Montag | 28. Mai 2012 | 18:22 Uhr
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  • FILM REVIEW | Ich - Einfach unverbesserlich
  • Ich - Einfach unverbesserlich

    Familie, Komödie, Animation | USA 2010
  • | INHALTSANGABE

  • Gru ist ein böser Mann mit einer spitzen Nase, der gerne der berühmteste Superschurke der Welt wäre. Aber neuerdings hat ein jüngerer Rivale Anspruch auf diesen Titel, nachdem er die Pyramiden geklaut und durch aufblasbare Imitate ersetzt hat. Gru aber weiß, wie er diese Leistung noch toppen könnte: Er muss asiatischen Forschern den Schrumpfstrahler stehlen, damit zum Mond fahren, ihn schrumpfen und mitnehmen. Gru hat eine muntere Truppe von Helfern an seiner Seite, die kleinen gelben Minions, und den alten Wissenschaftler Dr. Nefario.

    Aber dann stiehlt Vector, Grus junger Rivale, den Schrumpfstrahler. Vectors Haus ist so perfekt abgesichert, dass selbst Gru es nicht schafft, einzubrechen. Doch er sieht, wie drei kleine Waisenmädchen von Vector hineingelassen werden, weil sie seine Lieblingskekse verkaufen. Gru hat eine Idee: Er muss die Mädchen adoptieren.
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      • | FILMKRITIK

      • Der Held dieser animierten Familienkomödie ist ein Schurke. Der humorlose Fiesling Gru ärgert gern kleine Kinder, überholt die Leute in einer Warteschlange, indem er sie gefrierstrahlt und ist wegen seiner Projekte einer der größten Kreditnehmer bei der Bank des Bösen. Ausgerechnet dieser Mann, der futuristische Fahrzeuge steuert und in seinem Keller ein Heer gelber Minions befehligt, adoptiert also drei arme Waisenmädchen.

        Die lieben Kleinen sind für Gru nur Mittel zum Zweck, um bei Vector einzubrechen, doch sie bringen seinen geordneten Alltag schnell durcheinander. Nach einem Konzept des spanischen Animationsspezialisten Sergio Pablos schrieb das bewährte Komödien-Autorenduo Cinco Paul und Ken Daurio eine spritzige Geschichte voll schrägem Humor. Die Newcomer-Regisseure Chris Renaud und Pierre Coffin inszenierten daraus diese ungewöhnliche, mit hübschen 3D-Effekten garnierte Hollywood-Produktion.

        Die Geschichte strotzt nur so vor Einfällen, und es ist erstaunlich, wie sie diese vielen unterschiedlichen Themen, Rollen und Nebenhandlungen auf die Reihe kriegt. Zunächst gibt es eine lange Einführung in Grus böses Treiben und sein dunkles Haus, in dem sich unglaubliche Apparate, ein bissiges hundeähnliches Wesen und die Minions befinden. Letztere sind Grus Helfer, sie können nicht richtig sprechen, aber sie verstehen die Reden, die er vor ihnen hält. Sie sehen aus wie kleine gelbe Kapseln und tragen Schweißerbrillen über den ein bis zwei Augen, die sie besitzen. Der junge Schurke Vector wohnt in einer futuristischen Festung, die von einem Hai und Raketen geschützt wird. Dort vertreibt sich Vector in seinem orangefarbenen Trainingsanzug auf dem Sofa die Zeit mit Computerspielen.

        Eine Parallelhandlung zeigt das traurige Leben der drei Waisenmädchen, die von der Heimleiterin schikaniert werden und nur davon träumen, endlich adoptiert zu werden. Als sie mit ihren Koffern schließlich von Gru abgeholt werden, glauben die Mädchen nicht wirklich, dass sie das große Los gezogen haben. Gru lässt sie in zu Bettchen umgeformten Bomben schlafen, verweigert ihnen die Gutenachtgeschichte und will auch sonst nicht gestört werden, denn er muss ja die Mond-Mission vorantreiben. Aber die Minions verstehen sich ganz gut mit den Mädchen, und über kurz oder lang finden die Kinder, dass Gru Ähnlichkeit mit dem Nikolaus hat.

        Der Humor ist böse und frech, die Minions schubsen sich gegenseitig, Gru staunt über den schlechten Geschmack der Mädchen, was Bilderbücher angeht, doch die drei Kinder schaffen es immer wieder, mit ihren Einfällen für noch mehr Komik zu sorgen. Die 3D-Effekte überzeugen vor allem bei der schwindelerregenden Achterbahnfahrt im Vergnügungspark, Kampfhandlungen mit fliegenden Raketen und bei Objekten, die in den Zuschauerraum hineinragen, wie die Minions auch im Abspann demonstrieren. Diese Mischung aus überbordenden Ideen, trockenem und pädagogisch nicht immer korrektem Humor und dem zum Scheitern verurteilten Machtkampf des Bösewichts gegen die adoptierten Mädchen ergibt eine erfrischend lustige Familienunterhaltung.
      • | FAZIT

      • Schräge Animationskomödie mit überbordenden Ideen, einem Bösewicht, drei Waisenmädchen und reichlich Spaß für die ganze Familie.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

      Wertung: 7.2/10 (23 votes)

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