Die großen Erfolge witziger und flotter CGI-Streifen von Pixar und Dreamworks haben nicht nur Folge, dass immer mehr Filme in dieser Hinsicht produziert werden, sondern auch das sich das Genre irgendwann einmal tot läuft, da man immer weniger Neues sieht und innovative Momente deswegen immer schwieriger herauszukitzeln sind. Mit diesem Problem hat auch „Ab durch die Hecke“ zu kämpfen, weil man viele Gags in einer ähnlichen Art und Weise schon in „Madagascar“, den beiden „Ice Ages“ usw. schon gesehen hat. Hinzukommt, dass „Ab durch die Hecke“ auch nicht gerade mit der spannendsten Story gesegnet ist und ziemlich stringent auf sein Ziel zuläuft. Das macht den Film weniger für Erwachsene und somit wohl mehr für Kinder interessant. Dennoch sind einige Pointen für den einen oder anderen Lacher und auch eine Moral weiß die Geschichte zu transportieren.
„Abdurch die Hecke“ kann man nur bedingt als Familientauglich bezeichnen, da er für Erwachsene wohl zu austausch- und vorhersehbar ist. Außerdem kennt man schon viele Gags, wenn man eifriger CGI-Film Kinogägnger ist. Somit ist der Streifen nur für hartgesottene Fans des Genres zu empfehlen.
Nach Shrek und Madagascar nun der nächste Animationsstreifen aus dem Hause Dreamworks. Diesmal wird hier allerdings der Comic Strip von Autor Michael Fry und Zeichner T Lewis als Vorlage verwendet.
Ab durch die Hecke erzählt die Geschichte von Richie dem Waschbär, der Vincent, einem Bären, eine kleine Wagenladung Futter schuldet. Mit Hilfe von Hammy dem Eichhörnchen, Verne der Schildkröte, Stella das Stinktier, einer Igel Familie und Vater und Tochter Opossum versucht Richie das Futter von dem Menschen zu stehlen, was ihnen natürlich nicht so leicht gelingt.
Karey Kirkpatricks Script (Chicken Run) ergänzt Tim Johnson Regie (Antz) ideal. Der Film ist offenbart von der ersten Minute ein wahres Gag Feuerwerk. Sind im Original noch Bruce Willis, Gary Shandling, Steve Carrell als Sprecher tätig, kann die deutsche Version immerhin mit Bernhard Hoëcker, Ralf Schmitz und Jeanette Biedermann aufwarten und diese machen ihren Job überraschend gut. Vor allem Hoëcker überrascht durch seine zurückhaltende Arbeit. Dass hier mehr Wert auf die Charaktere gelegt wird ist ein großer Pluspunkt des Films und hebt ihn wohltuend von anderen Animationsfilmen ab. Weder kommt allzu große Langeweile auf, noch nervt der Film mit überbordender Moralvorstellung im Stile von „Findet Nemo“. Ebenso zünden alle Gags, sei es Situationskomik oder Dialoge, erinnern große Vorbilder wie Orson Welles und sind fast nie offensichtlich oder vorhersehbar. Klarer Gewinner der Tierbande ist Hammy das Eichhörnchen, das gerade zu Scrats (Ice Age) sprechender Klon sein könnte. Alles in allem eine sehr gelungene Komödie für die ganze Familie, oder besser gesagt sind generationsübergreifende Lacher garantiert und katapultiert sich auf Platz Eins der Animationsfilme.