Montag | 28. Mai 2012 | 19:29 Uhr
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  • FILM REVIEW | World Invasion: Battle Los Angeles
  • World Invasion: Battle Los Angeles

    Action, Science Fiction | USA 2011
  • | INHALTSANGABE

  • Überall auf der Erde gehen Meteoritenschwärme nieder, die sich als außerirdische Raumschiffe entpuppen. Rasch attackiert das Geschwader alle Metropolen, wobei sich die überrumpelte Menschheit den erbarmungslosen Invasoren in Sachen Waffenstärke und Kampfgeist deutlich unterlegen zeigt. Bald leistet lediglich die US-Armee in Los Angeles Widerstand gegen einen übermächtigen Feind. Staff-Sergeant Michael Nantz (Aaron Eckhart) erhält den Befehl, aus einer Polizeistation am Santa Monica Airport eine Gruppe überlebender Zivilisten zu retten, wohin ihm sein Marine-Platoon nur widerwillig folgt. Der kurz vor der Entlassung stehende Anführer leidet unter seiner schlechten Reputation, seitdem seine Männer in Afghanistan ums Leben kamen. Unter Verlusten gelingt es der Einheit zwar, die Tierärztin Michelle (Bridget Moynahan), Joe Rincon (Michael Pena) und dessen zwei kleine Söhne aufzuspüren, doch ihnen bleiben lediglich drei Stunden, um das besetzte Areal vor der Air Force-Bombardierung wieder zu verlassen.
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      • | FILMKRITIK

      • Innerhalb weniger Monate findet nun schon die zweite Alien-Invasion im Kino statt, doch leider erweist sich das aktuelle Science Fiction-Spektakel dem Vorgänger kaum überlegen. Zwar setzt der von Hochglanz-Trash-Spezialist Neal H. Moritz („Fast & Furious“) produzierte Reißer auf den Ansatz, anstelle flüchtender Zivilisten wie in „Krieg der Welten“, „Cloverfield“ oder zuletzt „Skyline“ nun eingekesselte Soldaten in den Mittelpunkt zu stellen, die Los Angeles gegen eine zahlen- und waffenmäßig überlegene Macht verteidigen müssen. Wo die letzten Genrebeispiele ein eher düsteres Ende wählten, das aber Platz für eine Fortsetzung bot, sieht es hier etwas anders aus, denn letztlich zeigen unsere Boys der fiesen Monsterbrut, dass mit US-Marines nicht gut Kirschen essen ist.

        Zumindest erweist sich die Anwesenheit von Stars wie Aaron Eckhart, Michelle Rodriguez, Michael Pena und Bridget Moynahan als Vorteil, da man das kantenlose Personal mangels ausreichender Charakterisierung schwer auseinander halten kann. Die wenigen Ruhemomente zwischen dem pausenlosen Schusswechseln tragen wenig zur Ausarbeitung der Figuren bei. Aber ebenso wenig erfährt man über die Gegner, eine Mischung aus schleimigen Aliens und schießwütigen Predatoren. Die knappe Information muss reichen, dass es die Aggressoren offensichtlich auf die globalen Wasserressourcen abgesehen haben. Ansonsten dienen sie lediglich als anfangs unsichtbares Kanonenfutter. Wo die Low Budget-Produktion „Skyline“ den Pluspunkt perfekter Spezialeffekte durch eine klischeehafte Story und lachhafte Dialoge bald verspielte, verärgert Jonathan Liebesman durch eine in vielen aktuellen Action-Großproduktionen obligatorische Wackelkamera und schnelle Schnitte.

        Immerhin können beide Werke mit streckenweise fesselnden Actioneinlagen überzeugen, die in ihrer Dynamik die klaustrophobische Situation der gejagten Überlebenden vermittelt. Doch im Falle von „Battle L.A.“ verwässern Brian Tylers bombastischer Soundtrack sowie militärische Dialoge um Heldentum und Soldatenehre die durchaus vorhandenen Spannungsmomente. Angesichts angehäufter patriotischer Phrasen um den Marine-Kampfesmut möchte man sofort aufstehen und sich einschreiben. Daher lässt der abgesehen von ein bis zwei humorvollen Szenen bierernst entwickelte Plot von Beginn an keinen Zweifel, dass der unter Schuldgefühlen leidende Staff-Sergeant Nantz sich letztlich auf dem Schlachtfeld bewähren wird. Sollen die heimtückischen Invasoren ruhig angreifen: Unsere schlagkräftigen Waffenbrüder warten schon. Dagegen verspielte B-Filmer Jonathan Liebesman den positiven Eindruck, den sein einzig gelungener Film „Killing Room“ zuletzt hinterließ.
      • | FAZIT

      • Ein sentimentales Wehrertüchtigungswerk als knalliges Science Fiction-Spektakel. Heute in allen Multiplexen, morgen zu Schulungszwecken in US-Kasernen.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Gregor Ries

      • | Userwertung

      Wertung: 5.9/10 (17 votes)

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