Montag | 28. Mai 2012 | 15:13 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • New York 2095: die Stadt ist in drei gigantisch übereinander-geschichtete Ebenen geteilt und von echten und synthetischen Menschen, Mutanten und Außerirdischen bevölkert. Während tief unten in den Straßen des Plebs ein bulimischer Serienkiller sein Unwesen treibt, erscheint über dem Central Park eine riesige schwebende Pyramide aus dem Nichts. Der darin gastierende altägyptische Gott Horus hat nur noch sieben Tage, bis er – von den anderen Göttern ausgestoßen – seine Unsterblichkeit verliert. Mit Hilfe des Dissidenten Nikopol (Thomas Kretschmann), macht er sich in der riesigen Metropole auf die Suche der blauhaarigen Jill (Linda Hardy), die nicht ganz Mutantin und nicht ganz Mensch ist und eine eigenartige Transformation durchläuft...
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    • | CAST & CREW

    Regie:   Enki Bilal
    Buch:   Serge Lehman  
      Enki Bilal  
    Musik:   Goran Vejvoda
    Kamera:   Pascal Gennesseaux
    Produzent:   Charles Gassot als Producer  
      Dominique Brunner als Executive Producer  
      Daniel J. Walker als Co-Producer  
    Darsteller:   Linda Hardy als Jill Bioskop  
      Thomas Kretschmann als Nikopol  
      Charlotte Rampling als Elma Turner  
      Yann Collette als Froebe  
      Frederic Pierrot als John  
      Thomas M. Pollard als Horus  
      Derrick Brenner als Jonas  
    • | USERKOMMENTARE

    • Toxie| Extravagant, aber recht überladen...
    • Ich glaube man muss schon etwas für die Comics von Enki Bilal übrig haben, um auch seine filmische Umsetzung honorieren zu können, wobei man ganz klar sagen muss, dass das gesamte Szenario stellenweise arg konstruiert und bedeutungsschwanger wirkt. "Immortal" wird für die Fans des extravaganten, aber recht überladenen Comics eine Offenbarung darstellen, für die anderen aber sicherlich eine viel zu lange Reise durch mystische Gefilde. Dabei geht es hier nicht annähernd so verquast zu wie in Bilals Comics, es dürfte dem Zuschauer sogar leichter zugänglich sein. Dennoch ist dieser Mix aus Science Fiction, Fantasy und religiösem Selbstfindungstrip gespickt mit Motiven der altägyptischen Mythologie immer noch surreal genug, um den Großteil der Kinogänger zu verärgern. Trotz dieser kleinen Ärgernisse wurde mir die Geschichte aber nicht unzugänglich - nein, ganz im Gegenteil, ich fand Bilals Umsetzung von der Geschichte her sogar sehr interessant. Jedoch ist es viel mehr die visuelle Umsetzung mit der ich hadere, denn was uns hier an CGI-Technik geboten wird, ist nahezu mit einem überlangem Intro eines guten Videospiels gleichzusetzen und einfach nicht mehr greifbar. Nahezu die gesamte Welt entsprang aus dem Rechner und lediglich eine handvoll Darsteller müssen sich in ihr behaupten. Dies sieht dann auch noch nett aus, aber sobald CGI animierte Lebewesen oder Menschen auftreten, sieht es einfach nur noch billig und schlecht aus. Ganz genau so, dass es den Spaß am weiteren Verlauf des Filmes verdirbt. Andere, deutlich positivere Kritiken ließen verkünden, dass die Computeranimationen genau in das Bild der Comics passen, was ich aber beim besten Willen nicht untermauern kann. So wunderschön der eigentliche Look des Filmes auch sein mag, umso grauenhafter wirken die Animation der Figuren und können nicht einmal mit denen eines "Final Fantasy" mithalten, der schon einige Jahre mehr auf dem Buckel hat. Die Protagonisten aus Fleisch und Blut, also Thomas Kretschmann („King Kong“ und Linda Hardy, hauchen dem Gezeigten dann doch noch etwas Leben ein, obgleich es ihnen sichtlich schwer fällt, gegen die versammelte Künstlichkeit zu bestehen. Hier wäre weniger deutlich mehr gewesen. Jedoch muss ich für Enki Bilal in einem Punkt auch in die Bresche springen, denn die Kritik, dass „Immortal“ hier von Klassikern wie „Blade Runner“ oder ähnlichen Science Fiction-Legenden klaut, ist in Anbetracht der Tatsache, dass sein Film lose auf zwei Geschichten seiner Nikopol-Trilogie aufbaut, welche zwischen den Jahren 1981 und 1992 entstanden, nicht haltbar und selbst Guillermo del Toro gab in einem Interview an, dass er für sein “Blade 2“ auf Motive von Bilals Trilogie zurückgriff.
    • 12.03.2006 Bewertung:
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