FILM REVIEW | Date Night - Gangster für eine Nacht
Date Night - Gangster für eine Nacht
Action,
Komödie,
Romanze
| USA 2010
| INHALTSANGABE
Die Ehe von Phil und Claire Foster ist in Routine erstarrt. Am Ende des Tages sind beide zu erschöpft von Arbeit, Kindererziehung und Haushalt, um sich einander zu widmen. Auch der wöchentliche Ausgehabend ist eine Pflichtveranstaltung. Eines Tages aber lädt Phil Claire in das angesagteste Restaurant in Manhattan ein. Dort warten die beiden an der Bar, weil sie nicht reserviert haben. Die Bedienung ruft vergeblich nach den Tripplehorns, also setzen sich die Fosters unter diesem Namen an den Tisch.
Doch noch bevor sie das Essen beenden können, kommen zwei Männer und bitten die Tripplehorns vor die Tür: Sie sollen den Speicherstick herausrücken, den sie dem Gangsterboss gestohlen haben. Umsonst beteuern Phil und Claire, dass sie nicht die Tripplehorns sind. Also führen sie die bewaffneten Männer in den Central Park, wo sie ihnen entkommen können. Doch auf der Polizeiwache erkennen sie die beiden Männer wieder, es sind Polizisten, die offenbar ein doppeltes Spiel treiben. Phil und Claire geraten in Panik und beschließen, die Tripplehorns auf eigene Faust zu suchen.
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| FILMKRITIK
Die beiden zurzeit in TV-Serien erfolgreichen Comedians Steve Carell und Tina Fey spielen in diesem Kinofilm ein Ehepaar, das sich nach ein wenig Aufregung in der erstarrten Beziehung sehnt. Regisseur Shawn Levy lässt den wöchentlichen Ausgehabend von Phil und Claire Foster also einmal völlig aus dem Ruder laufen. Auf der Flucht vor Gangstern werden die beiden auf Actiontauglichkeit geprüft und frischen dabei ihre Beziehung wie von selbst auf. In dieser Verbindung von Ehekomödie und Krimiaction überzeugen vor allem die witzigen Wortwechsel.
Phil und Claire Foster sind am Abend immer müde: Die Arbeit, die Kinder, der Haushalt – und endlich könnte man in Ruhe auf dem Sofa sitzen, wenn nicht der Babysitter käme, weil heute das wöchentliche Ausgehen zu zweit ansteht. Phil und Claire sind diszipliniert, also raffen sie sich auf und gehen einmal mehr in das örtliche Lokal zum Essen. Danach aber endet der Abend wieder nur mit Schlafen. Als ein befreundetes Ehepaar sich trennt, bekommen Phil und Claire Angst vor einem ähnlichen Schicksal. Phil beschließt also, den nächsten Ausgehabend richtig schick zu gestalten. Im teuren Restaurant wird er übermütig und meldet sich, als die Bedienung die Tripplehorns an ihren Tisch ruft.
Die neue Identität hat einen Haken: Zwei Gangster verlangen ganz dringend den Speicherstick, den das Paar gestohlen hat. Als Phil und Claire entdecken, dass ihre Verfolger Polizisten sind, treten sie die Flucht nach vorne an und wollen das Diebesgut finden, um es dem Gangster eigenhändig zurückzubringen. Sie klingeln einen Geschäftskunden von Claire aus dem Bett, der ihnen helfen soll, leihen sich ungefragt seinen Sportwagen, gabeln damit buchstäblich ein Taxi auf und geben sich sogar in einem Sexclub als Stripperin und Zuhälter aus.
Der Dialogwitz auf diesem abenteuerlichen Trip entsteht aus dem Kontrast, dass Phil und Claire zwar richtige Schnelldenker sind, die mit den neuen Identitäten spielen können, dass sie aber dennoch das brave, leicht überforderte Ehepaar bleiben. Also neigen sie auch zum Slapstick und machen vor der Überwachungskamera einer Firma, in die sie einbrechen, keine gute Figur. Fey und Carell karikieren das Ehepaar, das sich mit unattraktiven Sachen wie nächtlichem Zahnschutz und Nasenpflaster plagt, mit liebevoller Ironie.
Die Actionhandlung unterbrechen Phil und Claire immer wieder, um an ihrer Beziehung zu arbeiten. Etwa, wenn sich die wahren Tripplehorns vorbildlich küssen, oder wenn Phil auf den Geschäftskunden von Claire, an dessen Tür sie klingeln, schrecklich eifersüchtig wird. Mark Wahlberg spielt den muskulösen Typen mit nacktem Oberkörper. Die witzigen Ansätze der Handlung aber werden nicht immer unterhaltsam weiterentwickelt, vor allem die Tanznummer im Sexclub wirkt wie ein Pflichtprogramm, weil für Phil und Claire die Herausforderungen der Nacht sonst nicht vollständig wären. Und der Comedystil mit den auf den Augenblick beschränkten Witzen erinnert ziemlich ans Fernsehen.
| FAZIT
Steve Carell und Tina Fey liefern sich einen witzigen Schlagabtausch als Ehepaar, das für eine Nacht ins Gangstermilieu New Yorks gerät.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung