Montag | 28. Mai 2012 | 19:15 Uhr
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  • FILM REVIEW | Cop Out - Geladen und Entsichert
  • Cop Out - Geladen und Entsichert

    Action, Komödie | USA 2010
  • | INHALTSANGABE

  • Jimmy (Bruce Willis) und Paul (Tracy Morgan) sind seit Jahren ein eingespieltes Team. Die beiden Cops arbeiten für das NYPD und bereiten ihrem Boss dank ihrer chaotischen Ermittlungsmethoden des öfteren mal Kopfzerbrechen. Als sie am helllichten Tag in eine Schießerei mit der mexikanischen Drogenmafia verwickelt werden und dabei auch noch die monatelange Ermittlungsarbeit ihrer Kollegen Hunsaker (Kevin Pollack) und Mangold (Adam Brody) torpedieren, reicht es. Die beiden werden für einen Monat ohne Bezahlung suspendiert.

    Dabei steckt Jimmy ohnehin in einer finanziellen Krise. Seine Tochter Ava (Michelle Trachtenberg) will vor den Traualtar treten und die kleine bescheidene Hochzeit wird den alternden Cop ganze 50 Riesen kosten. Zwar hat Avas Stiefvater Roy (Jason Lee) bereits großzügigerweise angekündigt, die Kosten zu übernehmen. Doch so leicht will sich Jimmy seiner väterlichen Pflichten nicht entledigen.

    Schweren Herzens beschließt er seine alte, im Original Zustand verschweißte und äußerst seltene Baseball Sammelkarte zu verkaufen. Doch leider wird der Comicladen just in diesem Moment von dem Kleingangster Dave (Seann William Scott) überfallen.

    Die beiden Cops, ohnehin dank der Suspendierung mit zu viel Freizeit ausgestattet, beginnen auf eigene Faust zu ermitteln. Paul ist zwar nicht ganz bei der Sache, da er der festen Überzeugung ist, dass seine bildhübsche Frau ihn mit dem Nachbarn betrügt, doch Jimmys Dringlichkeit reicht für beide. Sie verfolgen Daves Spur, die sie ausgerechnet zurück zur mexikanischen Mafia führt.

    Mafia Chef Poh Boy (Guillermo Díaz) bietet dem Chaos Duo einen Deal an. Wenn sie für ihn seinen gestohlenen Benz auftreiben, bekommt Jimmy seine Baseball Karte zurück. Die Cops gehen auf den Deal ein und rasseln fortan naturgemäß von einer Katastrophe in die nächste.
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      • | FILMKRITIK

      • Dank Kevin Smith ist die Buddy-Cop-Komödie zurück. Während man sich in den letzten Jahren dankend abgewendet hat um möglichen schlechten Lethal Weapon Imitaten großflächig aus dem Weg zu gehen, darf man sich jetzt wieder über dumm-trottelige Polizisten und bösen zu-wahnsinnig-um-wahr-zu-sein Widersachern freuen. So bemerkt Jimmys und Pauls Boss ganz richtig: „Polizeiarbeit macht man richtig oder man macht sie falsch. Oder man macht sie wie ihr beide.“

        Dabei gelingt es Bruce Willis gekonnt sein einstiges Helden-Alter-Ego zu persiflieren und Tracy Morgan brilliert als Cop mit dem Gemüt eines Neunjährigen. Adam Brody ist von Natur aus komisch und bekommt durch das Understatement von Kevin Pollack eine noch größere Spielfläche. Und Seann William Scott... ist einfach Seann William Scott.

        Damit wir uns richtig verstehen, Kevin Smith, Macher von modernen Klassikern wie Clerks, Dogma und Jay und Silent Bob schlagen zurück, bewegt sich natürlich oft genug auf dem humoristischen Niveau eines Drittklässlers. Da darf Paul minutenlang über seine Exkremente reden, der gefährlichste Autodieb der Stadt ist ein Siebenjähriger und Vorstadtmütter werden schon mal zu gefährlichen Racheengeln. Doch dabei verliert das Script von Robb und Mark Cullen nie an Charme und Originalität.

        Die Dialoge sind angereichert mit selbstironischen Zitaten, altklugen Weisheiten und absurden Wortspielen, die Autofahrten mit Dave, Paul und Jimmy gehören zu den lustigsten Szenen des Filmes, dabei sitzen die drei Charaktere minutenlang äußerst aktionsarm in einem Auto.

        Dazu kommt noch der exquisite Musikgeschmack von Kevin Smith, der die absurde Qualität der Szenen oft auf die Spitze treibt. Jimmy und Paul dürfen zu Beginn des Films in Zeitlupe und zu ,No sleep till Brooklyn‘ von den Beastie Boys einlaufen, der Nachbar von Paul wird schon mal beim Mülltonnen raus stellen von Culture Beats ,Mr. Vain‘ begleitet.

        Schlussendlich bleibt zu sagen, dass dieser Film sicherlich viele Geschmäcker bedient, aber ebenso etliche Menschen abstoßen wird. Wenn man sich auf den Humor herablassen kann, erlebt man wahnsinnig lustigen Film, andernfalls wird man das Kino wohl mit einem resignierten Kopfschütteln verlassen und sich wundern, wo das noch alles hinführen soll. Gleichermaßen ist ,Cop Out‘ eine Bereicherung im manchmal allzu grauen Kinoalltag und gerade deshalb sehenswert.
      • | FAZIT

      • Sicherlich eine Frage des Geschmacks, aber wenn man sich auf den Humor einlässt, ein urkomischer Film.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Laura Samide

      • | Userwertung

      Wertung: 5.4/10 (14 votes)

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