Eigentlich hat Shrek nun alles was er sich wünschen kann. Er lebt mit seiner zauberhaften Frau Fiona im Sumpf, hat drei niedliche Kinder und viele Freunde. Und doch sehnt er sich mehr und mehr in die Vergangenheit zurück, als die Menschen noch Angst vor ihm hatten und er seinen Sumpf nicht mit ihnen teilen musste. Kein Wunder also, dass Shrek das Vertragsangebot des verschlagenen Rumpelstilzchens verführerisch findet, ihm einen Tag zu schenken, an dem er wieder ganz der alte böse Oger sein darf. Als einzige Gegenleistung fordert Rumpelstilzchen einen beliebigen Tag aus Shreks Leben.
Eine Unterschrift später scheint sich Shreks Wunsch tatsächlich erfüllt zu haben. Wo er auch hinkommt rennen die Menschen kreischend vor ihm davon und jagen ihn mit Mistgabeln und brennenden Fackeln. Doch spätestens als er seine Sumpfhöhle gänzlich verwaist vorfindet und sehen muss, dass sich das Königreich Weit Weit Weg unter der Herrschaft Rumpelstilzchens in einen dunklen und schrecklichen Ort verwandelt hat, ahnt Shrek, dass er einen grauenhaften Fehler begangen hat.
Die Wirklichkeit ist dann allerdings noch sehr viel schlimmer als befürchtet. Rumpelstilzchen hat mit Hilfe des Vertrags dafür gesorgt, dass Shrek niemals geboren wird. Dementsprechend haben ihn weder Fiona noch seine einstigen Freunde je gesehen. Und dementsprechend bleiben dem Oger genau 24 Stunden, seinen Fehler wiedergutzumachen, Fiona erneut für sich zu gewinnen und das Königreich Weit Weit Weg vom despotischen Rumpelstilzchen zu befreien.
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| FILMKRITIK
Als Shrek vor neun Jahren die Filmbühne betrat, war es um den Animationsfilm noch nicht allzu gut bestellt. Zwar hatte es bereits Erfolgstitel gegeben – man denke zum Beispiel an "Toy Story" oder "Antz" – doch dem unkonventionellen Shrek war es zu verdanken, dass sich der Animationsfilm endgültig aus der Kinderfilmnische befreite und vielen erfolgreichen Nachkommen den Weg ebnete.
So gesehen kann sich der grüne Oger nun sorglos zur Ruhe setzen, was er mit "Für immer Shrek" auch endgültig tut. Und dass der vierte Teil der Shrek-Serie nun entgegen früherer Behauptungen doch der letzte ist, ist auch ganz gut so. Denn der einst so frische Wind, den Shrek ins Animationsfilmgenre brachte ist abgeflaut.
Während man in den Vorgängern noch durch eine große Gagdichte, viel Ironie und jeder Menge Filmzitaten und popkulturellen Referenzen unterhalten wurde, scheint dem Oger in "Für immer Shrek" das Lachen gehörig vergangen zu sein. Um den Spaßfaktor dennoch auf ähnliche Höhen zu bringen, wurde der Film in 3D-Technik realisiert. Ein Gimmick, das in diesem Fall zwar nicht wirklich notwendig aber doch gut umgesetzt und unterhaltsam ist.
Mit Rumpelstilzchen und dem Rattenfänger werden zwei neue (böse) Figuren eingeführt, die jedoch nicht an die Klasse von Lord Farquaad, der guten Fee oder Prinz Charming heranreichen. Die meisten Lacher dürfte wohl der gestiefelte Kater für sich verbuchen, der in "Für immer Shrek" zu einem überfütterten Stubentiger mit rosa Schleifchen um den Hals verkommen ist. Da ist es doch ganz gut, dass man ausgerechnet ihm nächstes Jahr mit "Puss in Boots" einen eigenen Film widmen will. In die Wehmut des Abschieds mischt sich also gleich wieder ein wenig Vorfreude.
Was die Handlung selbst angeht, so ist dem Entwicklerteam um Mike Mitchell zwar nichts wirklich Innovatives eingefallen, doch gelingt es ihnen, der Gesamterzählung einen in sich geschlossenen Rahmen zu geben. Immerhin muss Shrek selbst noch einmal ganz an den Anfang seiner eigenen Geschichte reisen, um ihr Ende wiederherzustellen. Auf diese Weise schließt sich der Kreis, was "Für immer Shrek" zu einem netten Abschiedsgeschenk für seine Fans macht.
| FAZIT
"Für immer Shrek" ist zwar kein frischer und innovativer Hit, aber doch der gelungene Abschluss einer Erfolgsserie, den man der Vollständigkeit halber nicht verpassen sollte.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung