Montag | 28. Mai 2012 | 11:09 Uhr
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  • FILM REVIEW | The Mechanic
  • The Mechanic

    Thriller, Action | USA 2011
  • | INHALTSANGABE

  • Seine Mordaufträge erledigt Profikiller Arthur Bishop (Jason Statham) zuverlässig, unerbittlich und gewöhnlich als getarnte Unfälle. Von Auftraggeber Dean (Tony Goldwyn) wird der „Mechaniker“ jedoch gezwungen wurde, seinen väterlichen Mentor Harry McKenna (Donald Sutherland) hinzurichten. Seitdem plagen Arthur Schuldgefühle. Als Harrys impulsiver Sohn Steve (Ben Foster) auftaucht, kommt er bald hinter die kriminelle Profession des schweigsamen Außenseiters. Um den Mord an seinem Vater zu rächen, will der unberechenbare Filius nun selbst das tödliche Handwerk erlernen. Jetzt steckt Arthur erst recht in einer Zwickmühle, was ihn über kurz oder lang mit seinen Hintermännern sowie seinem aufbrausenden Schüler in Konflikt bringt.
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      • | FILMKRITIK

      • „Kalter Hauch“ von 1972 zählt vielleicht nicht zu den besten, aber sicherlich auch nicht zu den missglückten Filmen, die Actionstar Charles Bronson in seiner erfolgreichsten Ära drehte. Immerhin lieferte Michael Winner, einer seiner Hausregisseure, zu dieser Zeit noch ausgeklügeltere Arbeiten ab als später für die Firma Cannon, wo beide die zwiespältige, aber zugkräftige „Death Wish“-Serie zu Tode ritten. Nun legt die ebenfalls auf schnelle, günstig produzierte Reißer abonnierte Firma Nu Image/Millennium, weitgehend von ehemaligen Cannon-Mitarbeitern bestritten, eine Neuauflage des Actionklassikers vor. Dabei setzt man erneut auf Jason Stathams Image als stoischer Einzelgänger, der zielstrebig seinen Weg geht und unbarmherzig mit seinen Gegnern abrechnet.

        Vor pittoreskem New Orleans-Hintergrund verrichtet der Protagonist seine mörderischen Jobs - ebenso einfallsreich wie perfide. Sein abgelegenes Holzhaus in Sumpfnähe sowie die Leidenschaft für Vinyl und klassische Sportwagen charakterisiert ihn als Mann mit Kunstgeschmack und Gespür für Tradition. Der coole, durchtrainierte Profi Bishop hält nichts von Bindungen, weshalb er seinen Nächte lieber gelegentlich mit einer attraktiven Barfrau (Model Mini Anden) verbringt. Doch die kalte Routine bekommt Risse, als Arthur seinen am Rollstuhl gefesselten Freund Harry umbringen muss. An seine Stelle tritt gewissermaßen dessen ungehobelter Sohn Steve, der in Arthur einen Vaterersatz sieht und trotz aller Distanz zum Erzieher auf Rache sinnt. Dabei legt er bei den ersten Mordaufträgen, natürlich alles böse Buben, einen unkontrollierten Sadismus und Tötungsrausch an den Tag, der dem menschenscheuen Elitehenker Bishop schnell unheimlich wird.

        Unter der Regie des Actionroutiniers Simon West („Tomb Raider“) bietet das auf Oberflächenreize angelegte Remake eine harte Sex & Crime-Mixtur mit ausgedehnten Mordsequenzen. Wie der Vorläufer setzt das Spektakel zunächst stärker auf ein getragenes Tempo, ohne dass dabei die Charaktere an Tiefe gewinnen würden, bevor die zweite Hälfte mit einigen spektakulären Stunteinlagen aufwartet. Immerhin entwickelt Ben Foster als hassenswerter Nachwuchsmörder eine stärkere Präsenz als sein blasser Vorgänger Jan-Michael Vincent, so dass man ihm die tickende Zeitbombe durchaus abnimmt. Selbst wenn man das Original nicht kennt, will sich allerdings kaum Spannung einstellen, denn überraschende Wendungen bleiben Mangelware. Somit zielt die stereotype Story nur darauf ab, welcher der beiden Todesboten letztlich die Oberhand behält, als Steve die Hintergründe zu durchschauen beginnt.
      • | FAZIT

      • Vorhersehbares, zynisches Killerduell, doch zumindest kommen Actionfans auf ihre Kosten.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Gregor Ries

      • | Userwertung

      Wertung: 6.3/10 (22 votes)

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