Lange Zeit sieht es so aus, als ob es ein ganz normaler Banküberfall mit Geiselnahme sei. Alles ist genial geplant. Das perfekte Verbrechen. Doch dann wird ein zweiter Handlungsstrang mit eingeflochten und man ahnt einen völlig anderen Hintergrund für die Tat. Die Verbindung dieser beiden schafft die Spannung, weil es nur bei Andeutungen bleibt, trotz der Gewaltausbrüche die in diesem Genre üblich sind. Und selbst wenn man am Ende den Zusammenhang versteht, gibt es nicht umfangreiche Erklärungen. Spike Lee setzt auf den mitdenkenden Zuschauer. Dabei verwischen sich die Bereiche von Gut und Böse beziehungsweise es erscheint der Gute am Ende als der Böse und der angeblich Böse stellt nur Gerechtigkeit her, wobei er am Recht vorbeischrammt. Will sagen Unrecht verjährt nicht und wir sind gut unterhalten worden, wenn es auf so eine geniale Art und Weise geschieht. Dass das Unrecht an beraubten Juden nicht weiter groß ausgewalzt wird, spricht für den Film. Dafür gibt es coole Sprüche wie „Vorsicht! Ich beiße besser als ich belle!“ oder “Hören sie auf, einem Klempner zu erklären wie Scheiße riecht!“ Die abwechslungsreichste Rolle hat Denzel Washington erwischt. Er spielt sie alle an die Wand. Da kann auch die intelligente, supercoole Jody Foster kaum mithalten, ebenso wenig wie Willem Dafoe, der recht farblos bleibt. Und wer ist hier der Inside Man? Clive Owen etwa?
Drei Darsteller deren Charaktere perfekt auf dem Leib geschnitten sind. Tolle Story und für mich ein auch super Ende auch wenn man sich am Anfang etwas mehr erwartet. Coole und Witzige Dialog zwischen Bankräuber und Cop sind einfach genial. Einziger Kritikpunkt ist evtl. die etwas magere Action.
Eine Gruppe von vier Personen raubt eine Bank aus und nimmt zahlreiche Geiseln. Aber sind diese wirklich hinter dem Geld her oder gibt es noch etwas anderes in der Bank?
Mit Jodie Foster, Denzel Washington und Clive Owen ist dieser Film gut besetzt. Besonders gelungen ist die Rollenverteilung, da alle drei gegeneinander agieren.
Leider baut die Handlung einige Fragen auf, die im Verlauf des Filmes nicht aufgeklärt werden. Woher wissen z.B. die Bankräuber, was sie wo suchen müssen? Warum sieht der Zuschauer in mehreren Szenen, wie ein Loch im Aufbewahrungsraum gegraben wird, dessen Funktion aber nicht explizit aufgelöst wird?
Insgesamt handelt es sich bei "Inside Man" um einen ruhigen Film, mit einigen Actionelementen. Wer einen zweiten "The Negotiator" erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden. Aber das ist wohl typisch bei Filmen von Spike Lee. Entweder man mag sie oder man mag sie nicht.