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  • Don´t come Knocking

    Drama | Deutschland / Frankreich 2005
  • Originaltitel:
    Don´t come Knocking
    Genre:
    Drama
    Deutschlandstart:
    25.08.2005
    USA Kinostart:
    17.03.2006
    Produktionsland:
    Deutschland / Frankreich 2005
    Verleih:
    Reverse Angle
    Länge:
    118 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Offizielle Seite:
    www.dontcomeknocking.com

WERBUNG
    • | KURZINHALT

    • Hollywoodstar Howard Spence (Sam Shepard) hat schon bessere Zeiten gesehen. Heute lebt er nur noch von seinem einstigen Ruhm. Nach einer weiteren durchzechten Nacht flieht er eines Morgens vom Set des Westerns, den er gerade dreht und reitet auf und davon, wie einer jener Helden, die er sein Leben lang gespielt hat. Als er bald darauf erfährt, dass er womöglich ein Kind hat, von dem er nie etwas wusste, erscheint ihm das wie ein Hoffnungsstrahl. Vielleicht war sein Leben doch nicht völlig sinnlos, vielleicht gibt es doch irgendwo einen Ort, wo er hingehört. So macht er sich auf die Suche nach diesem Sohn oder dieser Tochter und entdeckt ein ganzes Leben, das er bisher verpasst hat, und eine Liebe, die er verloren glaubte.
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    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • Schon „Paris, Texas“ (1984), das ebenso wie „Don’t come knocking“ in Zusammenarbeit mit dem preisgekrönten Autor und diesmal auch Schauspieler Sam Shepard entstand, begann Kult-Regisseur Wim Wenders in der erhabenen Wildheit und Einsamkeit der amerikanischen Prärie. Auch damals mit einem einsamen Helden, der davongelaufen ist und der sich aufmacht, eine verlorene Familie wiederzufinden. Doch die weite, gelbe Landschaft, die in „Paris, Texas“ noch Ausdruck einer Sehnsucht war, einer unendlichen Verlorenheit, wird in seinem neusten Film zur Postkartenansicht. Die zwar wie immer grandiosen Bilder verlieren sich im Selbstzweck, sind wie auch die Geschichte, die sie erzählen, zu glatt, um wahr zu sein.
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    • | SZENENBILDER

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Wim Wenders
    Buch:   Sam Shepard als Writer  
      Wim Wenders als Writer  
    Musik:   T Bone
    Kamera:   Franz Lustig
    Produzent:   In-Ah Lee als Executive Producer  
      Peter Schwartzkopff als Producer  
      Jeremy Thomas als Executive Producer  
    Darsteller:   Gabriel Mann als Earl  
      Tim Roth als Sutter  
      Jessica Lange als Doreen  
      Sarah Polley als Sky  
      Sam Shepard als Howard  
      Fairuza Balk als Amber  
      Eva Marie Saint als Howards Mutter  
    • | USERKOMMENTARE

    • Dr. Strangelove| WANTED: Howard Spence und das Kino
    • Na bitte Herr Wenders, es geht doch. Was er mit einem ordentlichen Drehbuch - Dank dafür an Sam Shepard - alles erreichen kann ist ein Fest für alles Sinne. Haben die meisten Wendersfilme oft viele Längen, so waren hier die 2 Stunden wie im Fluge vergangen und ich war richtig traurig, als am Ende das „Directed by Wim Wenders“ aufblitzte. Was war geschehen?

      Der Film beginnt mit einem durch die Prärie reitenden ausgelassenen Malborocowboy, der -wie es sich herausstellt - ein Filmstar à la John Wayne ist, der nach 30 Jahren Westerndreh alles nicht mehr sehen kann und schlicht und einfach vom Drehort verschwindet. Nun, das Personen in Wendersfilmen verschwinden hatten wir ja schon oft, in „Der Stand der Dinge“ der Produzent, in „Lisbon Story“ der Regisseur und hier ist es eben die verschwindende Person selbst, die ihre Geschichte erzählt und dabei von Tim Roth immer wieder „verfolgt“ wird, dessen Wirkung am Schluß aber doch verpufft. Der Film versucht dabei an den Erfolg von „Paris, Texas“ anzuknüpfen, aber irgendwie ist schon alles gesagt und so richtige Neuerungen kommen nicht mehr. Doch das wäre zu kurz gegriffen. Denn es ist äußerst vergnüglich, den Protagonisten beim Beziehungskrampf zuzusehen. Ob das Eva-Maria-Saint als Howards rührselige keksebackende Mutter ist, oder das Gesicht, das der Sohn macht, als Howard ihm in Star-Wars-Manier seine Vaterschaft bekundet („Ich bin Dein Vater“), und der daraufhin seine Wohnung generalüberholt. Es fehlte nur noch das „Neeeeiiiiinnnnn!“.

      Der schöne Soundtrack von T-Bone Burnett wandelt in den Spuren von „Paris, Texas“, wird durch viele Schlager ergänzt und gibt dem Film den richtigen Drive, und die Symbiose aus Bild und passender Musik macht bei Wenders ja sowieso 80% der Atmosphäre aus. Wenn dann die Tochter, in alter Truffaut-Manier konstatiert, daß das Kino wichtiger als das Leben sei, hört man Wenders in diesen Sätzen, für den Geschichten immer zweitrangig sind. Für ihn sind es die Bilder seines Kunstkinos, die viel mehr sagen als tausend Worte.

      Hier kommt Kameramann Franz Lustig zum Zuge, der Amerika - zusammen mit Wenders Liebe für Oldtimer – in bestem Cinemascope so schön darstellt wie auf den Bildern von Edward Hopper und mir dabei schmerzlich bewußt macht, welche Ausdrucksmöglichkeiten viele Regisseure heute im Kino verlernt haben, das meist nur noch größeres Fernsehen ist. Dafür liebe ich Wenders, daß es das Cinéma im besten französischen Sinne hochhält und seine Filme zum Genuß werden läßt.

      Einer der zugänglichsten Wendersfilme, schon allein die Musik und die Bilder rechtfertigen den Kauf einer Kinokarte. Wenders=Kino.
    • 26.08.2005 Bewertung:
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