Holly Berenson und Eric Messer lernen sich bei einem Blind Date kennen, das ihre Freunde für sie arrangieren. Das Date endet wegen Unverträglichkeit frühzeitig. Holly und Eric treffen sich fortan sehr ungern, aber oft im Hause ihrer besten Freunde, dem Ehepaar Alison und Peter Novak, welches sie auch zu Paten der kleinen Tochter ernennt. Dann sterben Alison und Peter bei einem Autounfall und Holly und Eric erfahren, dass sie auf Wunsch der Freunde die Vormundschaft für Sophie übernehmen sollen. Und zwar, indem sie gemeinsam ins Haus der Novaks einziehen.
Schockiert, aber voller Pflichtgefühl beginnen die beiden Streithähne ihr Elterndasein mit der einjährigen Sophie. Während sie sich reichlich unerfahren um das Baby bemühen und auch voll im Berufsleben stehen, entspannt sich ihr Verhältnis zueinander nur zögerlich. Im Laufe des ersten gemeinsamen Jahres sieht es irgendwann doch so aus, als würde aus Holly und Eric noch ein echtes Paar, aber dann bekommt Eric eine Stelle in einer anderen Stadt angeboten.
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| FILMKRITIK
Die hübsche Komödie „So spielt das Leben“ von Regisseur Greg Berlanti kombiniert zwei lustige Themen: ein unfreiwilliges Paar wie Katz und Hund und das Abenteuer des Lebens mit einem Baby. Was dabei am meisten überzeugt, ist der freche, unbeschwerte Witz der Dialoge. Man merkt der Geschichte an, dass sie nicht aus der Retorte stammt. Zwar ist sie harmlose Mainstream-Unterhaltung, doch die Originalität des Drehbuchs der Erstlingsautoren Ian Deitchman und Kristin Rusk Robinson und der Biss der Inszenierung verleihen ihr Frische.
Katherine Heigl spielt die attraktive Holly mit den langen blonden Locken, eine vernünftige, ein bisschen zu brave Frau, die ein Ladencafé führt. Das einzige Mal, dass sie ihren Erzfeind Eric hemmungslos beschimpft, wird erst sein, als sie sich nach einem anstrengenden Tag mit Baby eine Flasche Wein hinter die Binde kippt. Der Sendetechniker Eric Messer, gespielt von Josh Duhamel, ist gutaussehend, ein Draufgänger, ein Traumtyp für die Frauen. Auf einem seiner Besuche bei Alison und Peter vor ihrem Unfall sah man ihn mit dem Baby im Arm auf dem Trampolin, bis er einen Schwall halbverdaute Milch aufs Hemd bekam.
Der Alltag von Holly und Eric mit der verwaisten Sophie bietet viel Anlass, über die fürsorglichen Amateure zu lachen, nicht nur, aber natürlich auch beim Wickeln. Sie durchlaufen alle Ängste und Belastungsproben, die die Eltern eines Babys so durchmachen: Krankheit, fehlgeschlagene Versuche, das schreiende Kind nachts zu beruhigen, seine Abneigung gegen geraspelte Karotten und andere gesunde Kost. Natürlich überfordern sich Holly und Eric mit dem Wunsch, alles richtig zu machen und natürlich schaffen sie es nicht, im Beruf stets konzentriert zu wirken.
Eine Mitarbeiterin des Jugendamts erscheint zu ihren Kontrollbesuchen ausgerechnet dann, wenn Holly und Eric mal wirklich Grund hätten, etwas vor ihr zu verbergen. Und die neugierigen Nachbarn sparen nicht mit Tipps aus ihrem reichen Erfahrungsschatz als Eltern. Das entscheidende Tüpfelchen auf dem I sind aber diese freimütigen Dialoge, etwa wenn es einmal aus Eric herausbricht: „Ich hab mein Leben für sie ruiniert“, „Ich hatte alles, ich war der Hammer!“. Oder wenn die Frau vom Jugendamt Holly und Eric warnt, in ihrer speziellen Situation sei Sex „wie ein Termitenbefall“.
| FAZIT
Sie waren nie ein Paar, sie wollen keines werden, aber sie müssen lernen, gemeinsam für ein Baby zu sorgen: Launige Komödie mit erfrischendem Dialogwitz.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung