Sal, Eddie und Tango sind Polizisten im Dienst auf den Straßen von Brooklyn, dem wohl bekanntesten heruntergekommenen Stadtteil New Yorks. Doch auch wenn sie alle drei im Endeffekt für den gleichen Arbeitgeber ihr Leben aufs Spiel setzen, kreuzen sich ihre Wege nur am Rande.
Sal (Ethan Hawke) gehört zu einem Spezialkommando, das dafür zuständig ist Dealer hochzunehmen und Drogengelder sicherzustellen. Er selbst ist auf das kleine Gehalt eines Polizisten angewiesen, womit er sich und seine Familie kaum über Wasser halten kann. Als seine Frau erneut schwanger wird und diesmal sogar Zwillinge erwartet, kann Sal nicht länger der Versuchung erliegen, die von den Reichtümern der aus dem Weg geräumten Drogendealer ausgehen.
Eddie (Richard Gere) hat längst alle Illusionen verloren, die er sich als junger Polizist von seiner Arbeit gemacht hat. Nach nunmehr 22 Jahren im Dienst, bleibt ihm nur noch eine Woche bis zur Pensionierung. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt wird ihm ein übereifriger Neuanwärter als Partner zur Seite gestellt. Dass Eddie sich aus Konflikten lieber raushält, bringt ihm schnell die Verachtung des jungen Kollegen ein.
Tango (Don Cheadle) schließlich arbeitet seit einigen Jahren undercover. Er hat sich in dieser Zeit in den Reihen einer Gang etabliert und ist aus diesem Grund für seine Arbeitgeber besonders wertvoll geworden. Doch Tango, der aufgrund seines Jobs von seiner Frau verlassen wurde, will sich nicht weiter in zahllosen Lügen verstricken. Daraufhin wird ihm ein Vorschlag gemacht: Er erhält die gewünschte Beförderung. Dafür muss er allerdings seinen besten Freund verraten.
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| FILMKRITIK
Bereits der Originaltitel des Films – „Brooklyn’s Finest“ – spiegelt in zynischer Weise das desillusionierte und hoffnungslose Selbstverständnis der Cops wider, die in der brutalen Umgebung Brooklyns Dienst tun. Die düstere Welt, die Regisseur Antoine Fuqua („Training Day“) hier entwirft, enthält viele oft gesehene Klischees. Dennoch scheint auch eine Menge Wahrheit in seinen ebenso schwermütigen wie brutalen Bildern zu stecken. (Inwiefern diese Wahrheit zuerst im Film oder zuerst in der Realität existiert hat, wäre da durchaus mal eine interessante Frage.)
Durch die unterschiedlichen nebeneinander existierenden Episoden nimmt Fuqua verschiedene Blickwinkel auf die Arbeit der Polizisten ein. Die Cops sind dabei weder eindeutig gut noch eindeutig böse. Vielmehr agieren sie in einer Grauzone dazwischen. Inwiefern sich ihre moralischen Haltungen in die eine oder andere Richtung ziehen lassen und inwiefern ihre Handlungen gerechtfertigt – oder sogar vom Staat gefordert sind – ist nie ganz eindeutig.
Besonders spannend ist in dieser Hinsicht die Rolle Ethan Hawkes zu bewerten. Seine Darstellung des moralisch zerrissenen Sal ist die wohl eindrücklichste schauspielerische Leistung des Films. Doch auch Richard Gere und Don Cheadle sind überzeugend, nur bleibt ihnen in ihren zu stereotyp geratenen Rollen kaum Platz für persönliche Glanzleistungen.
„Brooklyn’s Finest“ besitzt einen individuellen Beigeschmack. Mehr allerdings nicht, denn mit einem Film über Polizisten auf den Straßen Brooklyns bringt Fuqua nun nicht gerade eine neue Idee auf die Leinwand. Seine Zielgruppe dürfte der Film dennoch erreichen, auch wenn sie nicht unbedingt mit der Neuerfindung des Cop-Thrillers rechnen dürfen.
| FAZIT
Fuqua bietet mit „Brooklyn’s Finest“ zwar nichts wirklich Innovatives, liefert aber einen soliden und ansprechenden Cop-Thriller, der vor allem Fans dieses speziellen Genre überzeugen dürfte.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung