Natürlich musste nach dem Überraschungserfolg des Erstlings ein Sequel folgen und hat man nicht zu hohe Ansprüche, dann kann auch der zweite Teil des Saw-Franchise gefallen.
Leider folgt auch "Saw 2" den Regeln der Fortsetzungen: mehr Blut, mehr Opfer, dafür aber weniger Überraschungen. Hat man sich aber erst einmal damit abgefunden, dass bei der Fortsetzung mit keinen Innovationen gerechnet werden darf, dann bereitet der Film durchaus Spaß.
Im Gegensatz zum dritten Teil der Reihe weist "Saw 2" noch eine Handlung auf, allerdings stehen die Gore-Szenen deutlich im Vordergrund und fallen deutlich expliziter aus als noch im ersten Teil. Leider führt das dazu, dass Spannung und Grusel ein wenig auf der Strecke bleiben und statt dessen der Ekelfaktor deutlich angestiegen ist - wenn auch in noch erträglichem Maße.
Herausragend ist allerdings - wie schon im ersten Teil - das Ende, das dann tatsächlich furchteinflößend, wenn auch wenig überraschend ist, wenn man "Saw"-bewandert ist.
Alles in allem ist "Saw 2" sicherlich kein Meisterwerk, aber immerhin ein guter und trotz allem sehenswerter Vertreter des Genres.
13.12.2007
Bewertung:
-Commander-| Leider nicht so gut wie der Vorgänger
Saw II hatte ein wesentlich höheres Budget als der Vorgänger und das sieht man diesem Film auch an. Dadurch wurde es dem Zuschauer ermöglicht mehr blutige Effekte zu bestaunen. Doch leider kann der Film nicht die Klasse seines Vorgängers erreichen. Das größte Problem besteht wohl darin, dass man bei Saw noch wusste, dass der Jigsaw-Killer die Menschen quasi "heilen" wollte, im Sequel jedoch fällt es einem angesichts der extrem brutalen Fallen recht schwer das zu glauben. Die Überlebenswahrscheinlichkeit tendiert doch teilweise wirklich gegen null. Dadurch wird einiges der Genialität des Vorgängers bei Seite beschoben. Natürlich ist der Film immer noch gut und es gibt auch hier wieder eine Menge wirklich verstörender Szenen. Aber es ist halt das Schicksal eines Sequels sich am Original zu messen. Und die Originalität geht halt etwas verloren. Der Storytwist am Ende ist jedoch auch mal wieder sehr ausgefallen und kann durchaus überzeugen.
Saw 2 ist eigentlich lediglich eine Weiterführung seines Erstlings. Natürlich von der Machart noch ein wenig raffinierter und die Spiele des Jigsaw Killers sind noch fieser. Teilweise wirklich harte Szenen die einem im Kino offenbart werden. Alte Bekannte sind Tobin Bell als Jigsaw und Shawnee Smith als erneutes Opfer. Auch im zweiten Teil ist das Ende wieder wirklich sehr gut geraten und bietet reichlich Gesprächsstoff. Logiklöcher hin oder her, an Spannung ist der Film nicht leicht zu überbieten. Wirklich enttäuschend waren aber die Schauspieler. Keiner konnte mich wirklich überzeugen. Dort merkt man dem Film sein kleines Budget an, haben viele der Schauspieler eher B-Movie Charakter oder sind uns eher aus Serien bekannt. Ein weiterer wichtiger Punkt des Filmes ist seine Gewaltdarstellung. Die Brutalität des Films lässt jedenfalls nicht lange auf sich warten, besticht ja schon die Anfangssequenz durch eine abgrundtief fiese Idee. Da wird man gleich ins kalte Wasser geworfen und jeder kann sich ein Bild machen, was ihn erwartet. Dann kann auch jeder selbst urteilen, ob er sitzen bleiben will, oder doch lieber wieder rausgeht.
Was mich sonst noch ein wenig störte waren auch die Dialoge. Nachdem man zum 10ten Mal „Halt doch deine Fresse“ oder „Verpiss dich doch“ hört, geht einem das gehörig auf den Sack. Auch diese Musikclip erinnernden Szenen braucht es nicht unbedingt. Was übrig bleibt ist ein durch und durch spannender Schocker mit einem tollen Ende. Verglichen mit dem ersten Teil bietet der zweite aber nicht viel Neues. Er ist eben einfach fieser, blutiger und bietet wieder einen schönen Cliffhanger. Alles andere wär ja aber auch langweilig, nicht? Anscheinend ist ja ein dritter Teil fest in Planung. Ich bin mir da aber überhaupt nicht sicher, ob ich mich darüber freuen oder ärgern soll…
In den Vereinigten Staaten ist „Saw 2“, das Sequel zu dem letztjährigen Überraschungshit „Saw“ hochgelobt worden. Jedoch vermag es „Saw 2“ nicht an die Qualität seines Vorgängers anzuknüpfen. War „Saw“ noch ein geschickt und mit vielen Überraschungen inszenierter Horror- und Psychthriller, gehen bei „Saw 2“ diese positiven Elemente fast gänzlich verloren. Bei „Saw 2“ ist die Erzählstruktur recht stringent und ohne größere Überraschungen. Die Fallen und Spiele des „Jigsaw“ werden von den Probanten allesamt recht plump und ohne Überlegung ausgelöst, so dass auch hier der Nervenkitzel fehlt. Zwar mag die Story insgesamt und vielleicht das halbwegs gelungene Ende noch etwas unterhalten, aber in Bezug auf den genialen „Saw“ ist „Saw 2“ in die gefährliche Mühle der Sequel-Zerschredderung hineingeraten und kann bestenfalls noch als mittelmäßig angesehen werden.
Fans von „Saw“ kann der Streifen nur bedingt empfohlen werden, da „Saw 2“ das hohe Niveau seines Vorgängers nicht halten kann. Somit verkommt „Saw 2“ zu einem mittelmäßigen Psychothriller, der oberflächlicher, weniger unterhaltsamer und mit weitaus weniger Nervenkitzel ausgestattet ist, wie sein Vorgänger.
Dem zweiten Teil sieht man an, daß ein größeres Budget vorhanden war, da nun nicht mehr wie im ersten Teil bei den überaus blutigen Verstümmelungen und Tötungen die Kamera schwenkt, sondern direkt drauf hält und man in teilweise sehr blutigen Einstellungen sieht, was die Fallen anrichten. Dadurch verliert der Film in meinen Augen etwas an Genialität, die den ersten so auszeichneten.
Ich frage mich jedoch, ob hier nun die Opfer bestraft oder gerettet werden sollten, da im Gegensatz zum ersten Teil kaum eine Chance auf Überleben der Fallen gegeben ist.
Auch fehlten mir 1-2 andere Dinge, die ich aber nicht näher ausführen kann, um nicht zu spoilern.
FAZIT: Gemeine, teilweise aussichtslose Fallen und ein leider etwas vorhersehbares Ende lassen nicht die volle Punktzahl zu. Dennoch für eine Fortsetzung genial und hart!