Der Söldner Royce (Adrien Brody) erwacht im freien Fall. In letzter Sekunde öffnet sich sein Fallschirm und er landet in einem ihm fremden Dschungel. Royce kann sich nicht erinnern, wie er in diese Situation gekommen ist und begegnet bald anderen, die sich in einer ähnlichen Lage befinden. Allesamt sind sie Söldner, Killer, Sträflinge – brutale Charaktere, die außerhalb der Gesellschaft stehen. Konflikte sind in dieser Gruppe vorprogrammiert, dennoch suchen die Gestrandeten gemeinsam einen Ausweg aus ihrer Lage.
Bald schon zeigt sich das Terrain von seiner feindlichen Seite. Mysteriöse Artefakte, heimtückische Fallen und blutrünstige Kreaturen machen der Gruppe zu schaffen und fordern erste Opfer. Den Teilnehmern der unfreiwilligen Expedition wird alsbald klar, dass sie sich nicht mehr auf der Erde befinden, sondern auf einem fernen Planeten der Predators. Sie wurden als Beute ausgesetzt, einzig und allein um gejagt zu werden.
Die Predators erweisen sich als erbarmungslose Jäger. Hochtechnisiert und meist unsichtbar, lauern sie ihrer Beute auf und ein Mensch nach dem anderen wird von den Predators niedergemetzelt. Royce lässt nichts unversucht, um einen Ausweg zu finden. Gemeinsam mit der Soldatin Isabelle (Alice Braga) und dem Arzt Edwin (Topher Grace) bricht er auf, um mit dem Raumschiff der Predators zu fliehen.
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| FILMKRITIK
Halbnackt und in Schlamm gewälzt stemmt sich Oscar-Preisträger Adrien Brody gegen den übermächtigen Predator. Der Schlamm auf nackter Haut lässt ihn für die Infrarotsicht der Predators unsichtbar werden, das hatte ihm vorher die Soldatin Isabelle verraten. Sie selbst hat sich zu der naturalistischen Tarnung nicht hinreißen lassen.
Auch große Darsteller müssen mal Geld in B- und C-Movies verdienen. Da ist es fast schon erfreulich, dass diese bei den stereotypen und langweiligen Figuren aus „Predators“ keinerlei Originalität aufkommen lassen, sondern im plumpen Gemetzel untergehen.
Produzent Robert Rodriguez gelingt es in Predators nicht, den trashigen Charme aus Filmen wie „From Dusk Till Dawn“ oder „Planet Terror“ rüberzubringen. Ohne Selbstironie wird hier gejagt, geschlachtet und gestorben. Früher waren B-Movies dann noch aufgrund ihrer zweifelhaften Spezialeffekte und mangelhafter Schauspielführung lustig, doch in „Predators“ ist alles realistisch-glatt und technisch makellos – langweilig, möchte man meinen. Der von Sonnenstrahlen durchzogene Dschungel erinnert fast schon an die Landschaften aus „Avatar“, nur dass die Natur des Planeten in Predators wesentlich erdähnlicher aussieht. Allein durch einen Blick in den Himmel und durch ein Rudel Kampfdinosaurier werden wir an die fremde Welt erinnert.
Der Planet ist nicht viel mehr als ein großer Abenteuerspielplatz für die erwachsenen Protagonisten, die immer wieder die gleichen Fehler machen, die auch schon ihre filmischen Vorgänger begangen haben. Mit „Predators“ wird das Universum der Aliens und Predators um einen weiteren Film ergänzt, der in seiner zyklischen Gestaltung Potential für mehrere Sequels in sich trägt. Immer wieder bringen die Predators neue Menschen auf den Planeten, um sie dort auszusetzen und zu jagen. Mitunter wünscht man sich, sie wären bei ihrer Jagd etwas effektiver und würden schneller schlachten, damit der Film endlich vorbei sei.
„Predators“ ist stellenweise so flach und lustlos inszeniert, dass er oft kaum noch als Unterhaltung zu bezeichnen ist. Damit bleibt er ganz deutlich hinter seinem Vorbild „Predator“ (1987 unter Regie von John McTiernan und mit Arnold Schwarzenegger) zurück, ganz zu schweigen von „Alien“ (Ridley Scott, 1979). Er gesellt sich vielmehr zu drittklassigen Spin-Offs wie der „Alien vs. Predator“-Verfilmung von 2004. Bemerkenswert ist da noch, dass bei „Predators“ Nimród Antal Regie führte, der besonders durch den hoch gelobten, atmosphärischen und spannenden ungarischen Thriller „Kontroll“ auf sich aufmerksam machte. Da gibt „Predators“ letztlich doch noch was zu denken. Allerdings nicht über den Film selbst, sondern über den Zustand des Hollywood-Kinos.
| FAZIT
Uninspiriert und langweilig – es gibt bessere Genrefilme.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung