Montag | 28. Mai 2012 | 18:04 Uhr
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  • FILM REVIEW | Knight and Day
  • Knight and Day

    Action, Komödie | USA 2010
  • | INHALTSANGABE

  • Die Mechanikerin June (Cameron Diaz) stößt am Flughafen auf den Agenten Roy (Tom Cruise). Durch diese Begegnung ändert sich Junes Leben mit einem Schlag auf unvorhersehbare Weise. Die beiden sitzen auf demselben Flug und haben doch unterschiedliche Ziele. In der Luft erschießt Cruise die wenigen anderen Passagiere sowie die Crew und landet das Flugzeug zusammen mit der entsetzten June in einem nächtlichen Feld.

    Am nächsten Morgen erwacht June in ihrem Zimmer, alles erscheint wie ein Traum. Doch Roy hat ihr eine Nachricht hinterlassen und June erinnert sich, dass er sie betäubt hat. Noch unter dem Schock der Ereignisse stehend versucht sie, ihrem Alltag nachzugehen. Ihre Schwester April wird in wenigen Tagen heiraten, sie hilft bei der Hochzeit.

    Schnell wird June jedoch aus ihren Vorbereitungen gerissen. Zwielichtige Agenten lauern ihr auf und stellen Fragen. Doch auch Roy ist nicht fern und bringt sie bald in sein Gewahrsam. Roy kann June davon überzeugen, dass er auf der richtigen Seite steht. Er erzählt von einer wertvollen Erfindung, die es sowohl vor dem Staat als auch vor Verbrechern zu schützen gelte. Auf einer actionreichen Jagd um den halben Globus versuchen June und Roy ihren Verfolgern zu entfliehen.
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      • | FILMKRITIK

      • In fulminantem Tempo rast Cameron Diaz als June durch die Stadt. Der Fahrer ihres Wagens ist erschossen, das Gas klemmt und von der Rückbank versucht sie sich zu retten und gegenzusteuern. Auf dem Dach sitzt Tom Cruise als Agent Roy und gibt ihr Anweisungen. Fast schon in ruhigem Gesprächston bittet er sie, die Tür für ihn zu öffnen.

        Roy macht June mit dem actionreichen Leben eines Geheimagenten vertraut. June ist zu wertvoll für Rays Gegner geworden, so dass sie ihn begleiten muss. Auch mitten im Gefecht erklärt Roy gelassen und ruhig die Situation und gibt June Anweisungen, wie sie sich verhalten müsse. Diese kleinen, grotesken Szenen durchziehen den ganzen Film und machen darauf aufmerksam, was „Knight and Day“ sein soll – ein großer Spaß.

        Kein „Mission Impossible“ und auch kein „James Bond“ ist der Film, am ehesten ist er noch bei Hitchcocks Spionagethrillern anzusiedeln. Durch viele Länder und zahllose Sets werden die Protagonisten gejagt. Durch die Waggons eines Alpenzuges, auf tropischen Inseln und über die Dächer von Salzburg bis Sevilla. Auch bleibt Tom Cruise dabei mal in furchteinflößender Höhe an einer Regenrinne hängen, doch für einen Vertigo-Effekt hat „Knight and Day“ keine Zeit. In schnellen und abwechslungsreichen Verfolgungsjagden rasen die Protagonisten ihrem Ziel entgegen.

        Der Hitchcocksche MacGuffin des Films ist eine sich niemals leerende Batterie und deren Erfinder, der junge Geek Simon (Paul Deno). Sowohl das FBI als auch Waffenhändler wollen sich das gewinnbringende Perpetuum Mobile unter den Nagel reißen. Lässig und mit viel Spaß kokettieren Cruises und Diaz’ Figuren an den Kriminellen vorbei, haben stets noch einen Moment Zeit, sich auf ihre Romanze zu konzentrieren. Warum auch nicht, denn dass die beiden gewinnen werden, ist ja von vornherein klar.

        Die Darsteller machen den Film zu einem unterhaltsamen und abwechslungsreichen Sommer-Movie, der nicht mehr vormacht, als er eigentlich ist. „Knight and Day“ ist ein pointiert gespielter, humorvoller Thriller, dessen Leichtigkeit und Lebenslust man so oft vergebens im Kino sucht.
      • | FAZIT

      • Schneller und witziger Thriller, der sich gern selbst aufs Korn nimmt ohne dabei zur Parodie zu werden.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Julius Pöhnert

      • | Userwertung

      Wertung: 6.9/10 (17 votes)

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