Obwohl konventionell gemacht ist es anfangs nicht leicht die drei Handlungsstränge richtig einzuordnen. Die aktuelle Situation des Kalten Krieges liegt ja auch schon lange zurück und anders als bei 007 geht hier eine Bombe wirklich hoch. Drum geht es hier um die berechtigte Furcht (s. Originaltitel), die damals alle hatten ’Wer zuerst schießt, stirbt als Zweiter’. Oder wie es ein Cartoon seinerzeit karikierte: der Präsident der USA stolpert an einem Schaltpult herum und lallt „Huch, jetzt hab ich aus Versehen den Dritten Weltkrieg ausgelöst!“ Der Film setzt auf Action und bietet Spannung. Beides gibt den internationalen Systemantagonismus der 60er oder 70er Jahre recht gut wieder. Alan Bates ist der notorische Bösewicht zwischen den Fronten, dessen Ende nicht überrascht. Sowohl der amerikanische als auch der russische Präsident lassen trotz allem Misstrauen den gesunden Menschenverstand obsiegen und retten die Welt, die sie mehrfach hätten auslöschen können (atomarer Overkill!). Manches geht aber auch etwas glatt und die Folgen der Bombe sind überschaubar. Darüber kann man hinwegsehen und über das vorhersehbare zuckersüße Happy End der eingebauten Love Story mit der schönen Bridget Moynahan nur schmunzeln. Es bleibt unterm Strich ein unterhaltsamer Thriller mit viel Prominenz aus der ersten und zweiten Reihe.
Die im Film gezeigte Scene in der Russ. Tupolew Tu 22 M Backfire den US Flugzeugträger CVN 74 J.C Stennis in der Nordsee Angreifen und fast Versenken ist eine auf Fakten beruhenden Tatsache. Diese Russischen Überschallbomber besitzen Spezielle Anti Schiffsraketen bis zu zehn in Internen Waffenschächten sowie bis zu zwei große Moderne CH41 Anti Schiffsraketen Nato Code ,,Sunburn,, diese Raketen können bis zu über 2500km/h schnell Fliegen und aus einer Reichweiter von weit über 300km Entfernung ihr Ziel (US Flugzeugträger) auffassen , sobald die Rakete Sunburn vom US Abwehrradar Erfasst wid fliegt die Rakete Zufällig errechnete Abwehrmanöver mit bis zu 10G um die US Abwehr zu Umfliegen bei einem Angriff wie im Film gezeigt mit einer Staffel TU 22 bis zu 10 Maschienen zu jeweils 2 Raketen genügen 1-2 Raketen um den kompletten Flugzeugträger Auszuschalten.
Die Russischen Waffensysteme sind nicht in ihrer Effektivität zu Unterschätzen. Sie werden nur gerne von der Nato und USA Runtergespielt und Schlecht gemacht um die eigenen besser da stehenen zu lassen. Sie verfügen über die selbe Techn.Entwicklung und Stand den wir hier auch im Westen besitzen.
Ein US Flugzeugträger Verband wurde schon oft aus nächster Nähe von Russ. Ubooten auf Seerohrtiefe Fotografiert was sehr Peinlich für die US Streitkräfte war. Die lange nicht so Effektiv Arbeiten wie mann das immer glauben mag.
Die 4. Verfilmung eines Tom Clancy Romans (Das Echo aller Furcht) orientiert sich etwas stärker an der Romanvorlage als der Vorgänger „Das Kartell“. Leider haben die 8 Jahre, die zwischen diesen Verfilmungen liegen, auch eine für den Film sehr negative Konsequenz gehabt. Harrison Ford, der in den beiden vorangegangenen Clancy – Verfilmungen die Rolle des Jack Rayn spielte, ist wohl mittlerweile etwas zu alt für diesen Charakter, so durfte der Armageddon Star Ben Affleck in die Rolle des Jack Rayn schlüpfen. Das führt zu der kruden Situation, das Jack Rayn in „Das Kartell“ schon bis zum stellvertretenden CIA Direktor aufgestiegen war, und jetzt in „Der Anschlag“, der chronologisch eigentlich nach „Das Kartell“ spielten sollte, wieder als junger CIA Angestellter zu sehen ist. So entsteht auch die größte Differenz zum Roman, denn auch in der Romanvorlage ist Rayn Stellvertretender CIA Direktor. Damit ergibt sich auch ein Problem bei eventuell folgenden Clancy - Verfilmungen, Jack Rayn steigt ja im nächsten Buch (Ehrenschuld) sogar bis zum Präsidenten der USA auf. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, dem Charakter in „Der Anschlag“ einen anderen Namen zu geben, allerdings hat der Name Jack Rayn in der Fangemeinde und nach den vorrangegangenen Kinoerfolgen auch eine gewisse Zugkraft. Die Besetzung der Hauptrolle mit einem jungen Schauspieler ist zwar eine sehr gute Wahl, die dem Film etwas mehr Dynamik als dem Buch verleit, dennoch hätte ich mir hier eine konsequentere Umsetzung gewünscht, vor allem den Mut, auf den Zugkräftigen Namen Rayn zu verzichten.
Auch die Wahl der Bösewichter ist eher mit Skepsis zu betrachten. OK, arabische und islamistische Terroristen, wie in der Romanvorlage, sind in letzter Zeit etwas abgegriffen, aber gerade der 11. September hat doch bewiesen, das von dieser Terroristenart immer noch die größte Gefahr ausgeht. Allerdings ist auch „Der Anschlag“ ein Opfer des 11. September geworden, der Film war vorher schon abgedreht, und bis zum 11. 09. war der schwerste Anschlag in der amerikanischen Geschichte der von 1995 auf ein Behördengebäude in Denver. Und dieser wurde nicht von Islamischen Fanatikern, sondern von amerikanischen Neonazis verübt. Dieser Anschlag ist wohl auch der Grund, warum man das Football Endspiel im Film von Denver (wo es im 1991 geschriebenen Roman stattfand) nach Baltimore verlegt hat. Mir persönlich jedenfalls hätten die Islamisten aus der Buchvorlage dennoch besser in den Film gepasst, es hätte glaubhafter gewirkt und hätte auch der aktuellen Bedrohungslage besser entsprochen. Auch wäre das Motiv dann etwas klarer und verständlicher gewesen.
Auch einige militärische Sachen wirkten etwas unrealistisch, den Angriff der Russischen Kampfjets auf den Flugzeugträger fand ich schon sehr blauäugig in Szene gesetzt. Ein Flugzeugträger hat fliegende Radarleitstände und 60 Abfang- und Mehrzweckkampfflugzeuge an Bord, und wird von fast 20 Schiffen (darunter 2 Aegis- Kreuzer mit dem weltbesten Radarsystem und je 100 Flugabwehrraketen an Bord) begleitet, der gesamte Trägerverband verfügt über mehr als 400 Flugabwehrraketen. Zumal sollte der Flugzeugträger nach der Atombombenexplosion eigentlich in maximaler Alarmbereitschaft sein. Kaum vorstellbar, das da einfach mal so ein paar Flugzeuge bis auf Sichtweite rankommen, um ihn mit Antischiffsraketen zu bepflastern.
Aber das alles tut dem Film eigentlich keinen Abbruch! Auch wenn der Film nur recht lose auf dem Roman basiert, so ist den Drehbuchautoren und dem Regieuser doch das Kunststück gelungen, den sehr komplexen und detailreichen, stellenweise auch etwas langatmigen Roman in einen rasanten 120 min langen Film zu packen. Überzeugende Schauspieler, gute Regiearbeit und eine packende Handlung garantieren ein erstklassiges Kinoerlebnis. Auch wenn der Roman, auf dem der Film basiert, schon 11 Jahre alt ist, so ist das Thema doch im Augenblick aktueller den je. Und das ist auch der schale Beigeschmack, den man beim Ansehen dieses Filmes einfach nicht loswird. Dieser Film ist so realistisch, dass es einem Angst macht.