Wer vorausgesagt hatte, dass der Roman von Houellebecq nur sehr schwer zu verfilmen sei, liegt nun vollkommen daneben. Eine interessante mit vielen Stars besetzte Handlung nimmt den Zuschauer von Anfang an gefangen und hält ihn nicht unbeeindruckt bis zum Ende fest. Durch die Sozialkritik auf die Hippies und Aussteiger der siebziger Jahre bekommt das Ganze auch noch eine humorvolle Seite. Das größte aber ist der Schluss, der so genial optisch umgesetzt worden ist, dass er - obwohl eigentlich tragisch - uns versöhnlich zurücklässt. Das ist besser gelungen als im Roman, der diese Möglichkeiten nicht hatte. Vor allem Moritz Bleibtreu und Martina Gedeck in ihrer schärfsten Rolle spielen besonders ergreifend. Gelungen und gekonnt gemacht.