Montag | 28. Mai 2012 | 19:34 Uhr
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  • FILM REVIEW | Red Riding Hood
  • Red Riding Hood

    Horror, Fantasy, Romanze | USA 2011
  • | INHALTSANGABE

  • Inmitten eines großen dunklen Waldes, dort wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen, liegt ein kleines Dorf, dessen bitteres Schicksal die Einwohner des Nachts vor Angst bibbern lässt. Seit jeher schikaniert ein Wolf die Gemeinde, und die einzige Möglichkeit dem sicheren Tod zu entgehen, ist ein tierisches Opfer jeden Monat, damit der Wolf sich nicht an den Menschen vergeht.

    In jenem Dorf lebt Valerie (Amanda Seyfried), eine junge hübsche Frau, die sich unsterblich in ihren Jugendfreund Peter (Shiloh Fernandez) verliebt hat. Doch eines Tages muss sie erfahren, dass ihre Hand dem wohlhabenden Henry Lazar (Max Irons) versprochen ist.

    Valerie und Peter beschließen gemeinsam aus dem Dorf zu fliehen, doch dann wird Valeries ältere Schwester vom Wolf getötet. Das Dorf macht sich auf, um dem Grauen ein für alle Mal ein Ende zu bereiten, und in einer Höhle töten sie tatsächlich einen grauen Wolf.

    Doch der ortsansässige Pfarrer Auguste (Lukas Haas) hat bereits den Kirchenmann Vater Solomon (Gary Oldman), einen Experten in Sachen Übernatürliches, verständigt.

    Solomon erklärt den ungläubigen Einwohnern, dass sie nicht den wahren Wolf erlegt haben. Es würde sich vielmehr um einen Werwolf handeln, und dieser nimmt bei seinem Tod wieder Menschengestalt an. Solomon erklärt sich bereit den Werwolf zu jagen, wobei das Unterfangen durch den Blutmond zusätzlich erschwert wird. Denn jeder Mensch, der bei Blutmond gebissen wird, wird auch zu einem Werwolf. Die Dorfbewohner glauben Solomon nich. Erst als sich die Todesopfer mehren, beginnt eine angsterfüllte Hexenjagd nach dem Werwolf, der sich irgendwo in ihrer Mitte verbergen muss.
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      • | FILMKRITIK

      • „Es war einmal eine kleine süße Dirne, die hatte jedermann lieb, der sie nur ansah (...)“, so das Original der Gebrüder Grimm. Valerie (Amanda Seyfried), das Rotkäppchen des Jahres 2011, ist der Popstar unter den leicht bekleideten Dorfschönheiten. Wie auch schon im Märchen, fällt sie durch ihr rotes Gewand auf und lockt die Gefahr herbei. In Red Riding Hood sind das zunächst die beiden jungen Herzensbrecher Henry (Max Irons) und Peter (Shiloh Fernandez). Den ersteren soll sie heiraten, in zweiteren ist sie seit Kindesalter unsterblich verliebt.

        Hier weicht der Film weit von der Sage ab. Doch leider nutzen die Filmemacher diese Freiheit nicht für eine originelle Geschichte, sondern versehen das Traditionelle mit einem althergebrachten Liebesdreieck. Regisseurin Catherine Hardwicke (Twilight) bewegt sich dabei entlang der Kitschschmerzgrenze und versucht ein modernes Pop-Märchen in all seiner glossigen Attraktivität herbeizuzaubern.

        Doch anders als Baz Luhrman‘s William Shakespeare‘s Romeo + Juliet aus dem Jahr 1996, gelingt ihr dieser Balanceakt nicht. Die Zuschauer müssen sich durch alt bekannte Sätze wie „Wenn du sie wirklich liebst, lässt du sie gehen.“ und Austäusche wie „Wir hatten unseren Spaß. Jetzt ist es vorbei.“ - „Das glaube ich dir nicht. Ich weiß, dass du mich liebst.“ quälen und bekommen im Gegenzug wenig bis gar nichts geboten.

        Man sieht sich schnell an den hübschen aber reizarmen Bildern satt und was dann noch bleibt, ist ein unlogischer und krampfiger Thriller, bei dem es darum geht, wer denn nun eigentlich der Wolf ist.

        Hier ist sich Hardwicke nicht zu schade die unsinnigsten visuellen oder auditiven Hinweise darauf zu geben, dass der eine oder andere Charakter vielleicht doch des nachts auf schwarzen Pfoten durch die Wälder streift. Ohne die Auflösung vornewegzunehmen - Spannung ist etwas anderes.

        Gleichzeitig sind die Parallelen zu Twilight unübersehbar und man bekommt schnell das Gefühl, dass man dank des Umstandes, dass Mystery und glitzernde Vampire gerade en vogue sind, um sein Eintrittspreis gebracht werden soll. Die Faszination des Bösen, die mystische Anziehungskraft der übernatürlichen Kreatur, die mit säuselnder Stimme direkt in Valeries Kopf eindringt, die pathetische Erzählerstimme der Protagonistin... Wenn man schon unbedingt dem Genre ein weiteres Werk beifügen möchte, hätte man das durchaus auch in einen einigermaßen ansehlichen Film verpacken können.

        Aber hier muss man ganz klar sagen - lieber gar keinen Film als Red Riding Hood.
      • | FAZIT

      • Weder spannend, noch übermäßig schön anzusehen, ein völlig überflüssiger Film.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Laura Samide

      • | Userwertung

      Wertung: 4.1/10 (14 votes)

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