Zwei Männer finden sich in einem dreckigen WC wieder: Adam (Leigh Wannell) und Dr. Gordon (Cary Elwes) sind an den gegenüberliegenden Ecken des Raumes festgekettet und können sich nur in einem kleinen Radius bewegen. In der Mitte des Raumes liegt eine Leiche in einer Blutlache.
Sie wissen nicht, wie Sie dorthin gekommen sind oder warum. Es zeigt sich jedoch bald, dass ihr Kidnapper im Raum Hinweise versteckt hat, wie sie sich befreien können. Adam und Dr. Gordon sind auf ihre gegenseitige Hilfe angewiesen - obwohl aus den Botschaften des Entführers hervorgeht, dass Dr. Gordon Adam umbringen soll, um zu überleben.
Einige Rückblicke erzählen von den Hintergründen des sogenannten "Puzzlemörders". Dr. Gordon war bereits selbst einmal in die Suche nach dem Serienkiller involviert. Besonders der Ex-Detective Tapp (Danny Glower) ist an der Ergreifung des Killers interessiert, da dieser auch seinen Kollegen Detective Sing (Ken Leung) auf dem Gewissen hat. In eigener Regie versucht er nach seiner Entlassung aus dem Dienst den Mörder aufzuspüren.
Inzwischen haben Adam und Dr. Gordon zwei Sägen gefunden, die für die Ketten am Bein jedoch zu schwach sind. Dr. Gordons Situation wird bedrohlich, als er erfährt, dass der Killer auch seine Frau und seine Tochter in der Gewalt hat. Die Säge ist dann schließlich ein gefährliches Werkzeug.
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| FILMKRITIK
In zwei Ecken eines Raumes gekettet erwachen der Privatdetektiv Adam und der Chirurg Dr. Gordon. Beide haben Geheimnisse voreinander, doch sie müssen sich gegenseitig mehr und mehr vertrauen, um aus ihrer Lage zu entkommen. Sie lassen sich auf das Spiel ihres Entführers ein und hangeln sich von einem Hinweis zum nächsten. Zum ruhigen Nachdenken bleibt ihnen dennoch keine Zeit, denn der Puzzlemörder gibt ihnen nur bis 18 Uhr Zeit.
Was sich zu einem Kammerspiel à la "Cube" zu entwickeln scheint, wird bald durch eine Story von außerhalb ergänzt. Dr. Gordon berichtet über seine Familie und darüber, was er über den Mörder weiß. Auch Adam berichtet von seiner Arbeit. Letztlich münden die Rückblenden der Außenwelt in der Gegenwart und die Jagd nach dem Mörder außerhalb von Davids und Gordons Zelle kann verfolgt werden. Dabei gelingt es dem jungen Regisseur nicht, schnelle Verfolgungsjagden in Szene zu setzen. Oft wirken diese zu übersichtlich und langsam.
Im Raum von Adam und Dr. Gordon steigt die Spannung hingegen. Die Weiterführung des Plots kommt meist unerwartet und mit Spannung werden neue Hinweise zur Befreiung erwartet. Die umfangreichen Informationen über den Mörder wirken dieser Spannung allerdings entgegen, die Situation erscheint realer und greifbarer. Die Bedrohung verliert ihre Unberechenbarkeit. Zudem regen die Dialoge oft ungewollt zum Lachen an und schwächen die Dramatik - auch wenn das nicht weiter stört.
Kompensiert wird dies durch ein "Feuerwerk des Leidens", welches zum Ende des Films hin explodiert. Wurden bislang nur die an "Sieben" erinnernden Tötungsmechanismen des Mörders anschaulich illustriert, kann der Zuschauer nun zusammen mit Adam, Dr. Gordon und seiner Familie um ihr Leben bangen. Doch bevor ein jeder stirbt, muss er noch große Schmerzen ertragen, die sich ins Endlose zu steigern scheinen. Alle Aktionen, die den gesamten Film angedeutet und vorbereitet wurden, werden nun ausgeführt und machen das noch größere Feuerwerk an Logikfehlern vergessen.
| FAZIT
Spannender, solider und brutaler Thriller um einen ungewöhnlichen Mörder.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung