Vor 30 Jahren feierten fünf Schuljungen ihren Sieg bei der Basketball-Meisterschaft. Nun ist ihr damaliger Trainer gestorben und Lenny, Eric, Kurt, Marcus und Rob kommen alle zur Beerdigung. Anschließend verbringen sie ein verlängertes Wochenende in einem Haus am See. Diesmal aber sind die Frauen, die Kinder, eine Nanny und eine Großmutter mit dabei. Die quirlige Truppe erlebt trotzdem Ferienspaß wie in den guten alten Zeiten.
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| FILMKRITIK
Genau wie man an Weihnachten einen neuen zauberhaften Familienfilm erwartet, gibt es auch die Kategorie der Sommerkomödie. Leute, die sich in übervolle Autos setzen, um Camping in der Wildnis auszuprobieren, oder die auf dem Weg ans Meer schon mehr Zwischenfälle erleben, als geplant: Wenn die Zwänge des Alltags einmal abgestreift sind und die Hitze, die Fremde, die Freiheit durchschlagen, kommen die Dinge oft von alleine ins Rollen, erwacht in den Charakteren die kindliche Lebenslust und in den Zuschauern das Reisefieber. In diesem Jahr hat „Kindsköpfe“ mit seiner erstaunlich hohen Gagdichte gute Chancen auf den Titel der Sommerkomödie.
Regisseur Dennis Dugan drehte erneut mit Hauptdarsteller Adam Sandler, der diesmal auch als Drehbuchautor an der Seite von Fred Wolf aktiv war. Noch dazu sind die fünf Filmfreunde auch in Wirklichkeit gute Kumpel, da sich die meisten von ihnen schon einst als Comedians der Show „Saturday Night Live“ über den Weg liefen. Der relativ sichere Weg, einen spaßigen Film hinzukriegen, nämlich die verschiedensten Typen und Altersgruppen in ein Ferienhaus in der Natur zu pferchen und zu schauen, was dort passiert, wurde also noch komfortabler, weil sich die Darsteller am Set offensichtlich prima verstanden.
Adam Sandler spielt den Hollywoodagenten Lenny, der mit seiner Frau Roxanne und drei Kindern auf dem Weg zu einer Fashionshow in Mailand ist. Roxanne, gespielt von Salma Hayek, ist nämlich Modedesignerin. Die Familie bringt außer markenbewussten Kindern, die ohne elektronische Medien nicht spielen können, auch ein chinesisches Hausmädchen mit, das wiederum aus Scham den anderen gegenüber als Studentin ausgegeben wird. Der korpulente Kevin James erfreut in der Rolle des unbekümmerten Eric, dessen Frau, von Maria Bello dargestellt, den vierjährigen Sohn noch stillt. Kurt, gespielt von Chris Rock, steht als Hausmann unter der Fuchtel von Frau und Schwiegermutter, David Spade als der unverheiratete Marcus ist der Mann für die sexbezogenen Späße und Rob Schneider spielt den esoterisch-alternativ eingestellten Rob, der mit einer Frau im Rentenalter liiert ist und einige junge Töchter im Schlepptau führt.
Die fünf Freunde frotzeln sich gegenseitig wegen ihrer jeweiligen Gewohnheiten. Besonders Rob mit seiner alten Freundin und den vielen Gesundheitstipps hat nichts zu lachen. Doch im Laufe der mit Freizeitspaß randvoll gefüllten Tage – Wasserpark, Bootfahren, Marshmallows grillen und das hirnverbrannte Pfeilroulette spielen – kommt keiner ungeschoren davon. Auch die Frauen und die Kinder finden langsam Spaß an der Sache.
Die Dialoge sind den Darstellern offenbar auf den Leib geschrieben, jedenfalls kriegen diese den Tonfall, der zwischen unfein und guten Absichten schwankt, sehr spaßig hin. Aus den erwachsenen Männern werden zwar wieder die vergnügungsorientierten Kindsköpfe des Filmtitels, was die Laune spürbar hebt, doch sie verlieren gegenüber ihren Familien trotzdem nicht das Gesicht. Das macht ihre Sprüche so glaubwürdig und ihren Spaß so ansteckend.
| FAZIT
Eine gelungene Ensemblekomödie mit hoher Witzdichte in unbeschwerter Sommerlaune.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung