Montag | 28. Mai 2012 | 15:43 Uhr
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  • FILM REVIEW | Vorstadtkrokodile 3
  • Vorstadtkrokodile 3

    Abenteuer, Jugendfilm | Deutschland 2011
  • | INHALTSANGABE

  • Es ist Sommer und Hannes (Nick Romeo Reimann) Geburtstag steht an. Die Krokodile sind wieder ein Jahr älter geworden und langsam wird klar, dass sich Risse in dem einst so engem Bandengefüge bilden. Maria (Leonie Tepe), die am liebsten alleine mit Hannes feiern würde, sieht die Unterbrechung ihres romantischen Geburtstagpicknicks am See durch die anderen gar nicht gerne. Schon gar nicht, als alle im Wasser landen.

    Doch direkt danach trennen sich die Wege der Vorstadtkrokodile. Olli (Manuel Steitzer) bricht mit seiner Freundin in den Urlaub auf, und Kai (Fabian Halbig) nimmt an einem Basketball Turnier mit seinem Team teil.

    Die übrigen wollen Hannes Geburtstagsgeschenk einlösen - ein Gutschein für ein Kart Rennen! Doch an der Bahn angekommen, stellen sie fest, dass diese geschlossen ist. Aber das hält die Krokodile nicht auf, sie stehlen sich klammheimlich auf das Gelände und liefern sich ein rasantes Rennen. Doch dann passiert das Unglück, während eines riskanten Überholmanövers verliert Frank (David Hürten) die Kontrolle über den Kart und überschlägt sich.

    Mit Blaulicht wird er ins Krankenhaus eingeliefert und als herauskommt, dass er in Lebensgefahr schwebt und nur durch eine Organspende gerettet werden kann, ist vor allem Hannes am Boden zerstört. Als Spender kommt nur Franks Bruder Dennis (Jacob Matschenz) in Frage. Doch diesen hat die Bande selbst in Teil Eins der Trilogie ins Gefängnis eingeliefert.

    Die Krokodile fragen beim Leiter der JVA Hartmann (Hans-Martin Stier) nach, ob er Dennis eine Ausnahmebewilligung zur Rettungs seines Bruders geben könnte. Doch Hartmann ist auf Dennis, nach dessen x-ten Ausbruchsversuch, gar nicht gut zu sprechen. Also müssen sich die Krokodile einen anderen, nicht ganz legalen, Weg suchen, um Dennis aus dem Gefängnis zu holen.
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      • | FILMKRITIK

      • Die beiden ersten Teile der Vorstadtkrokodil-Trilogie waren ein angenehmer Abstecher aus dem semi-reallen Alltag der Wilden Kerle ins bodenständige Ruhrpott Milieu. Die Kids bewiesen sich gegen Kleinkriminelle und machthungrige Geschäftsleute und retteten dabei ganz nebenbei auch noch einen Familienbetrieb.

        Genau diese Kombination aus Kriminalgeschichte und Familiendrama macht die Trilogie so charmant und sehenswert, und ist sicherlich einer der Gründe, warum Schauspieler wie Nora Tschirner auch dieses Mal wieder mit an Bord sind.

        Leider bricht der dritte Teil, im Vergleich zu seinen Vorgängern, ein wenig ein. Es mag daran liegen, dass sich die Krokodile dieses Mal auf einen eher fragwürdigen Plan einlassen, und damit das Universum von Schwarz und Weiß, Gut und Böse, endgültig verlassen. Zu ihrer Entschuldigung bleibt aber zu sagen, dass die Krokodile nicht die Krokodile wären, wenn ihre Geschichten nicht schon immer alle Seiten einer Straftat ausgeleuchtet hätten. Der Ruhrpott ist eben eine Welt der grauen Schattierungen.

        So ist die Antwort auf diese Frage dieses Mal im Plot zu finden. Der wenig glaubwürdige Aufhänger der Story, macht es dem Rest des Filmes schwer zu bestehen. Die Krokodile müssen in ein Gefängnis einbrechen um einen Verbrecher herauszuholen? Um ein Leben zu retten?

        Da hilft auch die Kehrtwendung der Geschichte im letzten Teil nicht, als plötzlich Hannes Mutter (Nora Tschirner), als verantwortungsvolle Erwachsene eingeweiht wird. Diese versucht Ordnung in die verfahrene Sache zu bringen, indem sie die Medien kontaktiert (aber da nimmt leider niemand den Hörer ab). Eine weitere Sackgasse.

        Tragisch ist in jedem Fall, die Abwesenheit von Olli und Kai. Die beiden hatten den ersten Teilen ihren eigenen Stempel aufgedrückt und sind ebenso unabdingbar wie Hannes und Maria, die die Bande alleine nicht tragen können. Schlauerweise ist diese Tatsache in den Plot eingebettet, wird aber leider nicht bis ins Letzte ausgereizt.

        Die ambitionierte, aber leider völlig unangebrachte, Optik, die sich der Regisseur der Oceans-Reihe entliehen hat, hilft dem Plot auch nicht weiter. Es tut uns leid, aber Nick Romeo Reimann ist nicht George Clooney und es ist auch nicht lustig, wenn er versucht so auszusehen.

        Glücklicherweise findet der Film am Ende dann doch noch zu seiner Kreativität zurück und das charmante Ende entschädigt ein wenig für die zuvor erlittene Enttäuschung.
      • | FAZIT

      • Im Vergleich zu den ersten beiden Teilen eine Enttäuschung, dennoch besser als viele andere Teenie-Filme.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Laura Samide

      • | Userwertung

      Wertung: 7.8/10 (14 votes)

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