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    Drama | Frankreich / Israel 2004
  • Originaltitel:
    Va, vis et deviens | Live and Become
    Genre:
    Drama
    Deutschlandstart:
    06.04.2006
    Produktionsland:
    Frankreich / Israel 2004
    Verleih:
    Delphi Filmverleih
    Bilformat:
    1,85:1
    Tonformat:
    Dolby Stereo
    Länge:
    144 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Offizielle Seite:
    www.geh-und-lebe.de

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    • | KURZINHALT

    • Äthiopien Mitte der 80er Jahre. Als es um die Jahreswende 1984/85 zu einer Hungerkatastrophe kommt, gelangen mit Hilfe Israels und der Vereinigten Staaten im Zuge der „Operation Moses“ mehrere Tausend äthiopischer Juden nach Israel – schwarze „Falashas“, die sich selbst als „Bet Israel“ bezeichnen.

      Im Mittelpunkt von Radu Mihaileanus Spielfilm aber steht ein schwarzer „Goi“ – in den Wirren hat ihn seine Mutter überredet, sich als Jude auszugeben, um so dem Hungertod zu entkommen. In Wahrheit gehörte kein einziger seiner Vorfahren jemals zum jüdischen Volk. Der Junge aber gelangt ins Heilige Land. Dort gilt er als Waise und wird von einer sephardischen Familie, die aus Frankreich eingewandert ist, adoptiert. Er wächst in Tel-Aviv auf – stets in Sorge, dass die Wahrheit ans Licht kommen und er als zweifacher Lügner überführt werden könnte. Denn er ist ja weder Jude noch Waise, sondern einfach ein schwarzer Junge.

      So wächst er heran. Er lernt die Liebe kennen, das Judentum, die westliche Kultur, aber auch rassistische Vorurteile und den Krieg in den besetzten Gebieten. Und so wird aus ihm ein jüdisch-israelisch-französischer Bürger – aber nie wird er seine Mutter vergessen und seine ursprüngliche Identität. Er ist ein Äthiopier, der überlebt hat.

      Radu Mihaileanu: „Die Menschen werden allzu oft nach alten und überholten Stereotypen beurteilt: Araber, Juden, Rumänen, Franzosen, Deutsche… Solche Identitäten sind restriktiv und grob. Sie sind einfach falsch. Sie können nicht ausdrücken, wie Kulturen aufeinander einwirken, wie sich individuelle Wege kreuzen und beeinflussen. Dieses Kind, das da heranwächst, ist in meinen Augen das Kind dieses Jahrhunderts. Es schließt einen Kompromiss mit dem Irrsinn der Geschichte. Während des Zweiten Weltkriegs hätte ihm die gleiche Lüge, die ihm 1984 das Leben rettet, ohne Zweifel den Tod gebracht.“
    •  

    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • „Geh und lebe“ von Radu Mihaileanu bezieht sich auf die wenig bekannte „Operation Moses“: Mitte der achtziger Jahre flogen Israel und die USA 8.000 äthiopische Juden aus sudanesischen Lagern nach Israel aus. 4.000 weitere jedoch starben auf ihrem Fußmarsch in den Sudan oder in den Flüchtlingslagern. Die äthiopischen Juden, Falashas genannt, mussten ihre Identität im islamischen Sudan verbergen. Die Flüchtlingslager waren voll von anderen Afrikanern, die wegen Hunger und Dürre ihre Heimatländer verlassen hatten. In Israel stießen die Falashas als einzige schwarze Juden auf zahlreiche Vorurteile. 1991 wurde die Luftbrücke fortgesetzt.
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    •  

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    • Geh und Lebe: Trailer

    • | SZENENBILDER

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Radu Mihaileanu
    Buch:   Radu Mihaileanu  
      Alain-Michel Blanc  
    Kamera:   Remy Chevrin
    Produzent:   Marek Rozenbaum als Producer  
      Marie Masmonteil als Producer  
      Denis Carot als Producer  
    Darsteller:   Roni Hadar  
      Moshe Abebe  
      Moshe Agazai  
      Roschdy Zem als Yoram  
      Raymonde Abecassis als Suzy  
      Rami Danon als Papy  
      Sirak M. Sabahat als Schlomo  
      Yael Abecassis als Yael  
      Yitzhak Edgar  
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