Montag | 28. Mai 2012 | 11:22 Uhr
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  • FILM REVIEW | Lucky Trouble
  • Lucky Trouble

    Komödie | Russland 2011
  • | INHALTSANGABE

  • Der Lehrer Slawa Treteronow kommt aus der Provinz nach Moskau, um einen Verleger für seinen Liebesroman zu finden. Das klappt nicht, aber dafür begegnet er der Frau seiner Träume, Nadja. Sie lässt für Slawa ihren Bräutigam Danja unmittelbar vor der Trauung sitzen. Das neue Liebespaar plant bald schon die eigene Hochzeit. Slawa kündigt seine Stelle in der Kleinstadt Paltschiki und will gerade in den Zug nach Moskau steigen, als er in einen Menschenauflauf gerät und für den Jugend-Fußballtrainer gehalten wird. Ein Politiker, der das große Wort führt, nimmt ihm den Ausweis ab und zerreißt seine Fahrkarte, denn Slawa soll für Paltschiki eine neue Fußballmannschaft zwölfjähriger Jungen zusammenstellen und sie schon am nächsten Tag an der Landesmeisterschaft teilnehmen lassen.

    Slawa erzählt seiner Braut am Telefon, er liege im Krankenhaus und könne erst einen Tag später in Moskau erscheinen. Nadja aber kann die Hochzeit nicht mehr verschieben, denn die vielen Gäste reisen an, also feiert sie schon mal ohne den Bräutigam vor und verschiebt lediglich den Termin beim Standesamt um einen Tag. Doch dabei bleibt es nicht, denn Slawas Abreise verzögert sich noch weiter: Die Straßenjungen, die er auf den Fußballplatz bringt, erweisen sich keineswegs als die sportlichen Nieten, für die er sie gehalten hat.
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      • | FILMKRITIK

      • Beschwingt, verspielt und leicht überdreht präsentiert sich die russische Sommerkomödie „Lucky Trouble“ von Regisseur Lewan Gabriadze. Sie imitiert mit ihren zahlreichen Verwicklungen den Stil der romantischen Komödien aus Hollywood und lässt auch die weibliche Hauptrolle der Nadja von einem Star aus der Traumfabrik spielen: Milla Jovovich ist in ihrem ersten russischen Film zu sehen und spricht sogar ihre russischen Dialoge selbst, obwohl sie dafür ihre muttersprachlichen Kenntnisse wieder auffrischen musste.

        Produzent Timur Bekmambetov, bekannt als Regisseur von „Wanted“, „Wächter des Tages“ und „Wächter der Nacht“, arbeitet hier erneut mit dem Schauspieler Konstantin Khabenskiy, der die Hauptrolle des Lehrers Slawa hat. Dieser Charakter ist ein gutmütiger Kerl, der äußerlich aber nicht besonders attraktiv wirkt und wegen seiner Schüchternheit in der fiktiven Kleinstadt Paltschiki wesentlich länger festgehalten wird, als ihm lieb sein kann. Danja, der von Iwan Urgant gespielte, schneidige Ex seiner Braut Nadja, nutzt die Chance und taucht auf ihrer Hochzeitsfeier in Moskau auf. Es könnte ja sein, dass Slawa gar nicht mehr kommt und Nadja dann schnell einen Bräutigam braucht.

        Die ersten Tage, die Nadja und Slawa verliebt miteinander verbrachten, waren erfüllt von einer schon ins Selbstironische kippenden, romantischen Phantastik. Das Paar fuhr durch die Straßen und sah überall, auf Plakaten, Wänden und auf dem Asphalt, nur für es selbst bestimmte Botschaften der Liebe, wie aufgemalte Blümchen und eigene Porträts. Im gleichen unbeschwerten Stil, der es mit der Wahrscheinlichkeit nicht ganz so ernst nimmt, geht die Geschichte weiter, als wolle sie die romantischen Komödien aus Hollywood, ein wenig karikierend, noch übertreffen. Slawa muss dafür seine linkische Art pflegen und seiner Nadja am Handy wenig glaubhaft vorlügen, weshalb er nicht rechtzeitig zur Hochzeit kommen kann.

        Milla Jovovich stellt die wartende Braut als erstaunlich geduldig und gutgläubig dar. Mit ihrer Spiellaune ist sie der strahlende Mittelpunkt der Geschichte. Nadjas misstrauische, ein böses Erwachen prophezeiende Mutter wird von Jovovichs Mutter Galina Loginowa dargestellt. Im flotten Wechsel zwischen dem Geschehen am Fußballplatz in Paltschiki und der wartenden Hochzeitsgesellschaft in Moskau sorgt der Film für fortgesetzte Spannung und Neugier. Slawa torpediert, um schneller wegzukommen, den sportlichen Ehrgeiz seiner jungen Fußballmannschaft mit schlimmen Sachen wie einem heimlich verabreichten Abführmittel. Doch die obdachlosen Kinder sind hart im Nehmen und nicht so leicht vom Ball zu trennen. Das führt zu einer Reihe amüsanter Komplikationen und Wendungen.
      • | FAZIT

      • Amüsante, leicht überdrehte romantische Komödie aus Russland mit Milla Jovovich.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

      Wertung: 8.9/10 (8 votes)

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