Montag | 28. Mai 2012 | 16:08 Uhr
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  • FILM REVIEW | Hop - Osterhase oder Superstar?
  • Hop - Osterhase oder Superstar?

    Familie, Komödie, Animation | USA 2011
  • | INHALTSANGABE

  • Fred O´Hare ist ein Mann von 30 Jahren, der noch bei seinen Eltern wohnt und lieber gar nicht arbeitet, als nur wegen des Geldes. Schließlich legen ihm die Eltern nahe, auszuziehen. Seine Schwester verschafft ihm fürs Erste eine Bleibe in der Luxusvilla ihres Chefs, die sie in seiner Abwesenheit hüten soll. Auf dem Weg dorthin läuft Fred ein kleiner Hase vors Auto, der ihn ziemlich erschreckt, weil er sprechen kann. Was Fred noch nicht weiß: E.B. ist der Teenager-Sohn des Osterhasen, der keine Lust hat, das Geschäft des Vaters zu übernehmen, sondern in Hollywood eine Karriere als Schlagzeuger machen will.

    Der untröstliche Hasenpapa aber schickt seine weibliche Leibgarde los, um den Sohn zurückzuholen. Derweil genießt dieser in der Luxusvilla sein neues Leben. Freds anfängliche Abneigung gegen den umtriebigen E.B. hat ein Ende, als der ihm sagt, er sei der Osterhase. Seit Fred als Kind einmal den Osterhasen im Garten sah, schwärmt er für ihn und könnte sich nichts Schöneres vorstellen als dessen Job.
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      • | FILMKRITIK

      • Es wurde Zeit, dass sich das Kino auch mal des Osterhasen annimmt und enthüllt, wo er lebt und was er so denkt. Die spritzige Komödie „Hop – Osterhase oder Superstar?“ aber schafft noch viel mehr. Sie lässt einen pflichtvergessenen Hasensprössling mit Musikerträumen in die menschliche Gegenwart hineinschnuppern. Der Hase E.B. gefällt nicht nur als hübsche Animationsfigur im Stofftierlook, sondern auch mit seiner jugendlich unbekümmerten Sprache.

        Seinen menschlichen Kumpel Fred, der eine ähnliche Enttäuschung für den eigenen Vater ist, begleitet E.B. zu einem Bewerbungsgespräch, dann lässt er sich von ihm zum Talentcasting bei David Hasselhoff bringen. Derweil naht das Osterfest und der alte Hasenpapa hat niemanden, der die Eier austragen könnte. Seine rechte Hand, das Küken Carlos, rüstet zum Staatsstreich. Die originelle Realfilm-Animationsmischung stammt aus der Feder von Cinco Paul und Ken Daurio, die mit Brian Lynch das Drehbuch schrieben und die zuletzt mit dem Skript für „Ich – Einfach unverbesserlich“ Erfolge feierten. Regisseur Tim Hill ist eine quirlige Komödie für die ganze Familie gelungen, deren Humor nicht in erster Linie auf kleine Zuschauer abzielt.

        Es scheint eher so, dass diejenige Altersgruppe die Komik am meisten goutieren kann, die einerseits nostalgisch den Osterfreuden der Kindheit nachhängt, andererseits aber weiß, warum E.B. glaubt, Hugh Hefners Playboy-Mansion habe Zimmer frei für Hasen. Oder die schwarzen Humor mag im Stil der Szene, in der Fred den vermeintlich schwerverletzten E.B. mit einem großen Stein erschlagen will. Eher was für größere Zuschauer sind auch die coolen Worte E.B.s, der mit der deutschen Stimme von Alexander Fehling spricht: „Fred, ist unsere Beziehung denn so zerrüttet?“

        Trotz der konventionellen Coming-of-Age-Geschichte, in der sowohl E.B., als auch der von James Marsden gespielte Fred ihren Weg im Leben finden müssen, ist die Umsetzung ausgesprochen inspiriert. Dabei zündet vor allem die Komik, die am Osterhasenmythos nagt, beziehungsweise am Niedlichkeitsklischee, dem E.B., wenn er zum Beispiel auf einem bissigen Wachhund reitet, nicht direkt entspricht. Die hervorragende Animation von Illumination Entertainment stattet den Osterhasenpapa und seinen Sohn mit einem feinen, natürlich aussehenden Fell aus. Dieses ergibt zusammen mit den Puppenaugen und der Kleidung ein attraktives Äußeres für die Nager, die Menschen wie Fred nur bis zum Knie reichen.

        Die „Pinks“ genannten Ninja-Häsinnen mit ihren rosafarbenen Barettkäppis liefern flotte Anspielungen an das Actionfilmgenre, es gibt Popmusikeinlagen und einen Cameoauftritt der Blind Boys of Alabama. Aber mit am schönsten sind die animierten Welten im Untergrund der Osterinsel, wo Hasen und Küken am Fließband Schokoeier produzieren. Oder der Moment, wenn enthüllt wird, wie der Osterhase mit seinen Eiern eigentlich in die Gärten der Menschen gelangt. Die deutsche Synchronstimme von Wolfgang Stumph mit ihrem ostdeutschen Akzent verleiht dem Osterhasenpapa eine wunderbar altmodisch-gediegene Aura.
      • | FAZIT

      • Spritzige Komödie mit einem gelungenen Spiel der Kontraste, in der der Sohn des Osterhasen zu den Menschen geht, um Schlagzeuger zu werden.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

      Wertung: 5.5/10 (2 votes)

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