„The Expendables“ sind eine Gruppe von sechs Söldnern, die überall auf der Welt für Ordnung sorgen, wo es nach Meinung ihrer Auftraggeber brennt. Mal befreien sie Geiseln in Somalia, dann wieder sollen sie auf einer südamerikanischen Insel einen Diktator stürzen. Der Scharfschütze Gunnar wird nach einem Streit von der Gruppe ausgeschlossen und wechselt die Seiten.
Der Anführer der Expendables, Barney Ross, erkundet mit einem zweiten Mann die Insel und lernt die schöne Widerstandskämpferin Sandra kennen. Die beiden Männer können in letzter Minute vor ihren Verfolgern fliehen, doch Sandra will nicht mit. Barney sorgt sich sehr um die Frau, die wahrscheinlich ihren Feinden ausgeliefert ist. Die Söldner wollen den Auftrag nicht mehr ausführen, als sie erkennen, dass sie darin als Opfer einkalkuliert sind. Doch dann kehrt Barney auf die Insel zurück, um Sandra zu befreien. Seine vier Kumpel lassen ihn nicht im Stich und gehen mit.
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| FILMKRITIK
„The Expendables“ ist ein schwergewichtiger Actionthriller, in dem Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller Sylvester Stallone seinem Filmimage des Haudegens treu bleibt. Das Kaliber ist, von der in Kampfrollen gestählten Darstellerriege bis hin zu den Schusswaffen, XXL. Aber die Söldner sind keine gottlosen Gesellen, ganz im Gegenteil: Ihnen geht es wie bei den alten Rittersleuten um die Ehre, um den vollkommen selbstlosen Einsatz für eine schwache Frau. Dieser Rückgriff auf Werte der guten alten Zeit passt atmosphärisch zu Helden, die sich mit Muskeln und Tätowierungen gegen die näherrückende Gefahr des Verwelkens stemmen.
Sie sehen aus wie Rocker auf ihren Motorrädern. Ihren Namen „The Expendables“, der eigentlich anzeigt, dass sie sich als Kanonenfutter verdingen weil sie auf der Welt niemand für unentbehrlich hält, tragen sie als deutliches Logo. Ihr Treffpunkt ist ein Tattooladen, den der langhaarige Ex-Söldner Tool führt – gespielt von Mickey Rourke. Er arbeitet auch am Rücken von Barney, auf dem schon großformatige Bilder existieren. In diesem Schuppen steht man zwischen den geparkten Maschinen herum, wirft zum Spaß mit Messern und bespricht die Einsätze.
Weil sie Söldner sind, dürfen die Kerle mehr als der gemeine Soldat. Sie werfen Messer direkt in den Hals ihrer Opfer, was besonders der von Jason Statham gespielte Lee Christmas perfektioniert. Sie lassen ein paar Granaten hochgehen, wo sich der Feind zusammenrottet. Sie liefern sich Autoverfolgungen samt Schießerei, oder sie feuern gleich aus einem Wasserflugzeug. Und wo andere Actionhelden rennen, um auf ein fahrendes Auto aufzuspringen oder auf einen Zug, hängt sich der flüchtende Barney hier an das Flugzeug, das gerade abhebt.
Die Kampfszenen sind vielfältig und mindestens eine von ihnen extralang. Aber was wäre ein Mann wie Barney mit seinen stählernen Muskeln an den Unterarmen ohne altmodische Schlägerei? Also gibt es auch Faustkämpfe. Der beste davon gehört allerdings dem Statham-Charakter Christmas, als der seine untreue Freundin gegen ihren brutalen Liebhaber und dessen Kumpel verteidigt. Wobei es um die Verteidigung der Ehre einer erniedrigten Frau geht, die noch dazu unter dem Schutz eines „Expendable“ steht. Das rechtfertigt ungehemmtes Abreagieren.
Martial Arts gibt es dank Jet Li, der ebenfalls ein Mitglied der Söldner spielt, auch. Dolph Lundgren, der schon in „Rocky 4“ Stallones Widersacher gab, ist hier der abtrünnige Gunnar, eine Figur wie aus einem Wikinger-Horrorfilm. Aber damit nicht genug, selbst Bruce Willis und Gouverneur Arnold Schwarzenegger erweisen Stallone mit Gastauftritten die Ehre. Wenn die bulligen Söldner dann den südamerikanischen Palast des Diktators in Schutt und Asche legen, um Sandra zu befreien, rennt die schwarzhaarige Schönheit, gespielt von Giselle Itie, barfuß in einem weißen Kleidchen über das Schlachtfeld. So gehört sich das in einer Männerfantasie, wie sie, in der verwandten Form der Minne, einst schon das Mittelalter beflügelte.
| FAZIT
Sylvester Stallone trumpft mit schweren Jungs und schweren Geschützen auf im altmodischen Kampf um die Ehre.
| BEWERTUNG
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