Zutiefst desillusionierte Männer, unberechenbare Frauen, und Hollywood ist ein Sündenbabel: aberwitzige Persiflage auf Klassiker des "Film noir". Hingebungsvoll gemimt und klug inszeniert nach virtuosem Skript - ein Muss für Cineasten!
10.02.2012
Bewertung:
goldischerZwerg| Kiss Kiss Bang Bang (2005) zum wiederholten Male
Dieses Filmchen hab ich nun schon öfters gesehen (allein 2x davon im Kino) und ich bin immernoch schwer begeistert. Ich steh ja ziemlich auf schön verworrene Krimis und thriller mit LOGISCH NACHVOLLZIEHBARER Auflösung und da bin ich hier genau richtig. Dazu kommt noch ein genialer Humor mit unschlagbaren Sprüchen, die wahrscheinlich beim 50. Mal Schauen noch zünden und Robert Downey Jr. schafft es perfekt den naiven Ganoven darzustellen. TOP!
Kiss Kiss Bang Bang ist lockere Kost für einen schönen Filmabend. Er bietet sympathische Schauspieler, witzige wie skurrile und absurde Momente gepaart mit einer Story die erst nach und nach beginnt Sinn zu ergeben. Wieder ein Film, der mich stark an Pulp Fiction oder auch andere Genrevertreter (wie nennt man denn eigentlich dieses Genre?) erinnerte. Diese Filme sind oftmals gleich aufgebaut. Man kriegt Einblendungen welcher Tag im Film ist und während einige Akteure Leichen aufsammeln und verstecken erscheinen an anderen Schauplätzen gleich wieder neue. Die Story wird auch in Kiss Kiss Bang Bang erst nach und nach klar. Während des Filmes hätte ich mir hier und da aber gerne einen roten Faden, ein Ziel gewünscht. Das fehlt mir immer bei solchen Filmen. Deshalb gehört diese Art von Film auch nicht zu meinen Favoriten. Sie haben zwar alle, wie auch Kiss Kiss Bang Bang wirklich tolle und witzige Momente, aber so richtig spannend sind sie irgendwie nicht. Das Ziel ist bei solchen Filmen manchmal erst zwanzig Minuten vor Schluss so richtig begreifflich, aber vorher irren die Akteure meiner Meinung nach in der Pampa rum und das find ich immer wieder lästig und öde. Vielleicht lag es in diesem Fall auch an meiner Müdigkeit nach einem relativ strengen Tag. Kann gut sein. Die ganzen Dialoge im Off mit dem Zuschauer find ich aber doch ganz gelungen. Gefallen konnte mir deshalb vor allem Robert Downey Jr. mit seiner sympathischen Darstellung und seinen Gags als Offsprecher. Der wahre Hingucker des Filmes ist aber Michelle Monaghan. Ich weiss nicht recht, aber die hat so was ganz natürliches an ihr das mich sogar ein klein wenig fasziniert. Naja und Val Kilmer mag ich eigentlich eh nicht so sehr, auch wenn er in diesem Film nicht schlecht spielt.
Storytechnisch hab ich mir also wirklich besseres erhofft. Klar, die Musik stimmt, die Bilder ebenfalls, die Schauspieler genauso, aber es fehlt dem Film irgendwie am nötigen Pfiff was die Handlung anbelangt. Wirklich gute Gags zwischendurch sind zwar schön und gut, aber darum geht es ja schlussendlich nicht. Ausser der Film möchte ne Komödie sein, was ich aber stark bezweifle… Unterm Strich aber dennoch ein guter Film, der dank Michelle Monaghan und einigen wirklich guten Momenten seine Wertung verdient.