Fünf Freundinnen aus einer Studentenverbindung wollen dem Ex-Liebhaber einer Kommilitonin dessen Untreue heimzahlen und inszenieren den Tod der Betrogenen. Doch der böse Streich geht nach hinten los. Bei der Beseitigung der vermeintlichen Leiche stirbt das Mädchen tatsächlich. Der eigenen Karriere wegen beschließen die Mitglieder der Schwesternschaft, den Vorfall zu vertuschen und die Tote in einem Schacht verschwinden zu lassen. Doch ein halbes Jahr später meldet sich bei den Schuldigen ein Unbekannter per SMS und kündigt Vergeltung an.
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| FILMKRITIK
Auf der Suche nach neuen Quellen für Horror-Remakes greifen die Produzenten jetzt schon zu Werken, von denen man hierzulande kaum je hörte. Mark Rosmans „The House on Sorority Row“ von 1983 gehört zu jenen typischen Achtziger-Slashern, in denen ein dummer Streich mit Todesfolge eine Serienkiller-Offensive nach sich zieht. Allerdings lehnt sich das Remake, in Amerika programmatisch am 9.9.09 gestartet, nur vage an die Ausgangssituation des Originals an, das mit dem Unfalltod der ungeliebten Direktorin eines Studentinnenwohnheims beginnt.
Im Remake verkörpert Carrie Fisher als einzig prominente Darstellerin die Leiterin, wobei die füllige Ex-„Prinzessin Leia“ zumindest einige (wenige) effektvolle Sequenzen für sich verbuchen darf. Ums Leben kommt dagegen zu Beginn ein Mitglied der Schwesternschaft, wobei des Opfers Handy, das die schauerliche Tat mitschnitt, offenbar einem verrückten Killer in die Hände fällt. Nach der halbstündigen Exposition zieht dieser die Verantwortlichen, die mehr wie eine Gruppe von Nachwuchs-Unterwäschemodels wirken, sowie manchen Unbeteiligten auf blutige Art zur Rechenschaft. Anders als bei überflüssigen Neuauflagen wie „Stepfather“ oder „Prom Night“ werden die Morde mit einiger Härte in Szene gesetzt und nicht für die „Unrated-DVD“ aufgespart. Auch bei den restlichen Ingredienzien wie einen rockigen Soundtrack, zahlreiche leicht oder gar unbekleidete Mädchen sowie ausgelassene Partyeinlagen hält sich Regisseur Steward Hendler ganz an die Vorgaben des Teenie-Slasher-Genres.
Dazu nimmt der Kamerablick häufiger eine voyeuristische Haltung ein, wobei man dem Remake erfahrenen Ken Seng („Quarantäne“) eine professionelle Leistung, besonders bei einer langen Fahrt durch die erste Studentenfete, attestieren muss. Bei der Charakterisierung greifen die Autoren dagegen auf bewährte Klischees zurück. Aufgrund ihrer moralischen Bedenken avanciert Cassidy (Briana Evigan) rasch zur Sympathieträgerin, während mit Jessica (Leah Pipes) der Prototyp einer egoistischen blonden Schlampe die Gruppe anführt. Als rothaarige Brillenschlange trifft man Rumer Willis, Tochter von Bruce Willis und Demi Moore.
Nicht zufällig erinnert die Story an „Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast“, wobei als Mordwaffe hier ein Wagenkreuz mit eingebauten Messern fungiert. Im Gegensatz zur Aneinanderreihung von Unglaubwürdigkeiten und haarstäubenden Wendungen der früheren Serie wirkt „Schön bis in den Tod“ noch halbwegs nachvollziehbar (nun ja, die Handys funktionieren im entscheidenden Moment wieder nicht, etc.). Vor allem erreicht besonders das letzte Drittel eine hohe Spannungsdichte, obwohl man die Identität des Killer längst erraten kann. Natürlich kündigt die Schlusssequenz einmal mehr eine Fortsetzung an, die uns aber aufgrund des geringen Erfolges vermutlich erspart bleibt.
| FAZIT
Halbwegs passabler Teenieschocker ohne ein Fünkchen Originalität.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung