Montag | 28. Mai 2012 | 19:25 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • Eine Frühlingsnacht in Aix-en-Provence. Der komplett verschuldete Galerist Christian Lespinglet (Gérard Jugnot) rettet einen Obdachlosen aus dem Kanal.

      Der Held wider Willen nimmt den glücklosen Selbstmörder, er heißt Boudu (Gérard Depardieu), mit zu sich nach Hause – nur für ein paar Stunden…

      Das unerwartete Aufkreuzen von Boudu wirkt wie ein Windstoß, der das mühsam in Balance gehaltene Kartenhaus, als das man Monsieur Lespinglets Existenz ansehen könnte, fast in sich zusammenstürzen lässt.

      Ein Leben, das klemmt: da ist einerseits seine Frau Isolde (Cathérine Frot), depressiv und unter ständigem Einfluss von Medikamenten und andererseits seine Kunstgalerie, kurz vor der Pleite. Christian Lespinglet ist ein Bourgeois-Bohémien am Rande des Erstickungstods.

      Er läuft seinem verlorenen Charme hinterher, indem er vergebliche Anstrengungen unternimmt, seine Assistentin Coralie (Constance Dollé) zu verführen; und er läuft dem Erfolg hinterher, indem er versucht Hubert (Jean-Paul Rouve), den lokalen Kunstmaler, wieder an die Staffelei zu bringen, den jedoch die Inspiration im Stich lässt.

      Der Wirbelwind Boudu, dessen Aufenthalt bei Lespinglet nur ein kurzer sein sollte, richtet sich in diesem Provisorium ein. Er strapaziert die Geduld und den guten Willen seiner Gastgeber, und er bringt die sensiblen Regeln des Miteinanders zwischen Christian und Isolde, aber auch zwischen Coralie und Hubert gehörig durcheinander. Boudu ist unerträglich. Er ist beleidigend, naiv, egoistisch, hemmungslos. In seinen Sternstunden aber auch poetisch.

      Boudu heilt den Lebensüberdruss, er behebt die Malblockade, und er hilft sogar dem Kinderwunsch auf die Sprünge.
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    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • „Boudu“ basiert auf einem Theaterstück von René Fauchois, das bereits 1932 als Vorlage für einen Film von Jean Renoir diente, 1986 für ein Remake von Paul Mazursky („Zoff in Beverly Hills“). Dem Regisseur von „Boudu“, Gérard Jugnot, war nach eigenen Aussagen aber nicht an einem Remake des Renoir-Films gelegen, sondern an einer neuen Version, in der nur das Thema des ungebändigten Streuners, der in eine bürgerliche Welt eindringt, beibehalten wurde. Die Verrücktheit der Hauptfigur sollte hier eine sanfte werden.
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    • | VIDEOS ZUM FILM

    • Boudu: Trailer

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Geard Jugnot
    Buch:   Philippe Lopes-Curval  
      Rene Fauchois  
    Kamera:   Gerard Simon
    Produzent:   Jean-Pierre Guerin als Producer  
      Geard Jugnot als Co-Producer  
      Veonique Marchat als Producer  
    Darsteller:   Constance Dolle als Coralie Fischer  
      Bonnafet Tarbouriech als Perez  
      Catherine Frot als Yseult Lespinglet  
      Gerard Depardieu als Boudu  
      Geard Jugnot als Christian Lespinglet  
      Jean-Paul Rouve als Hubert  
      Serge Riaboukine als Geronimo  
      Hubert Saint-Macary als Bob  
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