Montag | 28. Mai 2012 | 18:24 Uhr
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  • FILM REVIEW | Resident Evil 4: Afterlife
  • Resident Evil 4: Afterlife

    Action, Science Fiction, Horror | USA 2010
  • | INHALTSANGABE

  • Unterstützt durch zahlreiche Klone, greift Zombie-Kämpferin Alice (Milla Jovovich) das Hauptquartier der skrupellosen Umbrella Corporation an, die einen mörderischen Virus in die Welt setzte. Doch es gelingt nicht, den unangreifbaren Vorsitzenden Albert Wesker (Shawn Roberts) zur Strecke zu bringen. Alice nimmt die Spur ihrer verschwundenen Kameraden auf. Lediglich ihre Freundin Claire Redfield (Ali Larter) kann sie in Alaska aufspüren. Aufgrund Manipulationen der Umbrella Corporation verlor sie jedoch ihr Gedächtnis verlor und erkennt niemanden mehr. Beide landen per Flugzeug auf einem von ungebändigten Zombies belagerten Hochhaus in Los Angeles, wo man eine kleine Gruppe an Überlebenden unter der Leitung des schwarzen Sportlers Luther (Boris Kodjoe) trifft, die den steten Angriffen nur mühsam Herr wird. Ihr gemeinsames Ziel stellt ein Dampfer dar, der den Weg in die Freiheit verspricht.
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      • | FILMKRITIK

      • Es gehört sicherlich zu den großen Verdiensten sowohl von Regisseur und Produzent Paul W. S. Anderson als auch der in Paris ansässigen Hadida-Brüder, das Genrekino in Europa einen gewaltigen Schritt nach vorn gebracht zu haben. Aber nicht alle ihrer Produktionen waren so erfolgreich und geglückt wie die Videospiel-Adaption „Resident Evil“ von 2002. Im Grunde geht es in Andersons Werken immer nur darum, dass sich eine Gruppe Eingeschlossener gegen eine wachsende Zahl an Angreifern in einem abgeschotteten Areal zur Wehr setzen muss – von „Mortal Kombat“ bis zu „Death Reace“ variierte er dieses Schema im eigenen Regiekanon und Produktionen von Kollegen („The Dark“, „Pandorum“) stets neu. Bei ihm bekommt man zwar stets das, was versprochen wird, doch die Qualitätskurve seiner jüngsten Werke neigt bis zu „Resident Evil: Afterlife“ eher nach unten.

        Videospiel-Fans dürfen zahlreiche Motive, Charaktere und Situationen aus den Spielen wieder begegnen. Auch die Verteidigungsmomente und Fallen rufen den Aufbau eines Games in Erinnerung, wobei sich Anderson gerade in der Eingangssequenz zusätzliche Einfälle aus der „Matrix“-Serie borgt. Gleichsam erinnern noch die Lack & Leder-Kostüme von David Cronenbergs Schwester Denise an die nicht mehr ganz aktuelle Reihe. Neben einem Kurzauftritt von Sienna Guillory als Jill Valentine tauchen aus den Vorgängerfilmen lediglich Spencer Locke als K-Mart und Ali Larter als Claire Redfield auf. Dass die junge Frau im Gegensatz zur Vorlage nicht ihren Bruder Chris (Wentworth Miller) sucht, erklärt man kurzerhand mit Amnesie. Daneben tritt als neuer Feind der Axt schwingende Riese Executioner auf, dessen Voodoo-Vorgeschichte keine Erwähnung findet.

        Nach Russell Mulcahys weitgehend fesselndem dritten Teil „Extinction“ mit Road Movie-Anleihen durfte man gespannt sein, doch Anderson lässt wie in seinen letzten Arbeiten Originalität und Überraschungen weitgehend vermissen. Vor allem fehlt es an einer stringenten, spannenden Story. Stets setzt die kurzatmige Handlung von neuem an, wechselt Schauplätze und führt neue klischeehafte Charaktere ein, da vertraute Figuren das Zeitliche segnen oder schnell verschwinden. Man hetzt zwar neue Bedrohungen wie mutierte Zombiehunde oder den monströsen Axtschwinger auf die Protagonisten, doch echte Sensationen bieten selbst die wenigen 3D-Blutfontänen nicht. Angesichts teils bescheidener CGI-Effekte helfen auch keine 3D-Brillen.

        Zudem wirkt Shawn Roberts als neuer Superschurke, das grinsende Stehaufmännchen Wesker, noch blasser als seine Vorgänger Thomas Kretschmann und Iain Glen. Ohnehin erscheint das Endzeit-Spektakel wie eine Ansammlung von auf schmutzig getrimmter Models, die in den meisten Einstellungen entsprechend in Szene gesetzt werden, Sicherlich wünscht Mr. Anderson, dass seine Gattin bestens zu Geltung kommt: Los Angeles. Nachmittag. Zombie-Invasion. Die Frisur sitzt. Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn der „gory nonsense“ (Empire) etwas mehr Witz und Thrill liefern würde. Doch das Franchise zahlt sich aus, weshalb die vierte Folge mit einem reichlich dreisten Cliffhanger endet. Ihres Erfolges waren sich Anderson und seine Mitstreiter reichlich sicher, und sie behielten Recht.
      • | FAZIT

      • Stilisierter Trash mit wenigen wirkungsvollen 3D-Momenten. Neben monströsen Kloppereien und Millas Schmollblick gibt es kaum Attraktionen.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Gregor Ries

      • | Userwertung

      Wertung: 6.1/10 (20 votes)

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