Blutiger Horror-Trash, prominent besetzt. Es ist ja wohl der Sinn des Films, die Zuschauer zu schocken. Und das tut er auch. Trotzdem bleibt eine langweilige, weil eintönige Handlung übrig. Selbst an die Schocker gewöhnt man sich im Laufe des Films. Manche ahnt man im Voraus. Und wenn man dann die blutunterlaufene Fratze von Robert Carlyle oder die von Catherine McCormack endlich erblickt, verpufft die Wirkung in der Lächerlichkeit. Die Familie, die im Mittelpunkt steht, soll wohl die Emotionen ansprechen, aber da es bei Beteuerungen der Akteure bleibt, kommt das nicht sehr überzeugend rüber. Das Schlimmste ist aber, dass der Film keinen eigentlichen Anfang hat; er beginnt einfach. Und auch kein Ende; da läuft nur der Abspann. Man weiß alles ist gesagt, wischt sich das Blut aus den Augen und sucht einen besseren Film zu finden. Manche Dinge sollte man einfach nicht fortsetzen!
25.07.2010
Bewertung:
Flapman| Potenzial leider bei weitem nicht genutzt...
Auf diesen Film war ich ziemlich gespannt, denn zum einen sahen sämtliche Teaser und Trailer extrem vielversprechend aus, zum anderen war ich jedoch recht skeptisch, ob diese Fortsetzung der sehr stimmigen Atmosphäre (zumindest der ersten zwei Drittel) des ersten Teils gerecht werden würde, die vor allem durch das wirklich bemerkenswerte Szenario der menschenleeren und verwüsteten Stadt London erzeugt wurde. In dieser Hinsicht hat nun auch der zweite Teil so einiges zu bieten; es ist nicht zu übersehen, daß hier ein deutlich höheres Budget zur Verfügung stand, so daß beispielsweise zwischendurch mal eben das Wembleystadion virtuell in Szene gesetzt, und auch so manch andere Sehenswürdigkeit auf recht eindrucksvolle Weise als Kulisse eingestreut werden konnte. Recht stimmig und actionlastig geht der Film dann auch los, man steckt quasi mitten drin in der von ultraaggressiven Infizierten dominierten Welt, was vor allem durch ein Staccato an lauten Toneffekten, verzerrte New Metal-Gitarren, kurze Schnitte und eine extrem schnell bewegte Kameraführung, die stilistisch irgendwo zwischen Reportagekamera und Amateuraufnahme einzuordnen ist, erreicht wird. Eben diese übertrieben "wackelige" Kameraführung, die eigentlich für Spannung und Realismus sorgen soll, erzeugt durch viel zu häufigen Gebrauch im Laufe des Films dann leider eher ein Gefühl von Desorientierung und Schwindel. Ein derartig nerviges Herumgefuchtel mit der Kamera habe ich seit "Blair Witch Project" nicht mehr gesehen. Eine sehr langatmige Subjektive, betrachtet durch ein Nachtsicht-Zielfernrohr in einem stockdunklen U-Bahn-Schacht, zu dem auch noch das stereotype hysterische Herumgekreische weiblicher Protagonisten ausgiebig zu hören ist, bildet für mich dann wirklich den absoluten Bodensatz an unangenehmer Nervenbelastung. Schade, denn einige nicht so hektisch inszenierte Sequenzen des Films sind hingegen wirklich sehenswert. Um noch zu den eigentlich ja wesentlichen Punkten eines Films zu kommen: Die Story ist über weite Strecken vorhersehbar und in vielen Augenblicken vollkommen hanebüchen konstruiert (ebenfalls sehr, sehr schade...) und das Handeln der Protagonisten ist häufig einfach nur absolut unglaubwürdig und dumm - da ist es einem als Zuschauer auch ziemlich egal, wenn die eine oder andere Figur im Laufe des Geschehens auf der Strecke bleibt. Unterm Strich sehe ich einen im Grundgerüst noch halbwegs unterhaltsamen Actionstreifen in teils beeindruckender Kulisse, mehr aber leider auch nicht...