Montag | 28. Mai 2012 | 11:23 Uhr
Sie befinden sich hier: KINO | Startseite > Reviewübersicht > Reviewdetails
  • FILM REVIEW | Löwenzahn - Das Kinoabenteuer
  • Löwenzahn - Das Kinoabenteuer

    Abenteuer, Kinderfilm | Deutschland 2011
  • | INHALTSANGABE

  • Die zwölfjährige Laila kommt nach Bärstadt, um die Ferien bei ihrer Tante Yasemin zu verbringen. Vor ihren Augen wird ein Hund von einem Auto angefahren, das viel zu schnell unterwegs ist. Fritz Fuchs beobachtet die Szene aus der Luft, denn er fliegt gerade mit seinem motorisierten Paraglider über den Ort. Er landet, um Laila zu helfen. Gemeinsam mit seinem Hund Keks finden sie im Wald den inzwischen an seinen Verletzungen gestorbenen Hund, aber auch dessen drei kleine Welpen.

    Laila will sich um die verwaisten Tiere kümmern, doch es kommt anders: Die drei Bösewichte aus dem Fluchtfahrzeug stehlen die Hündchen, weil sie Fritz auf die Burg Eisenstein locken wollen. Dort wartet ein alter Bekannter aus Fritz´ Kindheit, Roman Zenkert. Er hat es auf den Schatz von Hannibal abgesehen, der seit über 2000 Jahren in einer Höhle in den Alpen lagert. Nur Fritz kennt den Weg dorthin. Von der Burg verschleppen also die Gangster bald Fritz, Keks, Yasemin und die drei Hündchen, heimlich gefolgt von Laila, in die Berge.
    WERBUNG
      • | FILMKRITIK

      • „Löwenzahn“, die naturkundlich orientierte Serie des ZDF für Kinder, gibt es seit 1981, nun bekommt ihr 2006 eingeführter Charakter Fritz Fuchs sein erstes Kinoabenteuer. Es gibt also ein Wiedersehen mit dem TV-Darsteller Guido Hammesfahr, dessen Charakter wie in der Serie in einem Bauwagen wohnt, und mit dem treuen Hund Keks. Aber auch Helmut Krauss als Nachbar Paschulke und Sanam Afrashteh als Yasemin sind im Kinofilm mit dabei. Das actionreiche Roadmovie führt eine bunte Truppe von Bösen, Guten und kleinen Hündchen in eine Burg und auf verschneite Berge.

        Ähnlich wie in der TV-Serie erhält Fritz Fuchs auch hier viel Gelegenheit, sein technisches Wissen und seinen Einfallsreichtum in schwierigen Situationen zu beweisen. Er kennt sich aus mit dem Kamineffekt in der Höhle, benutzt einen selbstgebauten Paraglider mit Solarstrom-Antrieb und weiß, wie man mit einem Seil und einem Stück Holz eine hohe Burgmauer erklimmt. Aber er benötigt auch die Hilfe des eigenwilligen Mädchens Laila, gespielt von Ruby O. Fee, und die eher zufällige Mitarbeit eines der neugierigen weißen Hündchen. Es fehlen die Erklärungen mit Wissensinhalten, wie sie in der Serie der eigentlichen Handlung beigefügt werden.

        Regisseur Peter Timm geht in der Einleitung ins Jahr 218 vor Christus zurück, und spielt nach, wie die Soldaten des Feldherrn Hannibal mit ihren Elefanten in den Alpen unterwegs sind. In einer Höhle, so will es das Drehbuch von Henriette Piper und André Georgi, lassen die Krieger den schweren Goldschatz zurück, den sie mitschleppten. Dann springt die Handlung in die Kindheit von Fritz Fuchs, der mit seinem Freund Roman und einem kleinen Hund die Höhle betritt. Schon als Junge, erfährt man so, war Fritz tierlieb und ein wissensdurstiger Forschergeist. Die Kinder werden von Steinschlag überrascht und Roman lässt den eingeschlossenen Fritz im Stich. Dieser kann sich mit der Hilfe des Hundes retten.

        Dann erst geht die Handlung in die Gegenwart, in der die beiden Jungen längst erwachsen sind. Roman ist der von Dominique Horwitz gespielte bewaffnete Gangster, der in der Burg Eisenstein in Thüringen gestohlene antike Kunstgegenstände versteckt. Er hat nicht vergessen, dass Hannibals Schatz immer noch dort liegt, wo ihn die Kinder einst zurücklassen mussten, und will Fritz zwingen, ihn wieder dorthin zu führen. Dabei nützt er die Tierliebe von Fritz aus und lässt sein von der eiskalten Blondine Cora angeführtes Helfertrio die kleinen Hündchen entführen. Fritz hält das Abenteuer ganz schön auf Trab, so dass Guido Hammesfahr eher sportlich, als schauspielerisch gefordert ist. Manche Actioneinlagen geraten in diesem Film so spektakulär, als wollten sie, Glaubwürdigkeit hin oder her, Hollywood in den Schatten stellen.

        Andere Drehbucheinfälle, wie der Slapstick in der Nebenhandlung mit Paschulke und der Postbotin, wirken schon fast zu albern für Schulkinder. Der Film scheint das Alter seiner Zielgruppe, anders als die TV-Serie, nicht genau genug zu definieren. Trotzdem gibt es auch, vor allem dank der kleinen Hündchen, Spaß für jedermann. Die Teenie-Band Apollo 3 begleitet die turbulente Jagd durch Burg und Berge mit zwei eingängigen Liedern. Ebenfalls ein Gewinn ist die hübsche Animation im Abspann, die mit ganz einfach wirkenden Mitteln den Inhalt auf witzige Weise noch einmal zusammenfasst.
      • | FAZIT

      • Turbulente Action mit Fritz Fuchs aus der gleichnamigen TV-Serie, der mit der zwölfjährigen Laila Verbrecher jagt und drei kleine Hunde retten will.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

      Wertung: 5.3/10 (3 votes)

      • | Cinefacts bei Facebook
      Facebook Logo
        • | WEITERE INFOS
            •   AKTIONEN