Aufgrund seiner bisher gezeigten Leistungen mit Filmen wie „House of the Dead“ oder „Alone in the Dark“ ist eine gesunde Portion Skepsis für das aktuelle Fantasyspektakel „Schwerter des Königs – Dungeon Siege“ mehr als angebracht. Dennoch schafft es der deutsche Filmemacher und Geschäftsmann Uwe Boll mit diesem Film erstmals einen halbwegs passablen Streifen in die Kinos zu bringen.
Natürlich hinken Story, Effekte, Ausstattung und Ambiente der augenfällig kopierten Konkurrenz von „Herr der Ringe“ böse hinterher, dennoch ist diese Computerspielverfilmung für den vielfach betitelten Trashfilmer ein Schritt in die richtige Richtung, weil er dem Streifen mal ein etwas höheres Budget und somit auch passable Effekte und Aufbauten beschert hat. Die verwaschene Optik und viele Kameraeinstellungen sind eindeutig von „Herr der Ringe“ abgekupfert und die Story und die Dialoge haben sich ebenfalls in einen mittelmäßigen und nicht mehr zwangskomischen Bereich hochgearbeitet. Die vielen Stars werten den Film sichtlich auf, wobei sich Ray Liotta als Bösewicht, Matthew Lilliard als intriganter Herzog und Leelee Sobieski als Zauberin sichtlich schwer in ihren Rollen tun. Jason Statham und Ron Perlman verleihen durch ihre knochigen und teilweise unterhaltsamen Rollen dem Film einen gelungen B-Movie-Charme. Ärgerlich hingegen sind die schlecht dargestellten und gezeigten Orkkopien namens Krugs. Sie erinnern eher an Latexausgaben von Orks, die diversen Liveactionrollenspielen entsprungen sein könnten.
Alles in allem ein ordentlicher Fantasyactionmix von Uwe Boll, der zwar noch stark verbesserungswürdig wäre, aber auch viel schlechter hätte sein können.