Ace ist ein Zuhälter und kleiner Ganove in Marseille, außerdem arbeitet er auch als Polizeispitzel. Doch eines Tages taucht er unter, gerade als die Polizei seine Dienste nötiger denn je bräuchte, denn Aces Boss plant einen großen Deal mit einem kolumbianischen Drogengangster. Also spüren die Polizisten Aces Zwillingsbruder Gilbert Chapelle auf. Der Mann ist unbescholtener Bankangestellter. Aber dann wird er einem gnadenlosen Schnellkurs unterzogen, um der Halb- und Unterwelt von Marseille glaubhaft als der gute alte Ace präsentiert werden zu können.
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| FILMKRITIK
Die Actionkomödie „Le Mac“ erreichte in Frankreich 1,5 Millionen Kinozuschauer. Das in der Art einer Parodie ins Aberwitzige hochgeschraubte Ganovenstück um Geld, krumme Geschäfte, Drogen, nackte Frauen und Männer mit viel Schmuck hat Tempo und eine brauchbare Grundidee. Aber die Witze zünden nicht und sogar vielversprechende Szenen im Kinofilmdebüt von Regisseur Pascal Bourdiaux versickern in Albernheit.
Ace heißt der schwarzgelockte Zuhälter mit der Lederjacke und den vielen Ringen an den Fingern, der morgens zuhause in Gesellschaft nackter Frauen aufwacht. An die amerikanische Action „Smokin´ Aces“ erinnert nicht nur dieser Name, sondern auch ein wenig die hochstapelnde Erzählweise. Für seine Mädchen, die in einem Nachtclub nicht nur, aber auch tanzen, und für seine beiden Helfer, die er herumkommandiert, ist dieser Ace der große Macker. Für seinen Boss Mendès und für die Polizei ist er ein kleines Würstchen. Rick Kavanian hat die deutsche Synchronstimme von Ace übernommen.
Die Polizei greift nach dem Verschwinden des Kleingangsters also auf seinen Zwillingsbruder zurück, der ihm als braver Anzugträger höchstens wegen des Schnurrbarts ein wenig ähnelt. Die Beamten inszenieren einen Tiefgaragenüberfall, bei dem der arme Angestellte eine geladene Waffe vom Boden aufhebt und damit scheinbar einen Mann niederschießt. Sie drohen ihm, dass er, weil man ihn für den Gangster Ace halten wird, für viele Jahre ins Gefängnis kommt, es sei denn, er spielt für sie den verschwundenen Zwillingsbruder, von dem er bislang gar nichts wusste. So wenig glaubwürdig nicht nur dieser Einfall auch ist, zunächst macht die optische und mentale Verwandlung des Bankangestellten in den bösen Ace noch Spaß.
Im Schnellkurs wird dem Mann der lässige, wiegende Gang antrainiert und die rüpelhafte Sprache voller Drohgebärden, die er draufhaben muss, um bei seinen Mädchen und den Gangstern in Marseille als echt durchzugehen. Hauptdarsteller José Garcia schafft die Verwandlung zur Karikatur eines üblen Burschen spielend und ist am besten in den Momenten, wenn er als der neue Ace die ungewohnte Nähe seiner schönen Gespielinnen genießt. Der Film hat ein paar gelungene Einfälle, um Lust und Last seiner Nächte mit drei Frauen zu schildern.
Der falsche Zuhälter muss, ausgestattet mit Polizeimikrofon und oft nur mühsam überspielter Panik, kriminellen Beschäftigungen nachgehen, von der Schutzgelderpressung im chinesischen Restaurant bis zum getürkten Mord. Die Erlebnisse des verkleideten Zwillingsbruders, der später auch dem echten Ace begegnet, und seiner Kumpel geraten allerdings allzu oft tölpelhaft.
| FAZIT
Französische Actionkomödie ohne zündenden Witz über einen Bankangestellten, der sich als Zuhälter ausgeben muss.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung