer tatsächlich für die Lebenskrise eines erfolgsverwöhnten Meisterregisseurs, dem attraktive Frauen gleich reihenweise schicksalsergeben zu Füßen liegen interessieren werden, ist fraglich. Immerhin geht es in dem fast zwei Stunden währenden Film um nichts anderes als die Tatsache, dass ein Regisseur eine Idee sucht und keine findet. Ein wirres Kunstwerk durchzieht seine Träume und lässt sich auch mit größter Mühe nicht in einen Film zwingen. Wäre "Nine" nicht angelehnt an Federico Fellinis "8 ½" man könnte glatt vermuten, Marshall verfilme hier seine eigene Krise.

        Sicher, Glamour verströmt der Film auf jeden Fall. Und die ausgereiften Choreografien sind mitreißend und werden vor pompösen Kulissen ausgeführt. Wobei die Tanzeinlagen aufgrund des schnellen Schnittes eher den Charme von Musikvideo-Clips verströmen. Dass Stacy Ferguson von den Black Eyed Peas die einzige ausgebildete Sängerin ist, hört man. So bildet ihr Auftritt den musikalischen Höhepunkt des Films. Der Rest des Chors schlägt sich tapfer, überzeugt aber eher durch äußere Attraktivität als stimmliche Qualität. Auf letztere wird angesichts sich sexy räkelnder Schönheiten aber ohnehin kaum jemand achten.

      • | FAZIT

      • "Nine" glänzt durch seinen Glamour, zahlreiche Stars und ausgereifte Choreographien, weiß aber ansonsten nicht wirklich zu überzeugen.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Anke Hermann

      • | Userwertung

      Wertung: 1.0/10 (1 vote)

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