Montag | 28. Mai 2012 | 11:11 Uhr
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  • FILM REVIEW | Alone in the Dark
  • Alone in the Dark

    Horror | USA 2005
  • | INHALTSANGABE

  • Edward Carnby (Christian Slater) kommt von einer Reise zurück und bringt ein mysteriöses metallenes Kunstwerk mit nach Hause. Wie sich herausstellt, besitzt das 10000 Jahre alte Stück aus der untergegangenen Kultur der Abkani mysteriöse Kräfte. Als Carnby es seiner Exfreundin Tara (Alice Cedrac), einer Archäologin, übergibt, geschehen schreckliche Dinge: aus einem Abkani Sarg entsteigt ein Untoter, und 19 Durchschnittsbürger werden zu blutrünstigen Monstern. Verbindungen tun sich auf, die Spur führt zurück in ein Heim, in dem Carnby einst lebte. Ein Häuflein Aufrechte bekämpft die Armee der Monster mit allen Mitteln.
    Im Zentrum des Kampfes steht das metallene Artefakt. Wie sich herausstellt, ist es der Schlüssel zum Übergang zwischen der Welt und dem finsteren Reich der dunklen Mächte.
    Das ganze läuft auf eine undurchschaubare Orgie aus Gewalt und Gemetzel hinaus, die sich schwer beschreiben lässt, zumal der Film weniger aus einer Story, als aus einer Aneinanderreihung von Filmzitaten der Klassiker des Horrorfilmgenres besteht.
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      • | FILMKRITIK

      • Die Gesetze des Marketings haben die Filmindustrie schon immer dazu verleitet, dem Publikum Dinge zu verkaufen, die es schon vom Namen her kennt. Neben zahllosen Sequels prägen Literaturadaptionen und Verfilmungen von Comics oder neuerdings auch von Computerspielen die Filmlandschaft. Diese Praxis verrät nicht zwingend etwas über die Qualität der Filme, sofern es den Produktionen gelingt, aus der Vorlage heraus Figuren, Stimmungen und Story mit den Mitteln des Films weiter zu entwickeln.
        Um es gleich zu sagen: außer unfreiwilliger Komik entwickelt „Alone in the Dark“ aus seiner Vorlage nichts. Uwe Bolls neuer Horrorschocker basiert auf einem gleichnamigen Computerspiel aus dem Jahr 1990. Gleich zu Anfang belehrt eine Texttafel den Zuschauer über die geschichtlichen Hintergründe der versunkenen Abkani Zivilisation. Bald darauf setzt ein über die Bilder gesprochener Kommentar ein, der all die Informationen vermittelt, die der Film braucht, um seine haarsträubende Story in Gang zu bringen. Auf der Bildebene dagegen: lange Sequenzen, in denen die Handlung stecken bleibt und die Filmbilder zu nichts weiter gut sind, als zur Illustration einer Welt des Schreckens, die man so schon unendlich oft gesehen hat. Kein Horrorfilmklassiker, der in diesem kindischen Machwerk nicht zitiert wird, keine Textzeile, die über die Handlung hinauswiese. Vor lauter Zitaten verliert der Film vollends seine Richtung, Logik- und Anschlussfehler tun ihr übriges. Wie wenig Aufrichtigkeit und künstlerische Originalität hier am Werk ist, zeigt sich in vollster Blüte in einer völlig unglaubhaften und unmotivierten Sexszene, die in ihrer albernen Verklärung den pubertären Geisteszustand dieser Produktion restlos entlarvt.
        Christian Slater („True Romance“, „Resident Evil“), einst vielversprechender Jungstar, kann einem in der Rolle als Edward Carnby Leid tun. Ihm und auch den anderen Schauspielern gestattet dieser unreflektierte Film keinerlei Freiraum. Die Schauspieler treten zurück hinter der selbstverliebten Konstruktion, die auf Setting und Special Effects mehr Wert legt, als auf eine solide filmische Konstruktion. Regisseur Uwe Boll und seinem Team ging es allein um die Freude am Effekt. „Alone in the Dark“ will mit der Unbekümmertheit eines Computerspiels die Freude am Horrorfilm zelebrieren, doch die Figuren bleiben so steif und eindimensional wie die Helden eines Computerspiels aus den frühen 90ern.
      • | FAZIT

      • Horror-Trash nur für ganz Hartgesottene. Wer unfreiwillig komische Filme mag, findet mit „Alone in the Dark“ eine Perle.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Guido Lukoschek

      • | Userwertung

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