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  • Babettes Fest

    Drama, Komödie | Dänemark 1987
  • Originaltitel:
    Babettes gæstebud | Babette´s Feast
    Genre:
    Drama, Komödie
    Deutschlandstart:
    08.12.1988
    Produktionsland:
    Dänemark 1987
    Länge:
    98 Minuten
    FSK:
    ab 06 Jahren
    Auszeichnungen:
    Oscars:  1 x nominiert | 1 x gewonnen   BAFTA:  6 x nominiert | 1 x gewonnen   Golden Globe: 1 x nominiert  

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    • | KURZINHALT

    • Die Menschen an den rauen Küsten Jütlands leben im 19. Jahrhundert ein einfaches, bescheidenes und gottesfürchtiges Leben. Martina und Philippa - ihre Namen leiten sich von Martin Luther und Philipp Melanchton ab - sind die bildschönen und äußerst frommen Töchter des Gründers einer pietistischen Sekte, die zusammen mit ihrem Vater in einem kargen Fischerstädtchen leben.

      Zu ihrer Erbauung singen die beiden in ihrer freien Zeit christliche Lieder, insbesondere Martina ist mit einer wundervollen Stimme gesegnet. Ihre Stimme ist es auch, die den Pariser Opernsänger Achille Papin in den Bann des 18-jährigen Mädchens zieht. Philippa hingegen ist von außergewöhnlicher Schönheit, der Offizier Lorens Löwenhjelm verliebt sich Hals über Kopf in sie. Doch die beiden Mädchen entscheiden sich für ein Leben in frommer Enthaltsamkeit und Pflichterfüllung und gegen die Liebe und widmen sich fortan den Ideen ihres Vaters.

      Inzwischen sind einige Jahre ins Land gezogen, Martina und Philippa leben noch immer gemeinsam in dem Haus ihres Vaters. Die beiden Schwestern haben Babette, eine französische Köchin, bei sich aufgenommen. Nach der blutigen Niederschlagung der Aufstände in Paris, bei der ihr Ehemann und ihr Sohn umgekommen, sind, ist sie mit einem Empfehlungsschreiben des Sängers Achille Papin aus Frankreich geflohen. Mit den bescheidenen Mitteln, die den Schwestern zur Verfügung stehen, versorgt Babette den Haushalt und erhält dafür ein Dach über dem Kopf. Der einzige Luxus, den sie sich gönnt, ist die regelmäßige Teilnahme an einer Lotterie.

      Als sie tatsächlich 10.000 Francs gewinnt, erfüllt sie sich ihren größten Wunsch, der bei den Dorfbewohnern auf höchste Verwunderung stößt: sie möchte den pietistischen Dörflern ein opulentes Festmahl zubereiten. Als Anlass wählt sie den hundertsten Geburtstag des längst verstorbenen Sektenführers, die dafür nötigen Lebensmittel lässt sie eigens aus Frankreich kommen. Das üppige Mahl widerspricht allen Lebensprinzipien der frommen Schwestern, denen Babette bisher nur karge Mahlzeiten, bestehend aus getrocknetem Fisch, Brot und Kaffee zubereitet hat, zutiefst. Dennoch lassen sie sich unter der Bedingung, dass keiner der Geladenen ein Wort über das Essen und die Getränke verlieren darf, zu der Feier überreden.

      Dieser Vorsatz währt allerdings nur so lange, bis das Festessen beginnt. Während des Festmahls fühlt sich der ebenfalls geladene Lorens Löwenhjelm, inzwischen General, an ein Festmahl in Paris erinnert und erkennt in Babette eine der gefeiertsten und besten Köchinnen ihrer Zeit.
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    • | CAST & CREW

    Regie:   Gabriel Axel
    Buch:   Gabriel Axel  
      Isak Dinesen als Story  
    Musik:   Per Nörgaard
    Kamera:   Henning Kristiansen
    Produzent:   Just Betzer  
    Darsteller:   Jean-Philippe Lafont  
      Pouel Kern  
      Gert Bastian  
      Thomas Antoni  
      Bodil Kjer  
      Asta Esper Hagen Andersen  
      Birgitte Federspiel  
      Bibi Andersson  
      Jarl Kulle  
      Stephane Audran  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Lucullus kontra Calvin
    • Als der Film in den achtziger Jahren die literarische Hinterlassenschaft von Tanja Blixen entdeckte, war auch ’Babette’ dabei. Abgesehen vom ’Grossen Fressen’ ist das wohl einer der ersten Filme, der das Essen und die Zubereitung köstlicher Speisen thematisiert hat. Obwohl in wunderschöne Bilder gefasst, wirken einige Passagen etwas angestaubt. Die historische Vorgeschichte wie es Babette in den Norden verschlägt, bildet einen stimmungsvollen Rahmen. Der Charme des Films, der immer noch seine Wirkung hat, besteht aus dem Aufeinandertreffen von sinnen- und lustfeindlicher, puritanischer Lebensweise, die jeglichen Genuss verbietet und der Darbietung der köstlichsten Speisen, der französische Küche. Bei den Dörflern ist die höchste Tugend der Verzicht und alles Streben richtet sich nach dem Jenseits. Es wird nicht übertrieben, Mimik ist angesagt, leise Zeichen werden gesetzt. Alles Stoff für die Augen! Und dazu begleitet uns Blixens Kommentar aus dem Off. Gleichzeitig ist es aber auch noch ein Appell an den hedonistischen Genuss, der durch Großzügigkeit erst richtig zum Tragen kommt.
    • 15.02.2011 Bewertung:
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